Deutscher Filmpreis 2021 - Dominik Grafs "Fabian" für zehn Lolas nominiert

Der Schauspieler Tom Schilling während der Dreharbeitenfür die ZDF-Kinokoproduktion "Fabian" (Quelle: dpa/Matthias Wehnert)
Bild: dpa/Matthias Wehnert

Ein Berlinale-Film ist der große Favorit beim Deutschen Filmpreis: "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" könnte zehnfach ausgezeichnet werden. Die Erich-Kästner-Verfilmung von Dominik Graf ist unter anderem als bester Film und für die beste Regie nominiert.

Der Film "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" von Dominik Graf ist großer Favorit auf den Deutschen Filmpreis. Die Neuverfilmung des Erich-Kästner-Romans aus den 1930er Jahren wurde am Donnerstag für zehn Lolas nominiert, unter anderem in den Kategorien bester Spielfilm, Regie, Drehbuch und weibliche Hauptrolle. Der dreistündige Film lief zuvor im Wettbewerb der Berlinale, erhielt dort aber keine Preise.

Als bester Spielfilm konkurriert "Fabian" unter anderem mit Maria Schraders "Ich bin dein Mensch". Die melancholische Komödie um einen Roboter als Lebenspartner heimste insgesamt fünf Nominierungen ein. Hauptdarstellerin Maren Eggert hatte auf der Berlinale den Silbernen Bären für die beste Hauptrolle erhaten.

Sieben Nominierungen für "Schachnovelle"

Auf sechs Nominierungen kommt der Science-Fiction-Thriller "Tides" von Tim Fehlbaum, unter anderem bei Besten visuellen Effekten, Masken- und Kostümbild, sieben Mal ist Philipp Stölzls Drama "Schachnovelle" nominiert, darunter auch als bester Spielfilm.

Als beste Hauptdarstellerinnen gehen Saskia Rosendahl ("Fabian"), Maren Eggert ("Ich bin dein Mensch") und Luna Wedler ("Je suis Karl") ins Rennen, als beste männliche Hauptdarsteller Oliver Mesucci ("Enfant terrible"), Dan Stevens ("Ich bin dein Mensch") und Jannis Niewöhner ("Je suis Karl").

Zwei Preisträger stehen schon fest

Akademiechef Ulrich Matthes und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) stellten die Liste vor. Bei zwei Auszeichnungen steht bereits fest, wer sie bekommt. Schauspielerin Senta Berger wird für herausragende Verdienste um den deutschen Film mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Die Auszeichnung für den besucherstärksten Film geht an die Komödie "Nightlife".

Weil die Kinos wegen der Pandemie monatelang geschlossen waren und damit viele Filme verzögert starten, wird der Filmpreis diesmal nicht wie üblich im Frühjahr, sondern am 1. Oktober auf dem Berliner Messegelände verliehen. Er gilt als wichtigste nationale Auszeichnung in der Branche. Dotiert ist er mit knapp drei Millionen Euro für neue Projekte.

Wegen der Pandemie war im vergangenen Jahr auf eine große Verleihung mit vielen Gästen verzichtet worden. Bei einer Fernsehshow war das Drama "Systemsprenger" als bester Film ausgezeichnet worden.

Sendung: Abendschau, 19.08.2021, 19:30 Uhr

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