Verleihung in Berlin - "Quo vadis, Aida?" als bester europäischer Film ausgezeichnet

Sa 11.12.21 | 22:00 Uhr
Öffentliche Filmvorführung in Srebrenica "Quo Vadis, Aida?" von Jasmila Zbanic über das Massaker von Srebrenica foto: AP/Kemal Softic
Bild: AP/Kemal Softic

Das Drama "Quo Vadis, Aida?" ist in Berlin als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnet worden. Regisseurin Jasmila Zbanic erzählt darin vom Massaker in Srebrenica. Die Europäische Filmakademie gab die Entscheidung am Samstagabend in Berlin bekannt. Der Film erhielt auch die Auszeichnungen für die beste Regie und die beste Darstellerin.

Der Film erzählt von einer Frau, die als Übersetzerin in der UN-Schutzzone Srebrenica im Bosnienkrieg arbeitet. Sie kämpft darum, ihren Mann und ihre Söhne zu retten. Serbische Einheiten hatten 1995 die UN-Schutzzone überrannt und anschließend mehr als 8.000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen ermordet.

Bester Darsteller: Anthony Hopkins

Nominiert war auch der deutsche Schauspieler Franz Rogowski ("Große Freiheit"), er ging allerdings leer aus. Stattdessen wurde Anthony Hopkins für seine Rolle im Demenzdrama "The Father" als bester Darsteller ausgezeichnet.

Als bester Dokumentarfilm war "Herr Bachmann und seine Klasse" von der deutschen Regisseurin Maria Speth im Rennen, ausgezeichnet wurde aber der Animationsfilm "Flee".

Live-Schalte statt Gala

Der Europäische Filmpreis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen der Branche. Die mehr als 4.000 Akademiemitglieder stimmten über viele Preisträgerinnen und Preisträger ab, ähnlich wie bei den Oscars in den USA. Die Auszeichnungen werden dann in der Regel abwechselnd in Berlin und einer anderen europäischen Stadt verliehen.

Wegen der Corona-Pandemie fiel eine große Gala erneut aus. Stattdessen gab es eine Liveschalte mit wenigen Gästen.

Sendung: Inforadio, 11.12.2021, 22:00 Uhr

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