Die Bücher "Eurotrash" (Christian Kracht, l-r), "Vom Aufstehen: Ein Leben in Geschichten" (Helga Schubert) und "da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete" (Friederike Mayröcker) stehen in einer Leipziger Buchhandlung. Quelle: Jan Woitas/dpa
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Literaturauszeichnung - Zwei Berlinerinnen für Preis der Leipziger Buchmesse nominiert

Die Berliner Autorinnen Judith Hermann und Helga Schubert sind in der Kategorie Belletristik für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert worden. Helga Schubert, die voriges Jahr im Alter von 80 Jahren den Bachmann-Preis gewann, ist mit ihrem autobiografisch geprägten Buch "Vom Aufstehen. Ein Leben in Geschichten" nominiert. Auch das Buch "Daheim" von Judith Herrmann erzählt eine Lebensgeschichte.

Die Auswahl für den Preis der Leipziger Buchmesse ist in diesem Jahr so weiblich wie nie. In der Kategorie Belletristik setzte die Jury vier Frauen auf die fünf Plätze umfassende Nominierten-Liste, wie die Messe am Dienstag mitteilte. Das gab es in der Geschichte des seit 2005 verliehenen Preises noch nicht.

Vier Frauen und ein Mann

Hoffnungen auf die Auszeichnung können sich neben den Berliner Autorinnen Schubert und Hermann auch Iris Hanika ("Echos Kammern") und Friederike Mayröcker ("da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete") machen. Der Schweizer Christian Kracht vervollständigt die Shortlist mit seinem Roman "Eurotrash".

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzungen vergeben. Er ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert - 15.000 Euro gehen an die jeweiligen Gewinner und Gewinnerinnen, je 1.000 Euro ist eine Nominierung wert. Nach der Absage der Leipziger Buchmesse wegen der Corona-Pandemie ist zur Preisverleihung ein Festaktakt am 28. Mai in der Kongresshalle Leipzig geplant. Ob Zuschauer dabei sein können oder es nur ein Live-Stream wird, ist laut Messe noch offen.

Sendung: rbb Kultur, 13.04.2021, 15 Uhr

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