Berlins Vize-Regierungschefin Ramona Pop (Grüne, l-w), Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek, und die Grünen-Abgeordnete Silke Gebel (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Audio: RadioBerlin | 07.12.2017 | Antje Kapek (Mitte) | Bild: dpa/Britta Pedersen

Wegzug vom Potsdamer Platz - Politikerin schlägt Berlinale-Umzug nach Tempelhof vor

Überraschende Idee für die Filmfestspiele: Die Berlinale könnte künftig in den Flughafen Tempelhof ziehen. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek, jedenfalls spricht sich dafür aus, dass das Filmfestival mit seinem zentralen Standort vom Potsdamer Platz in das alte Flughafengebäude zieht.

Das könnte ein schöner Impuls sein, "die Berlinale auch wieder ein bisschen mehr edgy werden zu lassen", sagte sie wörtlich dem rbb. Der Ort biete deutlich mehr Platz, mehr Atmosphäre und Kulisse als es der Potsdamer Platz derzeit habe, so Kapek weiter.

Sie fände einen roten Teppich vom Platz der Luftbrücke in die ehemalige Abfertigungshalle eine "wirklich schöne Idee".

Veränderungsdruck von allen Seiten

Die Grünen-Politikerin schlägt mit dem Veränderungswunsch in die Kerbe von vielen Filmschaffenden, die die Berlinale auch inhaltlich verändern wollen. So hatten Ende November insgesamt 79 deutsche Filmemacher eine Neuausrichtung des Festivals verlangt. Es gelte, "das Festival programmatisch zu erneuern und zu entschlacken", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Regisseurinnen und Regisseure. Zu den Unterzeichnern gehören Fatih Akin, Dominik Graf, Maren Ade, Volker Schlöndorff, Andreas Dresen, Caroline Link, Simon Verhoeven und Rosa von Praunheim.

Auch eine Debatte um den Standort Potsdamr Platz hat es immer wieder gegeben. Das Gelände galt vielen als zu zugig und zu wenig belebt.

Sendung: radioBerlin 88,8, 7.12.2017, 13.30 Uhr  

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen.

3 Kommentare

  1. 3.

    Ja und als nächstes den Fernsehturm vom reudigen Alex abbauen und auf dem Parkplatz am Zoo hochknallen. Das Brandenburger Tor verschieben wir hinter die Siegessäule zum Charlottenburger Tor. Dann wird alles schick! Und an die freigewordenen Stellen bauen wir Tempohomes. Reicht ja für die ....

  2. 2.

    Endlich Mal ein guter Ansatz bei Grün. Diese Veranstaltung passt gut dahin. Die Nähe zu Kreuzberg lässt viel Potential frei und Berlin kann Abstand dazu gewinnen.

  3. 1.

    Tja liebe Grünen,warum denn nicht nach Babelsberg ?

Das könnte Sie auch interessieren

Jürgen Jürgens (Quelle: rbb)
rbb

Im Alter von 65 Jahren - Radiolegende Jürgen Jürgens ist tot

"Hey Music" war jahrzehntelang seine Sendung - damit verbanden die Hörer den Namen Jürgen Jürgens. Auch als Musikchef von radioBerlin 88,8 blieb Jürgens seiner Sendung treu. Am Pfingstmontag ist die Radiolegende mit 65 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Ein Nachruf von Heiner Knapp