rbb-Sommer-Projekt "Berlin Sounds" - "Es ist ein bisschen so wie bei einer guten Party"

Fr. 06.06.25 | 19:12 Uhr
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Collage (v.l.n.r.):Fans im Astra Kultturhaus am 06.12.2019.,Eine DJane legt im Club Re:mise auf. Kazuki Yamada dirigiert am 06.09.2024.(Quelle:picture alliance:/POP-EYE/B.Kriemann,dpa/F.Sommer,dpa/DSO Berlin)
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Video: rbb24 Abendschau | 06.06.2025 | Steffen Prell | Bild: picture alliance:/POP-EYE/B.Kriemann,dpa/F.Sommer,dpa/DSO Berlin

Von Techno bis Klassik, von HipHop bis Punk: Die Berliner Musikszene lebt von ihrer starken Vielfalt. Sieben Wochen lang versucht der rbb nun, die Bandbreite mit dem Projekt "Berlin Sounds" einzufangen, erzählt Johannes Unger.

rbb|24: Die Berliner Musikszene ist seit etlichen Jahrzehnten extrem vielfältig, kreativ und innovativ – und das Projekt "Berlin Sounds" des rbb will das abbilden. Was steckt genau dahinter?

Johannes Unger: Eigentlich ist es in vielerlei Hinsicht ein großes Crossover-Projekt. Crossover deswegen, weil wir im rbb alle zusammenarbeiten – das rbb-Fernsehen, alle Radiowellen, Online, die Audiothek sowie die Mediathek. Wir haben uns die Musikstadt Berlin zum Thema gesetzt und es war ein bisschen wie bei einer guten Party – wir haben alle Redaktionen gefragt, ob sie Lust haben, mitzumachen und alle sind direkt mit ihren Ideen, Programmen und Projekten gekommen. Dadurch ist jetzt ein großer Reigen von ganz unterschiedlichen Sendungen und Formaten entstanden, die wir sieben Wochen in die Programme streuen wollen - im Fernsehen, in die Audiothek und Mediathek.

Collage: Rapperin Nura, Peter Fox, Nina Hagen, Blixa Bargeld in schwarz-weiß, bunte Pinselstriche, Fernsehturm; (Quelle: rbb/IMAGO/Eibner/IMAGO/Future Image/Rita Maier/Schwules Museum/IMAGO/BRIGANI-ART)
rbb/IMAGO/Eibner/IMAGO/Future Image/Rita Maier/Schwules Museum/IMAGO/BRIGANI-AR

"Berlin Sounds" vom rbb

Vom 06. Juni bis zum 25. Juli

  • im rbb-Fernsehen
  • im rbb-Hörfunk (radioeins, radio3, rbb24 Inforadio, 88.8)
  • online auf berlin-sounds.de
  • und in ganz Berlin

Zum anderen ist es ein Crossover, weil wir alle Musikrichtungen spiegeln, die es in Berlin so gibt. Von Klassik, wo wir mit den Berliner Philharmonikern und etlichen anderen Klangkörpern und Institutionen zusammenarbeiten, bis hin zu Techno. Wir wollen auch an unterschiedliche Orte gehen, in Konzertsäle, aber auch auf die Straße zu den Straßenmusikern.

Es gibt zum Beispiel im rbb-Fernsehen im Vorabendmagazin "Der Tag" eine Reihe über Straßenmusikerinnen und -musiker in Berlin. Also es wird ein ganz bunter Strauß und das macht unheimlich Spaß, das gemeinsam vorzubereiten.

Nicht zuletzt passt Crossover auch deshalb, weil wir mit vielen musikalischen Institutionen in der Stadt Berlin zusammenarbeiten. Von den Philharmonikern bis hin zur Berlin Music Commission haben wir viele Fäden gespannt. Dabei ist so viel Gemeinsames entstanden, nicht nur Programm, sondern auch zahlreiche Events.

Zur Person

Johannes Unger ist der Doku-Chef des rbb und hat das Projekt "Berlin Sounds" mitentwickelt.

Welche Höhepunkte können die Leute denn in den nächsten Wochen erwarten?

Ich nenne mal ein paar Dinge, alles aufzuzählen, wäre zu viel. Man findet das alles auch auf der Website berlin-sounds.de, da kann man nachschauen, was alles geboten wird.

Beispielsweise startet in der nächsten Woche im rbb-Fernsehen eine neue Doku-Reihe, die heißt "Berlin Sounds". Da geht es um die Musikgeschichte von Berlin, von den Sechzigern bis heute. Irgendwie kann sich ja jede und jeder an seine Phasen und Zeiten erinnern, die er oder sie in Berlin mit Musik erlebt hat. Es gibt außerdem einen ganz tollen Video-Podcast von unserer Rock- und Pop-Expertin Anja Caspary, die mit vielen Größen der Berliner Musikgeschichte gesprochen hat - von Annette Humpe bis Ikkimel, von Lüül bis Blixa Bargeld.

Wir starten am Freitagabend im rbb-Fernsehen mit der "Blockparty" eine Reihe von und mit dem Berliner Musiker Peter Fox, der ja im vergangenen Jahr einige Konzerte gegeben hat in Berliner Kiezen. Im Hörfunk gibt es wiederum mehrere "Radiodays" mit musikalischen Ganztagesprogramm - bei radioeins, bei radio3 und im rbb24 Inforadio. Dort geht es zum Beispiel um die Frage: Wie klingen Berlin und Brandenburg? Die junge Radiowelle Fritz ist natürlich auch dabei mit einer Fritz-Session zu jungen Nachwuchsbands, und auch das vielsprachige Kulturprogramm Cosmo sendet "Berlin Sounds".

Kann man denn auch selbst mitmachen?

Ja! Denn das Ganze endet dann mit einer großen Mitmach- und Mitsing-Aktion, einem "Sing Dela Sing" bei unserer Radiowelle rbb 88.8 im historischen Haus des Rundfunks. Das ist aber nur so ein kleiner Ausschnitt aus dem, was in den sieben Wochen stattfinden wird.

Sendung: rbb24 Abendschau, 06.06.2025, 19:30 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Gibt's dann auch die Band: 'Berliner Außenbezirke' mit dem Song "Rasenmäher - Blues" ?
    Oder die Gruppe ' Tinnitus ' aus dem Berliner Umland mit "Schienenverkehr" ?

  2. 1.

    Hm, so, so, die Veranstaltungs- und Hörreihe heißt also „Berlin Sounds“, ich freue mich darauf. Besonders, weil mich der Titel an meine Lieblings-Dise erinnert, die mich bis zum heutigen Tag geprägt hat, das „Sound Berlin“. Da hörte ich regelmäßig alles, von Techno (hieß natürlich nicht so) bis (zugegebenermaßen) viel Hardrock, vereinzelt sogar den aufkommenden HipHop und Klassik. Es gab irgendwas um die 8.000 Tonträger und Multimedia, inklusive Mitschnittstation für Gäste. Vor 50 Jahren war mir dieser Ort eine Offenbarung.

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