Rathaus- und Marx-Engels-Forum - So soll das Areal zwischen Fernsehturm und Spree gestaltet werden

Grafik: Gestaltungsentwurf von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn/Köln. (Quelle: Stephan Lenzen Architekten)
Video: rbb|24 | 24.08.2021 | Material: Abendschau | Bild: Stephan Lenzen Architekten

Der Sieger-Gestaltungsentwurf für den Umbau der Freiflächen zwischen Fernsehturm und Spree in Berlins historischer Mitte ist am Montag vorgestellt worden.

Gewonnen hat den von der Senatsverwaltung ausgelobten Wettbewerb das Landschaftsarchitekturbüros RMP Stephan Lenzen aus Bonn/Köln. Drei Berliner Landschaftsarchitekten belegten die Plätze zwei bis vier des Wettbewerbs.

Preisgericht empfiehlt Realisierung

Die Gewinner-Arbeit habe das Preisgericht überzeugt mit "einer prägnanten Figur, die auf einem zentralen Band die denkmalgeschützten Bereiche des Rathausforums mit dem des Marx-Engels-Forums verbindet und in einem Freitreppenbereich endet", so die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in einer Pressemitteilung. Das Preisgericht empfehle einstimmig, diesen Entwurf zu realisieren, heißt es weiter.

Die Stadt Berlin habe richtig gehandelt, hier nach dem Fall der Mauer nicht überstürzt Planungen umzusetzen, sagte Ephraim Grothe, der Baustadtrat des Bezirks Mitte. "So entsteht nunmehr die Chance, in Reflexion der aktuellen Planungen für den Alexanderplatz und den Molkenmarkt sowie dem neuen Humboldt-Forum unter dem Vorzeichen von Klimaanpassung und Mobilitätswende mit dem 1. Preis die vorhandenen Freiraumstrukturen qualitätsvoll weiter zu entwickeln."

Betroffen von den Umbauplänen sind das Rathausforum und das Marx-Engels-Forum. Darunter sind auch das Umfeld des Fernsehturms, die Grünflächen am Roten Rathaus, das Marienkirch-Umfeld und der Platz direkt vor dem Roten Rathaus bis hin zum Neptunbrunnen. Auch zahlreiche Denkmale, wie der Neptunbrunnen und das Marx-Engels-Denkmal sowie Bau- und Bodendenkmale befinden sich im Wettbewerbsgebiet. Derzeit befindet sich hier vor allem eine Brache, die von einer breiten Straße zerschnitten wird.

Vision für 2040 inklusive

Insgesamt wurden für den Wettbewerb 53 Arbeiten eingereicht, von denen 21 in einer zweiten Wettbewerbsphase weiterentwickelt wurden. Letztere hatten sich mit einer Vision des Ortes für das Jahr 2040 und unter Einbeziehung der Bürgerschaft weiterqualifiziert, so die Senatsverwaltung.

Sendung: Kulturradio, 24.08.2021, 06:20 Uhr

19 Kommentare

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  1. 19.

    Wer sich die bisherige Gestaltung aus der Vogelperspektive angeschaut hat, weiß, woher die Wind weht: Ein reines Planwerk, jenseits der Perspektive von zu Fuß Gehenden. Da waren sich "Ost" und "West" in sehr Vielem gleich, bis hin zum Identischen. Hier: Eine technisch wirkende Anlage, so, als wäre eine Weltraumstation in den Berliner Stadtraum hineinprojiziert worden.

    Zu Fuß Gehende haben von derlei Hochfliegendem indes nichts mitbekommen, nur eine weitgehend öde und kaum Urbanität verkörpernde Stadtlandschaft.

    Der künftige Platz vor dem Rathaus ist überfällig, die Rückführung der Spandauer Straße auch. Künftig wird sie damit nur den zu Fuß Gehenden, der Straßenbahn hin zur Grunerstraße, in Folge Leipziger Straße und dem Radverkehr zur Verfügung stehen.

  2. 18.

    "Sonst ist es ja ziemlich latte."
    Danke, an ein kleines Kaffeehäuschen hatte ich gar nicht gedacht - ohne "To-Go" natürlich. So'n Cappu oder ein Latte, zu moderaten Preisen natürlich, auf einer Bank im Park genießen und mitten in der Stadt entspannt die Seele baumeln lassen ... hat was echt entspannendes.

  3. 17.

    Runtergekommene, vermuelte Parks, um die sich die Stadt nicht kümmern kann haben wir doch schon zur genuege. Wenn kein Buerger zur Gießkanne greift gehen selbst die neugepflanzten Baeume ein, Baenke werden zwar gezetzt aber selten auch gepflegt, sowie gestrichen. Aber das ist vermutlich alles anders direkt im Blickwinkel des Rathauses umd somit auch xer Welt. Sonst ist es ja ziemlich latte.

  4. 16.

