Rund 60 Häuser dabei - Erster eintrittsfreier Sonntag in Berliner Museen

Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße, Kreuzberg (Quelle: dpa/Schöning)
Bild: dpa/Schöning

Wer wenig Geld hat, überlegt sich zweimal, ob der Besuch eines Museums drin ist. Um die finanzielle Hürde abzubauen, ist der Museumseintritt in Berlin einmal im Monat kostenlos - zum ersten Mal an diesem Sonntag. Rund 60 Häuser machen mit.

An diesem Sonntag ist der Eintritt in viele Berliner Museen kostenlos. Nach Angaben der Kulturverwaltung soll das Angebot ab Juli immer am ersten Sonntag des Monats gelten, vielfach müssen aber Zeitfenster-Tickets gebucht werden.

Eine Liste der teilnehmenden Museen finden Sie hier [berlin.de].

Die Einnahmeverluste werden aus dem Berliner Landeshaushalt und von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien finanziert.

Mit der Initiative soll es allen Menschen in Berlin ermöglicht werden, die Museen der Stadt zu besuchen. Der Eintrittspreis soll dann keine Hürde mehr darstellen. Am eintrittsfreien Sonntag nehmen rund 60 Einrichtungen teil, beispielsweise das Anne-Frank-Zentrum, die Neue Nationalgalerie und die Berlinische Galerie sowie das Deutsche Technik- und das Musikinstrumenten-Museum.

Das Projekt soll auch wissenschaftlich begleitet werden.

Sendung: Abendschau, 14.06.2021, 19:30 Uhr

20 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 20.

    An sich finde ich den eintrittsfreien 1. Sonntag im Monat für jeden eine sehr gut Möglichkeit, Kultur zu erfahren. Jedoch sollte dies ausschließlich den Menschen mit Erstwohnsitz in Berlin vorbehalten sein, da es schließlich aus Steuergeldern finanziert wird. Soll heißen, jeder Berliner leistet dafür mehr oder weniger bereits einen Beitrag. Weshalb sollten also z.B. meine gezahlten Steuern für ausländische Besucher und Besucherinnen sowie Menschen, die ihren Wohnsitz nicht in Berlin haben, genutzt werden? Diese sollten nach wie vorihre Tickets bezahlen. DAS wäre sonst Verschwendung von Steuergeldern.

  2. 19.

    An Hoppla. Doch werde Mit 66 kann ich ja noch üben, Ein Finger Suchsystem.

  3. 18.

    Kostenlos Museen und Galerien besuchen gibt's in Madrid schon länger, und mit kontrolliertem Zugang. Zeitfenster vergleichbar. Also alles gut und eine gute Idee.

  4. 17.

    Es gibt keine Zeitfenster mehr, ich war letztens in der James Simon Galerie ohne Zeitfenster. Einfach hingegangen, Ticket vor Ort gekauft, Spaß gehabt.

  5. 16.

    Und die Zeitfenster der Museen werden Online vergeben, wie Bürgeramt-Termine.
    Von Solo-Selbständigen gebucht und Online den Tourismusveranstaltern zum Kauf angeboten ! Der Berliner-Arme-Bürger wird es dem Senat und dem Abgeordnetenhaus danken und die teuren Normal-Karten kaufen ! Ich lach mich schief !

  6. 15.

    Da werden Sie wohl nie die Museen der Museumsinsel besuchen können, denn die sind wegen der vielen Touristen schon seit Jahren gezwungen, mit Zeitkarten zu arbeiten. Im Ausland ist das übrigens auch nichts Ungewöhnliches.

  7. 14.

    War mir noch nicht bekannt, dass der Virus zwischen Arbeits-/Schulzeit und Freizeit unterscheiden kann!

  8. 13.

    Super, habe mir die Liste der teilnehmenden Museen schon abgespeichert. Heute wirds nix mehr aber ich gucke immer mal.

  9. 12.

    Solange Zeitfenster und sog. Maßnahmen zum Museumsbesuch dazu gehören, wird mich kein Museum von innen zu sehen bekommen. Der Preis ist für mich eher zweitrangig. Museum ist Freizeit, "Maßnahmen" und Termindruck gehören da nicht hin.

  10. 10.

