Hillary Clinton am 24.02.2020 auf der Berlinale. (Quelle: rbb|24/Marcus Heep)
Video: rbb|24 | 25.02.2020 | Material: Berlinale | Bild: rbb|24/Marcus Heep

Berlinale | US-Wahlkampf - Hillary Clinton nutzt Berlinale-Auftritt für Kritik an Trump

Die Berlinale war schon immer ein sehr politisches Filmfestival - am Dienstag nun ist sie zu einem Schauplatz im US-Wahlkampf geworden: Hillary Clinton, die in Berlin mit ihrer Doku "Hillary" vertreten ist, nutzte die Gelegenheit für einen Frontalangriff auf Donald Trump.

Hillary Clinton stellte am Montagabend auf der Berlinale ihre vierteilige, dokumentarische Biographie "Hillary" vor - am Dienstag hatte die frühere US-Außenministerin und Gattin von Ex-Präsident Bill Clinton einen weiteren großen Auftritt und nutzte ihn für einen Frontalangriff auf US-Präsident Donald Trump, dem sie vor vier Jahren im US-Wahlkampf unterlegen war.

"Amtsinhaber in den Ruhestand schicken"

Auf der Berlinale-Pressekonferenz machte Clinton deutlich, was sie vom amtierenden US-Präsidenten hält - nämlich gar nichts. Es sei zwingend, "dass wir den Amtsinhaber in den Ruhestand schicken", betonte die Demokratin mit Blick auf Trump.

Sie werde den Präsidentschaftskandidaten unterstützen, den ihre Partei für die Wahl im November aufstellt, sagte die frühere First Lady auf der Berlinale. "Ich warte und schaue, wen wir nominieren und werde den Nominierten unterstützen", sagte die 72-Jährige. Wen konkret sie gern als nächstes im Weißen Haus sähe, ließ Clinton offen - nur so viel verriet sie: "Nicht den jetzigen Amtsinhaber." Sie wolle abwarten, wie der Auswahlprozess der Demokraten vonstatten gehe.

"Ernste Gefahr für die Demokratie"

In den USA wird am 3. November 2020 gewählt. Zuvor finden noch bis zum Sommer eine Reihe an Vorwahlen statt. Im Anschluss küren Demokraten und Republikaner bei großen Nominierungsparteitagen ihre jeweiligen Kandidaten.

Clinton zeigte sich besorgt über die Politik unter dem jetzigen Präsidenten und die Folgen. Mit seinem Politikstil habe er etwa autoritäre Führungsfiguren ermutigt. "Dem Beispiel folgen einige ziemlich eindeutig. Ich denke, das ist eine sehr ernste Gefahr für die Demokratie", warnte Clinton. Der jetzige Präsident habe ein großes Maß an Bewunderung für autoritäre politische Führer.

Die vierteilige Dokumentation "Hillary" läuft ab dem 8. März auf dem Abo-Sender Sky.

Sendung: Berlinale Studio, 25.02.2020, 22.00 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Die Dame sollte realisieren, dass Trump auch die nächsten Wahlen gewinnt, womit sie sich eine Beschäftigung außerhalb der Politik suchen sollte. Falls sie auf "Beschäftigung" im herkömmlichen Sinne überhaupt angewiesen ist.

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