Berlinale-Bär (Quelle: imago images/Zeitz)
Audio: Inforadio | 17.12.2020 | Cornelia Geis | Bild: www.imago-images.de/Zeitz

"Variety"-Bericht - Berlinale könnte als Mini-Festival im Juni stattfinden

Die 71. Berlinale soll nach einem Medienbericht im kommenden Jahr zunächst nur online stattfinden, und auch nur für die Filmbranche. Termin sei Anfang März, berichtete das US-Branchenblatt "Variety" am Mittwochabend. Geplant seien digitale Filmvorführungen für den European Film Market.

Anfang Juni sollen dann in einem "Mini-Festival" eine Reihe von Weltpremieren in Berlin gezeigt werden - in der Hoffnung, dass wieder Zuschauer in die Kinos gelassen werden. Ob es einen Bären-Wettbewerb gibt, sei noch unklar. Ein Berlinale-Sprecher teilte dazu am Donnerstag mit, die 71. Ausgabe im kommenden Jahr "wird eine andere Berlinale sein". Details dazu sollen am Freitag bekanntgegeben werden, zunächst war eine Mitteilung für Donnerstag in Aussicht gestellt worden.

Cannes könnte in den Sommer rutschen

Laut "Variety" gibt es auch Überlegungen, das Festival in Cannes in den Sommer zu verschieben, weil Berlin und Cannes sonst zeitlich zu nah beieinander wären. Normalerweise beginnt der Wettbewerb um die Goldene Palme Mitte Mai.

Anfang Dezember hatte der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sich bereits skeptisch gezeigt, ob eine Berlinale im Februar stattfinden könne. "Das glaube ich eher nicht bei den derzeitigen Zahlen", sagte der Linke-Politiker im Hinblick auf die aktuelle Corona-Situation.

Für die 71. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele ist unter anderem eine Retrospektive der Hollywoodstars Mae West, Rosalind Russell und Carole Lombard geplant.

Sendung: Inforadio, 17.12.2020, 07.00 Uhr

Das könnte Sie auch interessieren