Vorentscheidung im Bauausschuss - Potsdam-Babelsberg soll Libeskind-Turm bekommen

Archivbild: Daniel Libeskind bei einem Pressegespräch. (Quelle: imago images/R. Müller)
Video: Brandenburg Aktuell | 01.09.2021 | Charlotte Gerling | Bild: imago images/R. Müller

In Potsdam-Babelsberg soll ein Bau des US-Architekten Daniel Libeskind entstehen. Die Vorentscheidung sei am Dienstagabend im Bauausschuss gefallen, berichtet die "Märkische Allgemeine" [maz-online.de].

Demnach sei die Idee, für das Grundstück an der Ecke Großbeerenstr./August-Bebel-Str. in der Medienstadt einen Architektenwettbewerb durchzuführen, vom Tisch. Stattdessen solle der Libeskind-Entwurf für einen Gewerbecampus mit einem rund 60 Meter hohen Turm weiterverfolgt werden.

Diesen hatte der Stararchitekt (u.a. World Trade Center in New York und Jüdisches Museum in Berlin) dem Medienbericht zufolge vor zwei Wochen dem Bauausschuss bereits persönlich vorgestellt. Hinter dem Vorhaben stecken laut "MAZ" zwei Berliner Projektentwickler, die bereit seien, rund 300 Millionen Euro zu investieren. Allerdings sei unklar, was aus dem Vorentwurf im weiteren Verfahren werde - unter anderem, wie hoch der Turm tatsächlich gebaut werden darf.

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4 Kommentare

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  1. 4.

    Vorherige Architekten mussten an ihrem Ruf nicht feilen. Sie hatten ihn.

    Heute wird viel PR um Architekten gemacht, wobei ich bewusst Abstand nehmen möchte von Architekten, die mit Sternschnuppen verglichen werden o. nach den Sternen greifen.

    Dann lieber solide, bodenständige Architekten, bei denen das lange hält und die gleichauf mit einprägsamer, anschaulicher Ästhetik arbeiten. Wenn eine Wand so schräg gebaut wird, dass alle daran Vorbeigehenden glauben, dass sie alsbald umfällt und es ihnen innerlich darum eng wird, dann ist das eine reine Kopfgeburt.

    Libeskind hängt für mich empfindungsmäßig irgendwo "dazwischen."

    Der vorauseilende Gehorsam gegenüber Gottfried Böhm hat beim Potsdamer Stadttheater u. a. dazu geführt, dass solche "Nichtigkeiten" missachtet wurden dergestalt, dass Türen von Behindertentoiletten breiter zu sein haben, wenn sie von E-Rollstühlen durchfahren werden als von normalen Rollstühlen - herausgekommen erst bei der Bauabnahme.

  2. 3.

    Schinkel war ein Stararchitekt.

  3. 2.

    Ein Turm ist ein Turm ist einTurm.....

    Zu welchem Zweck eigentlich? Aussichtsturm? Werbebannerturm? Bürotürm? Feuerwehrschlauchturm?

    Da wird der Leser leider im Ungewissen gelassen.

  4. 1.

    Stararchitekten bauen gern teuer und nicht umweltschonend.

    Man sollte sich ein Beispiel am Mjøsa Tower in Norwegen nehmen. ein 18-stöckiges Hochhaus aus Holz.

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