Filmfestival - Deutsche Filme stark im Berlinale-Wettbewerb vertreten

Audio: rbb 88.8 | 11.02.2021 | Frauke Gust

Nur 15 Filme sind im diesjährigen Rennen um die Bären. Allerdings ist der deutsche Film in diesem Jahrgang stark vertreten: Unter anderem sind das Regie-Debüt des Schauspielers Daniel Brühl und ein Abschlussfilm der Berliner Filmhochschule zu sehen.

15 Filme konkurrieren in diesem Jahr um den Goldenen und die Silbernen Bären der Berlinale. Das hat der künstlerische Leiter des Festivals, Carlo Chatrian, am Donnerstag in einem auf der Webseite der Berlinale gestreamten Video bekanntgegeben.

Unter den eingeladenen Filmen sind vier deutsche Produktionen. Schauspieler Daniel Brühl zeigt sein Regie-Debüt "Nebenan" über eine Kiezkneipe in Prenzlauer Berg. Dominik Graf ist mit der Erich-Kästner-Verfilmung "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" vertreten. Maria Speth zeigt den Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse" und die im vergangenen Jahr für die Netflix-Serie "Unorthodox" mit einem Emmy ausgezeichnete Berlinerin Maria Schrader ist mit "Ich bin dein Mensch" vertreten.

rbb-Koproduktion im Wettbewerb

Unter den weiteren Filmen im Wettbewerb ist die rbb-Koproduktion: "Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?" von Alexandre Koberidze. Die deutsch-georgische Gemeinschaftsproduktion entstand im Rahmen der Filminitiative Leuchtstoff vom rbb und dem Medienboard Berlin-Brandenburg. Die romantische Tragikomödie des gebürtigen Georgiers ist sein Abschlussfilm an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB).

Auch "Natural Light" von Dénes Nagy ist eine deutsche Koproduktion mit Ungarn, Lettland und Frankreich.

Zudem sind weitere internationale Werke im Wettbewerb vertreten, etwa aus dem Iran "Ballad of a White Cow" von Behtash Sanaeeha und Maryam Moghaddam, aus Südkorea "Introduction" des Regisseurs Hong Sangsoo, aus Frankreich "Petite Maman" von Celine Sciamma sowie "Forest - I See You Everywhere" von Bence Fliegauf.

Jury gibt Preisträger im März bekannt

Das Filmfestival in Berlin wird in diesem Jahr wegen der Pandemie geteilt. Vom 1. bis 5. März ist ein digitaler Branchentreff geplant, eine internationale Jury soll dann auch über die Preisträger entscheiden. Der Jury gehören in diesem Jahr sechs frühere Goldene-Bären-Gewinner an, darunter der iranische Regisseur und Vorjahressieger Mohammad Rasoulof ("Es gibt kein Böses").

Der beste Film des Wettbewerbs wird mit dem Goldenen Bären geehrt. Silberne Bären gibt es unter anderem für die beste Regie und das beste Drehbuch. Anders als in den Vorjahren werden hingegen nicht mehr die beste Darstellerin und der beste Darsteller mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet, sondern geschlechtsneutral jeweils die beste schauspielerische Leistung in einer Haupt- und in einer Nebenrolle.

Vom 9. bis zum 20. Juni ist als zweiter Teil ein Sommerspezial für das breite Publikum geplant. Dann ist auch eine feierliche Preisverleihung vorgesehen. Die Berlinale gilt als größtes
Publikumsfilmfestival der Welt.

Sendung: Abendschau, 11.02.2021, 19:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Schön, mal was abseits von den ganzen negativen Meldungen zu lesen. Obwohl man ja allehand Streamingdienste zur Verfügung hat, vermisse ich das Kino doch sehr. Daniel Brühl sehe ich immer gerne. Auf dem Titelbild sieht er etwas so aus, als wenn er in "Matrix 4" mitspielen würde... :) Ich hoffe, dass bei der nächsten Berlinale alles vorbei ist. Also: im guten Sinne.

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