Wiedereröffnung im August - 3.000 Besucher bei zeitweiser Öffnung der Neuen Nationalgalerie

Besucher gehen zu den Tagen der offenen Tür durch die Neue Nationalgalerie. Den ikonischen Bau schuf Architekt Ludwig Mies van der Rohe. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
Bild: dpa/Fabian Sommer

Mehr als 3.000 Besucher haben am Wochenende nach jahrelanger Schließung und umfassender Sanierung die Neue Nationalgalerie vorab besucht. Die offizielle Wiedereröffnung findet erst im August statt.

Eine Sprecherin der Staatlichen Museen zu Berlin sprach am Montag von einem überwältigenden Interesse. Aufgrund von Corona-Restriktionen habe man das Kartenkontingent aber limitieren müssen, erklärte sie.

Das von Ludwig Mies van der Rohe konzipierte Gebäude wurde bei der Sanierung räumlich nicht verändert. Es stammt aus dem Jahr 1968, dient als Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts und gilt selbst als Ikone der Klassischen Moderne. Im Fokus der seit 2015 laufenden Sanierungsarbeiten stand die Mängelbeseitigung. Unter anderem wurden Fenster und Fußbodenplatten ausgetauscht. Die Kosten belaufen sich auf 140 Millionen Euro.

Bis 2026 entsteht auch Museum des 20. Jahrhunderts

Die Neue Nationalgalerie gehört zum Kosmos der Nationalgalerie mit künftig sieben Standorten in Berlin. Die Häuser, darunter die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel und der Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, verfügen über Kunst vom 19. Jahrhundert bis heute.

Direkt neben der Neuen Nationalgalerie entsteht am Kulturforum das umstrittene Museum des 20. Jahrhunderts für bis zu 450 Millionen Euro. Der Bau nach einem Entwurf der Schweizer Architekten Herzog de Meuron, die auch die Elbphilharmonie in Hamburg, das
Olympiastadion in Peking und die Allianz Arena in München gebaut haben, soll bis 2026 fertiggestellt und unterirdisch mit der Neuen Nationalgalerie verbunden werden.

Die Neue Nationalgalerie wird am 21. August offiziell mit Ausstellungen zur Klassischen Moderne und Werken des US-amerikanischen Künstlers Alexander Calder (1898-1976) wiedereröffnet.

Sendung: Abendschau, 06.06.2021, 19:30 Uhr

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