Teilnehmer der CSD Parade aufgenommen am 27.06.2020 am Nollendorfplatz in Berlin Schöneberg (Bild: dpa/XAMAX)
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Am 24. Juli 2021 - Berliner CSD soll als klassischer Protestzug stattfinden

2020 fiel der Berliner Christopher Street Day coronabedingt weitgehend aus. In diesem Jahr haben sich die Veranstalter dem Pandemie-Geschehen angepasst und wollen ihn am 24. Juli als "Demo mit Fußmarsch-Charakter" stattfinden lassen. Mit Abstands- und Hygieneregeln.

Der traditionelle Berliner Christopher Street Day (CSD) soll in diesem Jahr am 24. Juli mit einer eher klassischen Demonstration begangen werden. Auf das Datum einigten sich die Organisatoren des Vereins Berliner CSD nach Angaben vom Freitag.

Spätestens zwei Wochen vor dem Termin erfolge aber eine abschließende Bewertung mit Blick auf das dann vorherrschende Corona-Pandemiegeschehen, hieß es.

Nahezu nur "Fußmarschcharakter" in diesem Jahr

Der CSD solle eine "nahezu reine Demo mit Fußmarschcharakter" werden, betonten die Initiatoren. Nur wenige Begleitfahrzeuge würden zugelassen, etwa um als Plattform für Redebeiträge oder "musikalische Bestandteile" zu dienen. Nach eigenen Angaben will der Verein aus Rücksicht auf die Infektionsgefahren ausdrücklich keine Parade oder Feier organisieren, der Konsum von Alkohol ist unerwünscht. Zudem gelten strenge Masken- und Abstandspflichten.

Die Organisatoren betonten, es sei ihnen wichtig, "das Versammlungsrecht wahrzunehmen". Der Marsch soll dann mittags am U-Bahnhof Nollendorfplatz starten.

Im vergangenen Jahr fielen die CSD-Paraden wegen der Pandemie fast überall aus. Der Berliner CSD-Verein organisierte 2020 lediglich Online-Aktionen, andere Aktivisten veranstalteten allerdings auf eigene Faust eine CSD-Demonstration mit Hygienekonzept. An dieser nahmen rund 3.500 Menschen teil, um für die Rechte Homosexueller zu protestieren. In anderen deutschen Städten gab es Fahrraddemos.

CSD kommt ursprünglich aus New York

Der CSD soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern. Der Name kommt aus dem Jahr 1969. Damals gab es die ersten Aufstände gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village.

In New York wird traditionell am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug daran erinnert. Daraus ist eine internationale Tradition geworden - einmal pro Sommer wird für LGBTIQ*-Rechte demonstriert.

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3 Kommentare

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  1. 3.

    Wenn schon, dann frei nach Wilhelm Bendow. Loriot hat es nur kopiert.

  2. 2.

    Vollständig geimpft, mit Abstand und Maske im Freien mitten im Sommer, ist das ernst gemeint?

  3. 1.

    Frei nach Loriot: "Ja wo laufen sie denn...."

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