Theater an der Parkaue (Quelle: dpa/Doris Spiekermann-Klaas)
Audio: Inforadio | 16.06.2020 | Kirsten Buchmann | Bild: dpa/Doris Spiekermann-Klaas

Berliner Jugendtheater - Neues Intendanten-Duo beim Theater an der Parkaue

Das Berliner Theater an der Parkaue soll mit einer Doppel-Intendanz in die Spielzeit 2021/22 starten. Für die Leitung des Hauses seien die beiden Theatermacher Christina Schulz und Alexander Riemenschneider vorgesehen, teilte die Senatsverwaltung für Kultur am Mittwoch mit. Beide hätten "mit ihrem künstlerischen Anspruch eine Vision für das junge Theater der Zukunft, die sich an den Perspektiven junger Menschen orientiert und begeistert".

Christina Schulz leitete den Angaben zufolge seit 2009 die Bundeswettbewerbe der Berliner Festspiele. Alexander Riemenschneider ist freier Regisseur, der in Berlin unter anderem am Deutschen Theater inszeniert hat. Für die Intendanz hatte es laut Senatskulturverwaltung insgesamt 48 Bewerbungen gegeben.

Rassistische Anfeindungen gegen Schauspielerin

Zuletzt hatte Florian Stiehler als kommissarischer Intendant das Theater an der Parkaue geleitet. Stiehler war im August 2018 als geschäftsführender Direktor an das Theater gekommen, nachdem es am Theater Fälle von Diskriminierung gegeben hatte.

Die afrodeutsche Schauspielerin Maya Alban-Zapata wurde im Jahr 2018 bei Proben zu "Die Reise um die Erde in 80 Tagen" nach Jules Verne mehrmals rassistisch beleidigt. Anlass dafür war ein Streit um den Begriff "Neger", der bereits in der Textvorlage des Wiener Burgtheaters verwendet worden war. Inzwischen hat das Haus deswegen eine eigene Antidiskriminierungsklausel.

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