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Video: rbb|24 | 23.06.2018 | Bild: rbb/Wolfgang Weber/Filmkontor Ca

Video | Vor 50 Jahren - DDR-Führung lässt Potsdamer Garnisonkirche sprengen

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2 Kommentare

  1. 2.

    Umstritten im Sinne von streitbefangen ist alles, was entschieden wird und einigermaßen von Bedeutung ist. Das spricht weder für noch gegen etwas, ansonsten würden Vorhaben einfach handstreichartig verordnet und es gäbe eine willige Gefolgschaft.

    Hier, bei diesem Bauwerk, das wie fast kein anderes die deutsche Geschichte in nahezu allen Facetten widerspiegelt, nimmt die Umstrittenheit kein Wunder. Es gibt zwei Arten, damit umzugehen: Aus den Augen, aus dem Sinn, weil sich all zu düstere Farben da hineinmischten oder in die Augen, in den Sinn, es unter neuen Vorzeichen aufbauen. Das geschieht, seit Max Klaar, der alte Revanchist, nicht mehr das Zepter und die Tonangabe führt, mIttlerweile, seitdem zwei junge Pfarrer ein Versöhnungskonzept ausgearbeitet haben, was Grundlage des Einstiegs der (ev.) Kirche ist.

    Einer von ihnen, Gregor Hohberg, widmet sich heutzutage dem House of One, der Begegnungsstätte von Juden, Christen und Muslimen am Petriplatz in Bln.

  2. 1.

    Streit, Dialog und Diskussion ist ja geradezu das Lebenselexier der Demokratie, kein größeres Vorhaben ohne Streit darum und sei es an vielen Stellen allein wegen der Kosten. Hier also im Wesentlichen um die politische Einordnung des Bauwerks. Der Streit könnte sehr produktiv sein, doch das ist nicht gewollt. Weder von der DDR, bei der die "jahrlange Diskussion darum" ausschließlich hinter geschlossenen Türen und sprunghaft nach der jeweiligen Ulbricht´schen Doktrin geführt wurde, noch heute, wo immer noch Vorgefasstheiten existieren.

    Im Grunde genommen geht es um ein offenes Geschichtsbild, was alle Facette von Geschichte einzubeziehen versucht und um ein holzschnittartiges Geschichtsbild andererseits, was "DIE" Geschichte auf wenige Linien zu reduzieren versucht. Im Sinne des Zweitgenannten bietet sich die Garnisonkirche als Feindbild an, im Sinne des Erstgenannten als ein Lernort.

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