Philharmoniker-Saisoneröffnung (Quelle: rbb/Ossowski)
Bild: rbb/Ossowski

Programm bis zum Jahresende - Schachbrettmuster in der Philharmonie

Der Kultur hat Corona besonders übel mitgespielt. Fünf Monate durften die Berliner Philharmoniker nicht vor Publikum spielen. Jetzt scheint sich die Lage zu bessern. Das Ausnahmeorchester hat nun die Pläne bis Ende des Jahres bekannt gegeben. Von Maria Ossowski

 

Die beste Nachricht vorab: Ab 1. November darf das Publikum die Philharmonie im Schachbrettsystem besetzen. Das heißt: 1.000 Besucher und Besucherinnen dürfen - mit Maske - in dem Saal Platz nehmen, der dann zur Hälfte gefüllt ist. Pausen gibt es nicht, der leere Platz ist für die Garderobe im Winter reserviert.

Intendantin Andrea Zietzschmann weiß, dass dies alles noch Überzeugungsarbeit braucht: "Im Moment sind die Auslastungen kein Selbstläufer, da berichten alle Kollegen auch bundesweit. Das heißt, das Publikum ist nach wie vor noch sehr zurückhaltend und sehr vorsichtig. Wir müssen es schaffen, dem Publikum ein Vertrauen zu geben, dass sie gern zu uns kommen und dass wir für sie einen sicheren Ort haben."

Auch die Hörner sitzen zwei Meter voneinander entfernt

Mit der Charité und der Technischen Universität erarbeiten die Philharmoniker momentan eine Studie zu Aerosolen. Die Klimaanlage, die Lüftung ist perfekt, das steht bereits fest. Weniger froh ist Chefdirigent Kirill Petrenko mit der Sitzordnung im Orchester. Die Streicher sitzen alle an einem eignen Pult, die Hörner zwei Meter voneinander entfernt.

"Gefühlt ist das ein Kilometer. Das ist sehr unbefriedigend, weil das natürlich unseren Beruf auch ein bisschen ad absurdum führt es liegt einfach in der Natur der Sache, dass die Musik eine körperliche Nähe unbedingt braucht. Im Konzert kommunizieren wir ja nunmal nonverbal."

Im Lockdown sind sich die Musiker viel näher gekommen

Die Unfallkassen und Versicherungen müssen überzeugt werden, der Arbeitsschutz muß gewährleistet sein. Da braucht das Orchester die Unterstützung der Politik. Das Programm passen die Philharmoniker diesen Verordnungen gemäß flexibel an. Statt der USA-Tournee reisen die Musiker durch Deutsche Städte. Das Silvesterkonzert mit dem Schwerpunkt Spanien wird, weil das Land von der Pandemie besonders betroffen war, neben dem berühmten Concierto de Aranjuez auch melancholischere Stücke präsentieren.

Im Lockdown, so Kirill Petrenko, habe er viele Musiker in deren kammermusikalischen Proben sehr viel näher kennen gelernt. Das war ein großer Vorteil. Er hat täglich eine neue Partitur studiert, er hat dicke Bücher gelesen und er ist mit dem E-Bike durch München geradelt. Wie alle Musiker hat er sich Gedanken gemacht über die Zukunft des Musikbetriebs.

 

Die Unfallkassen und Versicherungen müssen überzeugt werden, der Arbeitsschutz muß gewährleistet sein. Da braucht das Orchester die Unterstützung der Politik. Das Programm passen die Philharmoniker diesen Verordnungen gemäß flexibel an. Statt der USa Tournee reisen die Musiker durch Deutsche Städte. Das Silvesterkonzert mit dem Schwerpunkt Spanien wird, weil das Land von der Pandemie besonders betroffen war, neben dem berühmten Concierto de Aranjuez auch melancholischere Stücke präsentieren. Im Lockdown, so Kirill Petrenko, hat er viele Musiker in deren kammermusikalischen Proben sehr viel näher kennen gelernt. Das war ein großer Vorteil. Er hat täglich eine neue Partitur studiert, er hat dicke Bücher gelesen und er ist mit dem E-Bike durch München geradelt. Wie alle Musiker hat er sich Gedanken gemacht über die Zukunft des Musikbetriebs. Der Cellist und Medienvorstand Olaf Maninger berichtet, dass eine Konsequenz die flexiblere Planung sei. Nicht mehr betonieren, was in drei Jahren auf dem Spielplan steht. Statt den Verlust zu beklagen, sollten alle die Chancen erkennen. Für Kirill Petrenko hat der Lockdown, die Coronazeit, noch weitere Erkenntnisse gebracht „Für mich als Dirigent geht es eigentlich um mehr Konzentration, um mehr Besinnung auf die Arbeit, und einfach um eine etwas demütigere Haltung der Musik gegenüber.“

