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Dank für "kontinuerliche Unterstützung" - Kosslick erhält Ehrenpreis der Ökumenischen Jury

Der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick (70) ist am Sonntag in Berlin für seine Verdienste mit dem Ehrenpreis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet worden. Der Preis wurde Kosslick beim traditionellen Ökumenischen Empfang der Kirchen anlässlich der
Filmfestspiele von der Internationalen Kirchlichen Filmorganisation "Interfilm" und der Internationalen Katholischen Vereinigung für Kommunikation "Signis" überreicht. Kosslick leitet das Festival in diesem Jahr zum letzten Mal. Er stand seit 2001 an der Spitze der Berlinale. Die Filmfestspiele laufen noch bis zum 17. Februar.

Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, rief beim Ökumenischen Empfang die Filmbranche zu mehr Solidarität auf. "Das deutsche Kino befindet sich in einer Krise, nicht nur wirtschaftlich oder technologisch", sagte Claussen. Als Teil des deutschen Kulturlebens müsse es sich auch inhaltlich und politisch in einem raueren Klima behaupten. "Es gibt gezielte Angriffe von Rechtsextremen gegen Kulturschaffende", betonte der EKD-Kulturbeauftragte laut Pressemitteilung. Da brauche es "mehr Solidarität untereinander, ein Einstehen füreinander".

Die Präsidentin von "Interfilm", Julia Helmke, dankte in ihrer Laudatio Kosslick für seine kontinuierliche Unterstützung der Ökumenischen Jury bei den Filmfestspielen.

Beim Empfang wurde auch die diesjährige Ökumenische Jury vorgestellt. Jurypräsidentin ist die deutsche Medienwissenschaftlerin Anna Grebe. Außerdem gehören ihr an: Pamela Aleman, Pressesprecherin der Diözese Hamilton in Kanada, Micah Bucey, Pfarrer aus den USA, die Literaturprofessorin Dominic Dipio aus Uganda, die kanadische Autorin
und Übersetzerin Kristine Greenaway sowie Margrit Frölich, Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main.

Sendung: Inforadio, 10.02.2019

 

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1 Kommentar

  1. 1.

    Mehr SOLIDARITÄT von den Amtskirchen wäre ein mögliches Wunder ;) Statt staatliche Steuergelder einzusacken und immer mehr Reichtümer anzuhäufen. "Seit einem Jahrhundert sollen die Staatsleistungen beendet werden, zuletzt waren es mehr als 500 Millionen Euro. Passiert ist bislang nichts. Nun dringen die Oppositionsfraktionen im Bundestag auf eine Beendigung der Zahlungen. Vielleicht wird der Verfassungsauftrag ja im Jahr 101 umgesetzt. Einige Fraktionen wollen es versuchen – nachdem 100 Jahre lang gezahlt wurde. So lange schon lassen deutsche Länder aus Steuermitteln den beiden großen Kirchen Staatsleistungen zukommen, deren Höhe sich derzeit auf insgesamt mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr beläuft. Obwohl die Weimarer Reichsverfassung, deren 100. Jubiläum derzeit begangen wird, und genauso das Grundgesetz den Abschied von dieser Praxis vorsehen. ..."
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article188436565/Staatsleistungen-500-Millionen-fuer-die-Kirchen-vom-Steuerzahler.html

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