    Aber der Rasen und die Bäume sehen auf dem Bild immerhin grün aus ,
    und ein Eis Verkauf kann ich mir schon vorstellen.

  5. 15.

    Waere schoen, kommt aber eine schon eine kommische Wippe hin, die passst wahrscheinlich besser zur historischen Fassade. Die haette man sich dann eigentlich sparen koennen oder den Ostpalast stehen lassen. Ist halt berlin, vor aufbauen und mit dem Hintern umschmeissen.

  6. 14.

    Also ich finde Entwurf schon spannend. Warum die Spandauer Str. nur autofrei werden soll, erschließt sich mir aber nicht. Die Fläche konnte doch entsiegelt und auch begrünt werden. Im Bereich verstreut Minigolf, Boule, Plätze für ein Schachspiel, Bänke zum Chillen und ähnlich. Da wären einige niedrigschwellige Angebote machbar. Softeis statt Suffbude, 'n Leierkastenmann dreht seine Runde, kleine Spielplätze für die Kurzen. Da geht was. Ja, ich bin manchmal ein Träumerchen - aber lieber so als 'n Trauma vom permanenten Meckern.

  7. 13.

    Ich hatte die Hoffnung, daß da endlich mal Leben in die Bude kommt. So wie geplant sieht es doch schon fast aus. Noch ein paar Büsche in den Beton und viele, viele Parkplätze.

  8. 12.

    Das Bild verstehe ich nicht - ist doch alles wie 1989!
    Fernsehturm, Neptunbrunnen, Grünes. Heißt nur wahrscheinlich nicht mehr Marx-Engels-Forum.

  9. 11.

    Also wirklich neu ist ja da nun gar nichts.Keine Ahnung wer da entschieden hat.Einfallslos,nichts inovatives.Parkanlage ist ja da jetzt schon.Muss nur mal aufgeräumt werden.Wird dann wieder Treffpunkt für Partyfreunde.Den Platz für Demonstrationen vor dem Roten Rathaus nutzen zu können ist ja besonders bescheiden.Man kann ja auch gleich die ganze Anlage zum Aufmarsch Gebiet machen.Hatten wir alles schon.Also wo sind die guten Ideen und wer wählt dann aus?

  10. 10.

    Ja genau der Brunnen muss vor das Schloss, diese Debatte muss unbedingt angestoßen werden.
    Auch sollte die alte Mitte aufgebaut werden !!

  11. 9.

    War da nicht vor wenigen Jahren noch die Rede von der Rekonstruktion des historischen Zentrums? Gab doch extra ne Website für Bürgerbeteiligung.
    So verbrennen wir super Geld.

  12. 7.

    Wieder mal Spielplatz für Egomanen und Exzentriker - Glückwunsch

  13. 6.

    Der Neptunbrunnen muss wieder vor das Schloss, da wo er hingehört. Wenn man sich schon weigert ein Stück Alt-Berlin, auch wenn es nur Leitbauten sind, wieder aufzubauen, muss man wenigstens diesen Schritt endgültig gegen.

  14. 5.

    Hm? Interessanter im Modell sind die weißen Hochhäuser und deren Anordnung hinter dem Fernsehturm. Wo kommt diese (demokratische) Gestaltung her?

  15. 4.

    Albern, dass der RBB-Text behauptet, an der Stelle der geplanten Grünanlage sei eine Brache. Wie jeder weiß, sieht die derzeitige Grünanlage der Planung zum Verwechseln ähnlich, wenn man mal von der Einbeziehung der Spandauer Straße absieht. Ich frage mich schon, was die ganze Partizipation soll, wenn am Ende der Ist-Zustand das Ergebnis ist...

  16. 3.

    Ich sehe da keine Brache. Aktuell ist das, wenn dann mal die Baustellen wieder weg sind, ein schönes Ensemble und man sollte auch das Marx-Engels-Forum wieder in der Form herrichten, wie es vor dem U5-Bau war. Die Notwendigkeit, dort schon wieder übermäßig zu buddeln und zu verändern, ist einfach nicht gegeben. Der Neptunbrunnen ist ein toller Ort, sich zu treffen und zwischen Rotem Rathaus, Marienkirche und Fernsehturm Zeit zu verbringen. Auf der anderen Seite der Straße laden das Marx-Engel-Forum und das Nikolaiviertel ein, wichtige Teile der Geschichte unserer Stadt kennenzulernen, auch wenn Diepken und die ganze CDU/FDP-Bagage das liebend gern tilgen wollten und immernoch wollen.

  17. 2.

    Was ist da jetzt dran entworfen? So sieht es doch jetzt auch aus. Einfachnur öde und schrecklich!

  18. 1.

    Viel grün ist ja nicht schlecht; leider ist das Bild sonst nicht sehr aussagekräftig. Und der Neptunbrunnen gehört vor das Stadtschloss/Humboldt-Forum.

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