Diane Kruger auf dem roten Teppich bei 69. Berlinale (Quelle: imago/snapshot-photography/F. Boillot)
Audio: Inforadio | 11.02.2019 | Alexander Soyez | Bild: imago/snapshot-photography/F. Boillot

Hollywoodstar Diane Kruger auf der Berlinale - "Im wirklichen Leben komme ich aus meiner Haut nicht raus"

Diane Kruger als Mossad-Agentin: "The Operative" feiert auf der Berlinale seine Weltpremiere, und Kruger sorgt für entsprechenden Glamour. Vom Model zum Filmstar - Alexander Soyez hat mit der aus Deutschland stammenden Schauspielerin gesprochen.

"Ich mag das Milieu, das Genre", sagt Diane Kruger über ihren neuen Film "The Operative". Und natürlich habe es ihr gefallen, in diesem von Männern beherrschten Genre nun als Frau die Hauptrolle spielen zu können.

Zwar läuft der Kruger-Film auf der Berlinale außer Konkurrenz, doch die Deutsch-Amerikanerin weiß auch ohne Aussicht auf einen Bären voll und ganz zu überzeugen: als in sich zerrissene Undercover-Agentin, die von den Israelis in den Iran eingeschleust wird, um dort gegen das iranische Atomprogramm zu arbeiten.

Langer, steiniger Weg nach Hollywood

Keine Frage: Auf der 69. Berlinale ist Kruger, der Hollywoodstar aus dem niedersächsischen Algermissen, eine der wohl glanzvollsten Erscheinungen, und dass sie den langen, steinigen Weg in die kalifornische Traumfabrik als Model begonnen hat, ist auf dem roten Teppich in Berlin bei jedem Schritt zu spüren.

Die innere Zerissenheit der Film-Agentin Rachel kann Kruger nachvollziehen, schließlich ist ihre eigene Identität durch ganz unterschiedliche Kulturen und Länder geprägt: "Ich bin so ein Drifter, ich komme zwar aus Deutschland, bin aber seit 25 Jahren weg, ich lebe in Frankreich, bin aber keine Französin und auch nicht Amerikanerin", sagt die Hollywood-Aktrice, die mit "Troja" (2004) den internationalen Durchbruch schaffte.

Neue Horizonte durch die Schauspielerei

Ihr Beruf habe ihr neue Perspektiven eröffnet: "Ich komme im wirklichen Leben nicht so aus meiner Haut raus, und ich glaube, das Schauspielern ist meine Art, mir Horizonte zu eröffnen, auf Menschen zuzugehen und Menschen zuzuhören und wirklich etwas zu erleben." Wäre sie nicht Schauspielerin geworden, würde sie wohl zuhause sitzen, Bücher lesen und in einer Fantasiewelt leben. "So muss ich raus und was machen, andere Kulturen erleben und Leute sehen, und das bereichert mich unheimlich."

Vom Model zum Superstar

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.02.2019, 14:00 Uhr

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