Historische Aufnahme der Altstadt von Potsdam (Quelle: rbb)
Video: Brandenburg Aktuell | 11.04.2019 | Julia Baumgärtel | Bild: rbb

Video | Ausstellung über historischen Stadtkern - Als Potsdam vor der DDR-Abrissbirne gerettet wurde

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Antwort auf [Daniel] vom 12.04.2019 um 22:18
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3 Kommentare

  1. 3.

    Es geht ja nicht darum, das eine gegen das andere auszuspielen, wie das oft genug gemacht wird. Vielmehr darum, dass jedes seinen spezifischen Platz hat. In der Altstadt selbstverständlich keine Plattenbauten oder Hochhäuser, jedenfalls bei den Städten, die um ihre Geschichte wissen und etwas auf sich halten.

    Plattenbauten neben der Karlsbrücke in Prag, angrenzend an den Markusturm in Venedig oder zentral am Rossio, dem zum Tejo zugewandten Platz in Lissabon, würden diese Absurdität verdeutlichen. So sind derlei Plätze immer von Bau-Kompositionen geprägt gewesen, während nüchternere Bauten an anderen Orten der Stadt stehen.

    Auch die DDR hat dies so gesehen, siehe Hinweis auf den Denkmalschutz. Ihre Antwort war freiich der Abriss der Originalsubstanz und der kleinteilige Ersatz mit industriellen Typenbauten. Siehe westlichste Gutenbergstr.

  2. 2.

    Ich verstehe die Nostalgie was Altbauten anbetrifft. Aber man muss auch sehen, dass in den Plattenbauten viel mehr Menschen eine Wohnung finden. Jetzt haben wir auch in Potsdam Wohnungsmangel und es werden vor allem nur Eigentumswohnungen gebaut.

  3. 1.

    Während es in Leipzig darum ging, dass der Stadt vom Süden her nicht weiter im wahrsten Wortsinne der Boden entzogen wurde, lag der Schwerpunkt der Bürgerbewegung in Potsdam auf dem Erhalt des historischen Stadtkerns und der Bewahrung einmaliger Bauten, bspw. des Belvedere auf dem Pfingstberg.

    Es ist schon kurios: Die Gesellschaftsordnung, die sich erklärtermaßen als das Neue Deutschland bezeichnete, ließ im Endeffekt mehr historische Bauten stehen - wenngleich auch leidlich und wider Willen - als der andere Teil, dessen Ausrichtung auf die Moderne infolge Kapitalkraft mehr Verheerungen nach sich zog.

    Das weitere Anknabbern der Zweiten Barocken Stadterweiterung vom Norden her konnte verhindert werden. Sonst hätte alles so ausgesehen wie im westlichsten Teil der Gutenbergstraße.

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