Cottbuser Filmfestival - "107 Mothers" als bester Spielfilm ausgezeichnet

Sa 06.11.21 | 22:10 Uhr
Archiv: Das Cottbuser Filmfestival im Gebäude des Staatstheaters. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)
Bild: ZB

Nach einem Jahr physischer Pause sind am Samstag wieder die "Lubinas" bei dem Cottbuser Filmfestival vergeben worden. Mehr als 10.000 Besucher haben in der ersten November-Woche 170 Filme gesehen.

In Cottbus wurden am Samstagabend die "Lubinas" für die besten Werke bei der 31. Auflage des Filmfestivals vergeben. Der Film "107 Mothers" von Regisseur Peter Kerekes hat den Hauptpreis in der Spielfilm-Kategorie gewonnen. Die internationale Fachjury zeigte sich vom stimmigen Streifen überzeugt.

In der Begründung für die Lubina-Vergabe hieß es [filmfestivalcottbus.de], dass der hochemotionale Film, der den Zuschauer in die Welt eines Frauengefängnisses führt, aus dem Reichtum wahrer Begebenheiten schöpft und diese gekonnt in eine fiktive Handlung verwandelt. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten gestiftet.

Jan P. Matuszyński bester Regisseur

Jan P. Matuszyński wurde des Weiteren als bester Regisseur für seine akribische Politanalyse "Leave no Traces" mit dem Spezialpreis ausgezeichnet. Die Jury urteilte: "Dem Regisseur ist es gelungen, einen komplexen Moment der Vergangenheit zu rekonstruieren, der trotz der scheinbar demokratischen Welt von heute noch nachhallt. Auf sehr behutsame Weise schildert er intime Träume auf politischer Ebene." Die 7.500 Euro Preisgeld wurden vom rbb zur Verfügung gestellt.

"Techno, Mama" erhielt Hauptpreis im Kurzfilm-Segment

Levan Tediashvilis erhielt eine Lubina für seine Rolle in "Brighton 4th" als Bester Darsteller. Seine "Darstellung eines Vaters, der sein Leben opfert, um seinen Sohn zu retten, ist fesselnd. Minimalistisches Schauspiel ist mehr als genug, um die inneren Schritte seiner tödlichen Entscheidung zu zeigen", urteilte die Jury. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Im Kurzfilm-Segment setzte sich Saulius Baradinskas mit "Techno, Mama" durch. Die Gesellschaftskritik "Comrade Policeman" von Assel Aushakimova holte hier den Spezialpreis. Die Coming-of-Age Geschichte "Youth Topia“ von Dennis Stormer und Marisa Meier gewann den Jugendfilm-Wettbewerb. Der Publikumspreis wurde an Juho Kuosmanen für "Abteil Nr. 6" vergeben.

Mehr als 10.000 Besucher

Insgesamt gingen in Cottbus im Rahmen des Festivals 170 Streifen an den Start. Mehr als 10.000 Besucher waren bei der 31. Auflage mit dabei. Die Besucherresonanz beweise, dass das Cottbuser Filmfestival auch unter Corona-Bedingungen ein etablierter kultureller Leuchtturm in der Lausitz ist, hieß es von Veranstalterseite dazu.

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