Preisträger Hannes Zerbe (Bild: rbb/neumgraf.de)
Bild: rbb/neumgraf.de

Senat und rbb zeichnen aus - Jazzpreis Berlin 2021 geht an Hannes Zerbe

Der Musiker Hannes Zerbe erhält in diesem Jahr den Jazzpreis Berlin.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das Land Berlin verleihen diesen Preis alljährlich an Persönlichkeiten, die "in besonderer Weise einen prägenden und inspirierenden Beitrag zum Jazzleben Berlins" geleistet haben. Nach Mitteilung der beiden Veranstalter wird der Preis am 9. Juni im Rahmen eines bislang im A-Trane geplanten Konzerts vergeben.

Musik und Texte in unterschiedlichen Projekten, Bands und Formationen

Zerbe wurde 1941 in Litzmannstadt, dem früheren Lodsch und heutigen Łódź geboren. Nach abgeschlossenem Studium der Elektrotechnik studierte er Klavier und Komposition an Musikhochschulen in Dresden und Berlin. Von 1985 bis 1987 war er Meisterschüler für Komposition bei Paul-Heinz Dittrich an der Akademie der Künste der DDR.

Bereits das Quartett FEZ, das von 1975 bis 1977 in der Besetzung Hannes Zerbe (Piano), Conny Bauer (Posaune), Christoph Niemann (Bass) und Peter Gröning (Schlagzeug) existierte, erschloss dem Jazz in der DDR völlig neues musikalisches Terrain. Gleiches gilt für die 1979 von Hannes Zerbe formierte Blech Band.

Inspiriert vom niederländischen Willem Breuker Kollektief komponierte Hannes Zerbe im Spannungsfeld zwischen zeitgenössischem Jazz und der Tradition von Schönberg, Eisler und Weill.

In kleineren Formationen verquickte Zerbe improvisierte und komponierte Musik mit Literatur. Angeregt und ermuntert durch einige der renommiertesten Musikerinnen und Musiker der Berliner Jazzszene erlebte 2011 das Hannes Zerbe Jazz Orchester seine Gründung. Seither erarbeitete das Orchester mehrere Programme und nahm drei Alben auf. Seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt das von Hannes Zerbe geleitete Jazzorchester Prokopätz die hauptstädtische Jazzszene.

Sendung: rbb Kultur, 21.04.2021, 14 Uhr

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