Gentrifizierung - Kreuzberger Kiezbuchhandlung "Kisch & Co" zieht unter Protest um

Ein Polizeibeamter steht in der Oranienstraße in Kreuzberg an einer Absperrung, hinter der sich Demonstranten versammelt haben. Sie protestieren unter dem Motto «Volle Breitseite» gegen den gerichtlich beschlossenen Räumungstitel gegen den Buchladen «Kisch & Co.». (Quelle: dpa/P. Zinken)
Video: Abendschau | 24.08.2021 | Ulli Zelle/Agnes Sundermeyer/Britta Nothnagel | Studiogast Thomas Heilmann | Bild: dpa/P. Zinken

Weil der Mietvertrag nicht verlängert wurde, muss die beliebte Kiezbuchhandlung "Kisch & Co" weichen. Die Zwangsräumung wurde durch ein Ausweichquartier zwar abgewendet, doch zufrieden sind die Inhaber mit der Lösung nicht.

Nach längeren Verhandlungen und trotz einiger Proteste hat die Kreuzberger Traditions-Buchhandlung "Kisch & Co" ihre Räume verlassen. Die für Dienstagmorgen angekündigte Zwangsräumung durch die Polizei in der Oranienstraße fand nicht statt, weil die Buchhandlung kurzfristig andere Räumlichkeiten in der Nähe erhalten hatte und den alten Laden an einen Gerichtsvollzieher übergab.

Demos vor der Buchhandlung

Eine kleinere Gruppe von Demonstranten protestierte am frühen Dienstagvormittag und forderte Maßnahmen gegen die Verdrängung von Mietern und kleinen Geschäften aus ihren angestammten Kiezen. Die Polizei hatte die Straße zum Teil abgesperrt.

Die Kreuzberger Buchhandlung war im Streit um die Kündigung vor Gericht unterlegen. Zur Begründung hieß es, der Gewerbemietvertrag mit den Betreibern sei 2020 ausgelaufen. In einer Petition für den Erhalt der Kiezbuchhandlung wurden mehr als 22.000 Stimmen gesammelt. Unterstützer schrieben, es dürfe nicht zugelassen werden, dass die typische Kreuzberger Mischung weiter zerstört werde.

Sendung: radioeins, 24.08.2021, 12:00 Uhr

26 Kommentare

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  1. 25.

    Huuuu! Sie leben doch in dem „sch...Kapitalismus“ wie sie sich so gepflegt ausdrücken.

  2. 24.

    ..Huhn! Das entspricht genau meiner Bewertung! Schön ruhig bleiben und nicht einschnappen. Mit persönlichen Diffamierungen kommt man nicht weiter. Lg

  3. 23.

    Ich schreib´s ja: getroffen. Sie führen sich aber auch was auf..... nee also..... bleiben Sie doch beim eigentlichen Thema bitte

  4. 22.

    Ich lese der Streit ginge um eine Kündigung. Ein befristeter Mietvertrag läuft ohne Kündigung mit dem im Mietvertrag genannten Auszugstermin aus, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

  5. 21.

    Ich weiß auch nicht, was dieses ständige Linksgrüne Herumgejammere soll. Wir leben in einer Marktwirtschaft. Wenn ein gewerbliches Unternehmen nicht ausreichend Ertrag erwirtschaftet, muss es dicht machen. Sollen doch die 22000 Petitenten unter dem Initiator und Genossen Meiser , mit 15000 € Steuergeld versorgtem MdB von der Linkspartei, denen der Buchladen so am Herzen liegt, mal selbst in die Tasche greifen, statt für ihre individuellen Bedürfnisse nach dem Steuerzahler zu rufen. Es gäbe da verschiedene Gesellschaftsformen. Allerdings gibts nichts für lau. Da müßte der Herr Meiser evtl. für seine individuellen Bedürfnisse auch ein bißchen persönlich ins Obligo gehen.
    Denn Herr Meiser, obwohl ich dort in der Gegend wohne, interessiert mich der linke Buchladen nicht die Bohne, warum sollte ich als Steuerzahler deswegen blechen? Denn das steckt letzten Endes dahinter. Dem Vermieter kann man es nicht verdenken, dass er marktübliche Mieten verlangt.

