Frühere Bus-Instandhaltung - Berliner Uferhallen als Kulturstandort gerettet

Die Uferhallen in der Uferstraße 8 in Berlin Wedding / Gesundbrunnen. Veranstaltungsort, Ateliers und Künstler haben sich hier niedergelassen.(Quelle: Doris Spiekermann-Klaas TSP)
Bild: picture alliance/Tagesspiegel

In den Berliner Uferhallen soll auch in den nächsten Jahren noch Platz für Kultur bleiben. Die Mietverträge von Künstlerinnen und Künstlern sollen zunächst bis Ende 2023 verlängert werden, wie Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Mittwoch mitteilte. Ab 2024 würden die Atelierflächen dann langfristig an sie vermietet. Darauf hätten sich alle Parteien geeinigt.

Bezahlbarkeit über städtebaulichen Vertrag regeln

In der Einigung heißt es, dass die Atelierflächen im Bebauungsplanverfahren bis 31. Dezember 2023 gemeinsam von Künstlerinnen und Künstlern sowie dem Eigentümer festgelegt und geplant werden sollen, um Kunst, Wohnen und Arbeit langfristig zu verzahnen. Ziel sei es, ein lebendiges und offenes Quartier zu schaffen. Die Bezahlbarkeit der Atelierflächen soll über einen städtebaulichen Vertrag gesichert werden, hieß es weiter.

Kultur, Wohnen und Arbeiten

Die Uferhallen in Berlin-Wedding wurden früher von den Verkehrsbetrieben genutzt, um Busse instandzuhalten. Heute befinden sich auf einem Teil des Geländes zum Beispiel Ateliers, Werkstätten und Proberäume. Seit 2017 gehört das Areal der Uferhallen AG.

Das Land Berlin will nun ein bauplanungsrechtliches Sondergebiet ausweisen - es soll "kulturelle Nutzungen mit Ateliers und Ausstellungsflächen, Wohnen und Arbeiten" verbinden. Auf dem Areal, das insgesamt rund 20 000 Quadratmeter groß ist, soll auch gebaut werden. Geplant sind dort nach Angaben der Uferhallen AG Mietwohnungen und Gewerberäume, vor allem Büros.

Sendung: rbb 88.8, 15.09.2021, 15 Uhr

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