"Charterflug in die Vergangenheit" - Ausstellung über die Rückkehr jüdischer Berliner im Abgeordnetenhaus

Das Berliner Abgeordnetenhaus von außen (Quelle: Zoonar.com/Phil Bird)
Bild: Zoonar.com/Phil Bird

Mit der Ausstellung "Charterflug in die Vergangenheit" wird im Abgeordnetenhaus an das Besuchsprogramm für Verfolgte des Nazi-Regimes erinnert. Per Livestream werde Parlamentspräsident Ralf Wieland Mittwochabend aus der Wandelhalle die Schau am kommenden Mittwoch eröffnen, teilte das Abgeordnetenhaus mit.

Unter Vorsitz des damaligen Regierenden Bürgermeisters Klaus Schütz (SPD) hatte der Senat am 10. Juni 1969 beschlossen, die Verfolgten, die ihre Stadt während der Zeit des Nationalsozialismus verlassen mussten, zu einem Berlin-Besuch einzuladen. Der erste Gast traf im August 1969 in der damals geteilten Stadt ein. Etwa 35.000 Menschen, die zumeist wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt worden waren, nahmen in den folgenden Jahren die Einladung an.

Ausstallung entstand 2019

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Biografien der Menschen, die sich trotz aller Vorbehalte aus allen Teilen der Welt auf den Weg nach Berlin gemacht haben.

Die Ausstellung entstand 2019 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Programms unter Federführung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Kooperation mit der Senatskanzlei Berlin.

Weitere Informationen zur Ausstellung und der digitalen Eröffnung unter parlament-berlin.de.

Sendung: Abendschau, 02.06.2021, 19.30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Wird da auch Ernst Eduard Hirsch in dieser Ausstellung gedacht, der im Dritten Reich auch zum Glück rechtzeitig als jüdischer Bürger Deutschland verlassen hat, eng befreundet war mit Ernst Reuter und nach dem Krieg Mitbegründer der Freien Universität Berlin war.
    Es gibt ja auch eine Ernst Eduard Hirsch Medaille, die regelmäßig verliehen wird.

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