Nach langer Krankheit - Dokumentarfilmerin Helga Reidemeister in Berlin gestorben

Mi 01.12.21 | 21:39 Uhr
Dokumentarfilmerin Helga Reidemeister (Quelle: dpa/Filmakademie Baden-Württemberg)
Bild: dpa/Filmakademie Baden-Württemberg

Die Dokumentarfilmerin Helga Reidemeister ist tot. Sie starb nach langer Krankheit am Montag im Alter von 81 Jahren in Berlin, wie die Deutsche Kinemathek am Mittwoch unter Berufung auf nahe Familienangehörige mitteilte. Die Deutsche Kinemathek verfügt in ihrem Filmarchiv über das Gesamtwerk Reidemeisters.

Die in Halle geborene Filmemacherin kam nach dem Abitur in Köln zum Studium zunächst an der Hochschule für Bildende Künste und dann an der Deutschen Film- und Fernsehakademie nach Berlin. In der Hauptstadt lebte sie bis zu ihrem Tod, unter anderem auch in einer Wohngemeinschaft mit Studentenführer Rudi Dutschke, über den sie einen ihrer Filme drehte.

Letzten Filme während des Afghanistan-Kriegs gedreht

Auch andere Arbeiten sind Zeichen ihres sozialpolitischen Engagements. Sie dokumentierte das Leben von Frauen im Gefängnis, filmte Realitäten im geteilten Berlin und nach dem Fall der Mauer und berichtete über den Abzug der sowjetischen Armee. Die letzten Filme drehte Reidemeister während des Kriegs in Afghanistan.

Für ihre Arbeiten erhielt sie unter anderem den Adolf-Grimme-Preis, den Bundesfilmpreis und den Friedensfilmpreis der Berlinale. Reidemeister war Mitglied der Berliner Akademie der Künste und Dozentin an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Nächster Artikel