Besucher in der St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin. Die Bischofskirche des Erzbistums Berlin wird umgebaut - auch die Bodenöffnung wird dann geschlossen. (Quelle: rbb)
Video: rbb|24 | 04.07.2018 | Mara Nolte | Bild: rbb

Video | Umbau in Berlin-Mitte - St. Hedwigs-Kathedrale schließt ihr "Loch"

Mehr zum Thema lesen Sie hier.  

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

3 Kommentare

  1. 3.

    @ Lothar,

    wenn Sie davon schreiben, dass es früher anders war, dann muss sich ja etwas verändert haben. In der Tat ist diese Veränderung - ggf. bis auf bayerische Dörfer - schon abzulesen.

    Weil die Trennung bei Schaffung des Lochs offenbar niemanden auffiel, weil alle das als "gewohnt" und "normal" empfanden, und das jetzt anders ist, ist die Schließung des Lochs und die auch räumliche Verbindung zur Gemeinde schon folgerichtig.

    Zum Denkmalschutz, den ich ansonsten sehr befürworte: Alles, was sich Menschen jemals haben einfallen lassen und was markant ist, ist gewiss ein Ausdruck der jew. Zeit. Doch nicht alles ist deshalb denkmalwürdig. Die Hochstraßen und geschaffenen Fußgängertunnel unter Kreuzungen, um dem Autoverkehr den Weg zu ebnen, würde ich ebensowenig zum Erhaltenswerten zählen, wie das letztlich trennende Loch in der Hedwigskathedrale.

  2. 2.

    Ob kl. Kapelle oder gr. Kirche. Die Katholische Kirche hat sich immer schon gerne von seinen Schäfchen abgetrennt durch Gitter in vielen Gotteshäusern. Arm und Reich getrennt. Die Oberen saßen direkt am Altar und das gemeine Volk saß weiter hinten. Früher hat sogar der Prister mit dem Rücken zu den Gläubigen die Messe abgehalten. So wenig Respekt hat die kath. Kirche zu ihren Gläubigen. Im übrigen bin ich gegen eine Schließung des Lochs, doch scheint man sich wohl einig zu sein.

  3. 1.

    Gewiss lebt ein Bau immer auch durch seine Ergänzungen, die vorgenommen werden. Fachleute - von denen ich keiner bin - bezeichnen das ja als "Zeitschichten". Dennoch gibt es beim Zeigen solcher Zeitschichten auch gewisse "innere Grenzen". Die 1950er - 1970er-Jahre Absperrgitter oder auch Fußgänger- Zurückhaltegitter, dass die folglich nur an den wenigen Stellen über die Fahrbahn kommen, an denen das für den Autoverkehr nicht stört, sie sind gewiss Teil einer solchen "Zeitschicht", als bewahrenswert würde ich sie dennoch nicht begreifen. Dafür hat sich das Verständnis in Richtung auf eine Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer doch gewandelt. Ebenso sieht es mit den 1970er Jahre-Straßenmonstren aus, die die Welt links und rechts davon nahezu hermetisch trennen.

    Nun also diese Kirche: Das Loch empfinde ich als "verkopft". Es soll Einblick gewähren und verhindert doch letztlich den Kontakt zwischen Menschen, weil sie durch Gitter voneinander getrennt sind.

Mehr Videos