Neubauten an der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin-Mitte. (Quelle: www.imago-images.de)
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Sonderausstellung mit Skulpturen - Friedrichswerdersche Kirche öffnet nach acht Jahren wieder

Nach acht Jahren Schließzeit wird die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin-Mitte mit einer Sonderausstellung wiedereröffnet.

Ab dem 27. Oktober wird im Inneren des ehemaligen Gotteshauses die Schau "Ideal und Form" mit Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie gezeigt. Das kündigten die Staatlichen Museen zu Berlin am Dienstag an. Bereits vor der Schließung wurde der Bau von der Alten Nationalgalerie als Dependance für die Präsentation ihres umfangreichen Skulpturenbestands genutzt.

Tiefgaragen beschädigten ihr Fundament

Die Friedrichswerdersche Kirche wurde von 1824 bis 1830 erbaut. Sie umschließt den einzig original erhaltenen Kircheninnenraum des prominenten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel.

Sie war Berlins erstes Gotteshaus im neugotischen Stil. Im Zweiten Weltkrieg erlitt sie schwere Schäden und wurde deshalb von 1979 bis 1986 aufwändig restauriert.

2012 musste die Kirche dann wieder geschlossen werden: Fundament und Mauern waren durch den Bau von Tiefgaragen erheblich beschädigt, die in unmittelbarer Nähe für neue Wohnhäuser ausgeschachtet wurden. Durch die Beschädigung des Kirchenfundaments senkte sich auch das Kreuzgewölbe. Mittlerweile ist die Kirche wieder stabilisiert und die dicht daneben stehenden Häuser fertig.

Sendung: Abendschau, 22.09.2020, 19:30 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Wer die Bebauung an der Kirche kritisiert, muss sich sagen lassen, dass genau erst diese Bebauung den alten, Vorkriegsstand, wieder herstellt. Schinkel wusste, anders als seine vermeintlichen Bewunderer von heute, dass Kirchen im Mittelalter (Neugotik!) dichte Bebauung bis ganz nah heran hatten. Als Kluger hat Schinkel nicht nur ein Bauerwerk sondern eine ganze mittelalterliche Situation nachgeschaffen. Die Bauten, die früher genau so nah an der Kirche standen, waren bei der Zerstörung 0-8-15 Gründerzeit-Kisten, von denen Berlin heute noch genug hat. Ob man die nun nachbaut oder was Neues, das ist reine Geschmackssache. Die Beschädigungen an der Kirche waren und sind ein Skandal.

  2. 5.

    Grundgütiger! Welcher Kulturbanause hat diese Schuhkartons neben die Kirche gebaut?

  3. 4.

    Wenn man das Foto sieht...traurig..... eigentlich egal wer regiert - käuflich sind sie alle! Und ein Gewissen - hat keiner.
    Bloß gut, das Frieden ist. Wenigstens in Deutschland.

  4. 3.

    Mal sehen was passiert wenn die Nachbarn mit ihrem SUV in der Tiefgarage herumkurven. So eine schöne Ausstellung. 8 Jahre geschlossen wegen der Immobilienmafia.

  5. 2.

    Ja, da frage ich mich auch, wer sowas Seelenloses so dicht neben einem schönen alten Bauwerk genehmigt hat. Eine Schande ist sowas.

  6. 1.

    Unfassbar, die benachbarten Bausünden...

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