 

Den finanziellen Verlust durch Corona beziffert Intendantin Zietzschmann bis zum Jahresende auf zehn Millionen Euro. Bis zum Jahresende ist der Ausgleich durch die Politik gewährleistet. Aber alle sind sich darüber im Klaren, dass Corona auch im kommenden Jahr noch ein Thema sein wird

 

 

Die Unfallkassen und Versicherungen müssen überzeugt werden, der Arbeitsschutz muß gewährleistet sein. Da braucht das Orchester die Unterstützung der Politik. Das Programm passen die Philharmoniker diesen Verordnungen gemäß flexibel an. Statt der USa Tournee reisen die Musiker durch Deutsche Städte. Das Silvesterkonzert mit dem Schwerpunkt Spanien wird, weil das Land von der Pandemie besonders betroffen war, neben dem berühmten Concierto de Aranjuez auch melancholischere Stücke präsentieren. Im Lockdown, so Kirill Petrenko, hat er viele Musiker in deren kammermusikalischen Proben sehr viel näher kennen gelernt. Das war ein großer Vorteil. Er hat täglich eine neue Partitur studiert, er hat dicke Bücher gelesen und er ist mit dem E-Bike durch München geradelt. Wie alle Musiker hat er sich Gedanken gemacht über die Zukunft des Musikbetriebs. Der Cellist und Medienvorstand Olaf Maninger berichtet, dass eine Konsequenz die flexiblere Planung sei. Nicht mehr betonieren, was in drei Jahren auf dem Spielplan steht. Statt den Verlust zu beklagen, sollten alle die Chancen erkennen. Für Kirill Petrenko hat der Lockdown, die Coronazeit, noch weitere Erkenntnisse gebracht „Für mich als Dirigent geht es eigentlich um mehr Konzentration, um mehr Besinnung auf die Arbeit, und einfach um eine etwas demütigere Haltung der Musik gegenüber.“

 

Den finanziellen Verlust durch Corona beziffert Intendantin Zietzschmann bis zum Jahresende auf zehn Millionen Euro. Bis zum Jahresende ist der Ausgleich durch die Politik gewährleistet. Aber alle sind sich darüber im Klaren, dass Corona auch im kommenden Jahr noch ein Thema sein wird

 

Finanzieller Verlust durch Corona beträgt zehn Millionen Euro

Der Cellist und Medienvorstand Olaf Maninger berichtet, dass eine Konsequenz die flexiblere Planung sei. Nicht mehr betonieren, was in drei Jahren auf dem Spielplan steht. Statt den Verlust zu beklagen, sollten alle die Chancen erkennen. Für Kirill Petrenko hat der Lockdown, die Coronazeit, noch weitere Erkenntnisse gebracht. "Für mich als Dirigent geht es eigentlich um mehr Konzentration, um mehr Besinnung auf die Arbeit, und einfach um eine etwas demütigere Haltung der Musik gegenüber."

Den finanziellen Verlust durch Corona beziffert Intendantin Zietzschmann bis zum Jahresende auf zehn Millionen Euro. Bis zum Jahresende ist der Ausgleich durch die Politik gewährleistet. Aber alle sind sich darüber im Klaren, dass Corona auch im kommenden Jahr noch ein Thema sein wird.

Beitrag von Maria Ossowski

1 Kommentar

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  1. 1.

    Ist aber sehr wichtig dass Bespaßung Vorrang hat!

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