Land weitet Schutzzonen aus - Schweinepest nun auch bei Proben im Landkreis Barnim nachgewiesen

Symbolbild: Auf einer Fläche vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) in der Neuzeller Niederung, die zuvor kontrolliert abgebrannt wurde, kann am 03.03.2021 ein totes Wildschwein geborgen werden. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in einem weiteren Brandenburger Landkreis bei Wildschweinen festgestellt worden.

 

Nachweis in Proben aus dem Landkreis Barnim

Das Friedrich-Loeffler-Institut habe die Tierseuche in Proben aus dem Landkreis Barnim nachgewiesen, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium am Mittwoch mit. "Es handelt sich dabei um eine Überläuferbache, die als Fallwild auf dem Gebiet der Gemeinde Lunow-Stolzenhagen, nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt gefunden wurde"

Drei Frischlinge, die in unmittelbarer Nähe am selben Tag erlegt wurden, waren demnach ebenfalls befallen. Der Fundort liegt in der bereits eingerichteten Sperrzone I (Pufferzone).

Das Land Brandenburg werde nun "die bestehende Schutzzone und Schutzmaßnahmen entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern".

Weitere Nachweise in bereits betroffenen Landkreisen

Neben dem Fall im Landkreis Barnim wurde die Afrikanische Schweinepest den Angaben zufolge auch in neuen Proben aus den bereits vorher betroffenen Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Frankfurt (Oder) nachgewiesen.

Die ersten ASP-Fälle bei Hausschweinen in Brandenburg und damit auch in Deutschland waren vor knapp zwei Wochen entdeckt worden.

Die Seuche verläuft bei Schweinen fast immer tödlich, für den Menschen ist sie hingegen ungefährlich. Übertragen werden kann sie durch direkten Kontakt zwischen Tieren oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie beispielsweise Schuhe oder auch weggeworfene Lebensmittel.

Schutzzonen und Zäune sollen Verbreitung verhindern

Im vergangenen September hatte es den ersten bestätigten Fall in Deutschland bei einem Wildschwein in Brandenburg gegeben, was bei Schweinehaltern Befürchtungen vor Exportbeschränkungen und großen wirtschaftlichen Schäden ausgelöst hatte.

Seitdem wurden ASP-Fälle auch bei Wildschweinen in Sachsen bestätigt. In den betroffenen Gebieten wurden Schutzmaßnahmen ergriffen; Sperrzonen wurden eingerichtet und Zäune gebaut. So soll verhindert werden, dass die Virusinfektion von Wildschweinen auf Hausschweine übergreift.

Sendung: Inforadio, 28.07.2021, 18 Uhr

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