  6. 20.

    Sie lesen auch nur jedes zweite Wort und spinnen dich was zusammen. Was verrät das über Sie?

  7. 19.

    Ein Mietvertrag der ausgelaufen ist, ja, wo gibt es da ein gesetzlichen Anspruch auf eine Verlängerung.
    Wie wäre es, wenn es ein den hier Protestierenden nicht so ein genehmer Mieter gewesen wäre?
    Da fallen mir einige Mieter ein, wo man diese, trotz eines noch gültigen Mietvertrags am liebsten auf der Straße gesehen hätte.

  8. 18.

    ? Konsortien? Sch...kapitalismus? Ihre Wortwahl sagt alles!

  9. 17.

    Ok, nehme ich zur Kenntnis.

    Der DW haben Sie aber (bewusst) nicht für die Rettung gedankt?

    Fällt das denn wirklich so schwer?

  10. 16.

    Was Sie mit Ihrem Kommentar weitestgehend gegen sich selbst bewiesen haben. Respekt. Können Sie Gelesenes eigentlich auch ansatzweise verstehen, wer oder was gemeint Ist oder war? Naja, grübeln se ma drüber nach...

  11. 15.

    Schützen muss man sich nur vor Leuten wie Ihnen, die denken, sie haben die Meinungs - und Deutungshoheit.

  12. 13.

    Der unterschwellige Ton richtete sich gegen Kommentator Hans - nicht mehr, nicht weniger. Denn dessen Worte waren respektlos Kisch&Co. gegenüber und er rechtfertigt Gentrifizierung - ich finde das mit einfachem Wort ausgedrückt - doof.

  13. 12.

    Sie kennen Bel Ami anscheinend nicht..... Naja - zu jung schützt nicht vor Unwissenheit, Herr oder Frau Diadema.

  14. 11.

    Erstens wird bestritten, dass Sie Leute kennen, die es angeblich aus eigener Kraft geschafft haben.

    Ihre übrigen Ausführungen wirken - zweitens - lediglich ideologisch geprägt und scheinen von wenig unzureichender Substanz durchdrungen.

    Ihr gewählter, unterschwelliger Tonfall (u. a. LOL) ist anmaßend.

    Danken Sie besser mal hier im Forum offiziell der DW !

    Immerhin hat diese dem Inhaber und deren Mitarbeitern nunmehr eine elfjährige Perspektive zu annehmbaren Konditionen (also Vorzugskonditionen) nur wenige Meter von der alten Wirkungsstätte zur Verfügung gestellt.

    Da ich Kisch und Co mag und dort auch konsumiere (Sie auch?) bin ich der DW dankbar.

    Danke Deutsche Wohnen - Ihr habt Kisch und Co und damit Kiezkultur gerettet.

    Leider meckert der Inhaber von Kisch und Co. über die neuen Räumlichkeiten, sie sind kleiner als der vorherige Laden.

    Da kann dann auch nicht mehr helfen.....

  15. 10.

    Sie sollten nicht von sich auf andere schließen!
    Nur weil man nicht die CDU, FDP und Konsorten wählt, und den enthemmten Kapitalismus scheisse findet, möchte man noch lange nichts geschenkt!

  16. 8.

    Was für ein unsinniger Beitrag. Sie stellen hier reihenweise Behauptungen auf, die jeder Grundlage und vor allem jeder Begründung entbehren: Nur weil Ihnen die Meinung eines Anderen nicht passt wir er in die verschiedensten Schubladen gesteckt und Sie wissen sogar was für Aufkleber irgendwo angebracht sind. Was für ein Blödsinn !
    Ihr Problem ist, dass Sie nicht in der Lage sind andere Meinungen zu respektieren und vielleicht auch zu akzeptieren. Aber das geht ja in dieser Gesellschaft immer mehr verloren.

  17. 7.

    Hoffentlich kommt da jetzt was vernünftiges rein wie ein dm oder vielleicht sogar fielmann.

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