Audio: Radioeins | 16.02.2019 | Julia Vismann

Verleihung am Sonntag - Panorama-Publikumspreise für Filme aus Japan und Sudan

Der japanische Spielfilm "37 Seconds" sowie der sudanesische Dokumentarfilm "Talking About Trees" erhalten den Panorama-Publikums-Preis. Selbstbestimmung ist bei beiden Produktionen ein zentrales Thema.

29.000 Berlinale-Besucher haben entschieden: Der Film "37 Seconds" erhält den Panorama-Publikumspreis der diesjährigen Berlinale. Der erste Lang-Spielfilm der japanischen Regisseurin Hikari handelt von einer jungen talentierten Manga-Zeichnerin, die wegen einer Zerebralparese im Rollstuhl sitzt und für ein selbstbestimmtes Leben kämpft, weg von der überbehütenden Mutter. Dabei stolpert sie über Manga-Pornos. Die Regisseurin hat mit ihren Kurzfilmen auf Festivals zahlreiche Preise gewonnen.

Auf Platz zwei und drei wurden die Filme "Savovi" aus Serbien und "Buoyancy" aus Australien gewählt.

Dokumentarfilm über Kinosituation im Sudan

In der Sparte Dokumentarfilm siegte der sudanesische Film "Talking About Trees". Darin stellt Suhaib Gasmelbari vier ältere Regisseure vor, die versuchen, ein geschlossenes altes Kino wieder zu eröffnen. Nachdem dort 1989 alle Kinos geschlossen werden mussten, wollen sie auf diese Weise die Filmkultur im Sudan beleben. Der Film wirft auch ein Licht auf die momentane Situation in dem krisengeschüttelten Land.

Suhaib Gasmelbari wurde 1979 im Sudan geboren und hat als Regisseur und Drehbuchautor  mehrere fiktionale und dokumentarische Kurzfilme realisiert. "Talking About Trees" ist sein Langfilmdebüt.

Platz zwei belegt "Midnight Traveler" aus den USA vor  "Shooting the Mafia" aus Irland auf Platz drei.

Die Preisverleihung findet am Publikumstag der Berlinale, am Sonntag, den 17.2., um 17 Uhr im CinemaxX am Potsdamer Platz statt. Es moderiert radioeins-Filmexperte Knut Elstermann.

Die Preise übergeben Martina Zöllner und Robert Skuppin. Vergeben wird der Panorama Publikums-Preis vom rbb Fernsehen und radioeins in Zusammenarbeit mit der Panorama Sektion der Berlinale.

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 1.

    "...an den Rollstuhl GEFESSELT".
    Es dürfte sich unter Journalisten eigentlich rumgesprochen haben,dass man solch diskriminierende Formulierungen nicht mehr nutzt.

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