Festival-Direktorin Susanne Hoffmann (Quelle: rbb)
Audio: Inforadio | 19. 10. 2020 | Interview mit Susanne Hoffmann | Bild: rbb

TV, Hörfunk und Online - Medienfestival Prix Europa mit digitaler Premiere

Erstmals ausschließlich online ist am Sonntag der alljährlich unter Federführung des rbb in Potsdam und Berlin stattfindende Prix Europa gestartet.

Bisher hatten sich hunderte Journalisten jährlich zum Austausch über Produktion, Dramaturgie und vor allem aber über Themen aktueller Hörfunk- und Fernsehbeiträge vor Ort getroffen. In diesem Jahr kommen die Medienschaffenden Europas pandemiebedingt online zusammen.

Wegen der Kontaktbeschränkungen habe beim Prix Europa in diesem Jahr die Praxis der persönlichen Gespräche aufgegeben werden müssen, erklärte Festivaldirektorin Susanne Hoffmann im rbb. "Den Austausch von Angesicht zu Angesicht können wir nicht ersetzen", bedauerte sie im Inforadio. Es seien aber nun "kurze punktuelle Treffen" im Netz geplant.

In Videokonferenzen werden die nominierten Beiträge diskutiert

Die Teilnehmer könnten auch Beiträge zu den Wettbewerben um den Prix Europa kommentieren, sagte Hoffmann. Mit dem Prix Europa werden seit 1987 die besten Medienproduktionen des Kontinents geehrt. Der Preis wird von zahlreichen europäischen Medienhäusern und anderen Partnern getragen.

269 Jurymitglieder aus ganz Europa hatten die eingereichten Beiträge und Programme online gesichtet und bis Sonntag darüber abgestimmt. Die 642 Nominierungen aus 28 Ländern waren dabei auf neun Kategorien aufgeteilt.

Die nun je sieben bestplatzierten Produktionen werden in Videokonferenzen in den kommenden Tagen diskutiert und die Gewinner in einem zweiten Wahlgang ermittelt. Am 27. Oktober wird dann bekanntgegeben, wer sich mit dem begehrten Titel "Bestes Europäisches Programm des Jahres 2020" und in den verschiedenen Kategorien mit dem "Prix Europa" schmücken darf.

Die Abstimmung über die Vergabe des Nachwuchspreises "Rising Star 2020: ‘stay@home’" [prixeuropa.eu] steht dabei europaweit allen offen.

Die Ausrichtung des renommierten Medienpreises hätte in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Landeshauptstadt Potsdam stattfinden sollen. Zuvor war er rund 20 Jahre lang in Berlin beheimatet.

Sendung: Inforadio, 19. 10. 2020, 14.40 Uhr

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