    Sehr gut! Für einkommensschwache Menschen gibt es soweit ich weiß, mit dem Berlin Ticket Eintritt frei im Hamburger Bahnhof. Besuchen sie au h gerne die Galerien der Stadt, die sind kostenfrei!

  11. 9.

    Zeitfenster stören mich. Ansonsten ist es okay.Trotzdem lasse ich mich gerne testen, trotz Impfung. Doppelt hält besser. Ist das Naturkundemuseum mit dabei?

  12. 8.

    Ist doch mal eine gute Sache!

  13. 7.

    Es gab bereits in der Vorpandemiezeit zahlreiche Angebote für einkommensschwache Familien, zumal Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr in den Staatlichen Museen sowieso keinen Eintritt zahlen müssen. Außerdem haben fast alle Einrichtungen Tage mit freiem oder ermäßigten Eintritt. Den Hamburger Bahnhof kann man zum Beispiel donnerstags ab 16 Uhr kostenlos besuchen. Dazu kommen die Angebote, die sich mit dem Ferienpass kostenlos oder vergünstigt nutzen lassen. Berlin hat wirklich viel auch für einkommensschwache Familien zu bieten. Meine Tochter hat jedenfalls nichts vermisst, als ich alleinerziehend studiert habe und mit wenig Geld auskommen musste. Heutzutage ist es sogar noch einfacher entsprechende Angebote zu finden, z. B. über https://www.gratis-in-berlin.de

  14. 6.

    Bei der Antwort auf meine Frage, ob der Hamburger Bahnhof da denn wohl auch mitmacht, bin ich zwar leider nicht fündig geworden, aber auf die Information gestoßen, dass z.B da evtl. (bin mir nicht ganz sicher, ob das aktuell immer noch so ist) jeden ersten Donnerstag zwischen 16 und 20 Uhr der Eintritt frei ist. Bei anderen Museen scheint das ähnlich auszusehen; teilweise sind es abweichende Tage. Zumindest im Hamburger Bahnhof haben Menschen, die Transferleistungen empfangen, sowieso freien Eintritt. Die Idee an sich ist also keine komplett neue, mit dem (vielleicht sogar ganztägigen?) Sonntag aber natürlich deutlich arbeitnehmer- und familienfreundlicher ... schöne Sache, vielen Dank!

  15. 5.

    Ich verstehe Sie vollkommen und gönne es Ihnen von Herzen!
    Meine Absicht war es auch nicht, diese Regelung schlecht zu reden.
    Ich bin jedoch erstaunt, wie die "Gelder nur so unter Volk gebracht werden".
    Wahlkampf?
    Zahlen wir in den nächsten Jahren mit Schließungen sozialer Einrichtungen (Jugend, Kinder, Seniorentreffs usw.) dafür?
    Daher meine Überlegung durch einen kleinen Obolus evtl. doch ein wenig in die "Berliner Kasse" zu bekommen.

  16. 4.

    Meine Monats-Rente beträgt aktuell 670 Euro + 60 Euro Wohngeld. Mit dieser neuen Regelung werde ich mich jetzt am 4. Juli aufs Fahrrad setzen und einige Museen kostenlos besuchen. Bisher ging das nicht (siehe Rentenhöhe). Danke Berlin!

  17. 3.

    Finde ich gut. Bei unseren Freunden in GB gibt es das schon lange. Anfang der 90er, als ich noch jeden Groschen umdrehen musste, habe ich das dort immer gerne genutzt. Zu 2.: 1 Euro würde ich auch ok finden. Es gibt aber wirklich Menschen/Familien, die auf jeden Euro achten müssen...

  18. 2.

    Sorry, aber hat es Berlin so dicke?
    Warum kann nicht jeder z.B. wenigstens 1,00 Euro zahlen?
    Damit könnte m.E. auch etwas "sortiert" werden, in diejenigen, die ein wirkliches Interesse haben und andere, die evtl. wegen schlechtem Wetter ein Museum besuchen, um "ein Dach überm Kopf" zu haben.
    Vielleicht etwas überspitzt, jedoch frage ich mich auch, wie dies mit den evtl. noch bestehenden Beschränkungen zusammengehen soll!?

  19. 1.

    Endlich mal eine Regelung, wo auch einkommensschwächere Familien am Kulturleben teilnehmen können. Die Kultur ist nicht nur für die Besserverdienenden da. Es zahlen ja auch alle Steuerzahler ein.

Nächster Artikel