Meinung | Berlinale 2022 - Sagt die Berlinale ab!

Erste Plakate der 72. Internationalen Filmfestspiele hängen am Potsdamer Platz. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa/Jens Kalaene

Die diesjährige Berlinale findet wieder als Präsenz-Filmfestival statt. Am Dienstag hat das Festival sein Programm veröffentlicht. Ein Onlineangebot wird es nicht geben, man verweist auf das Hygienekonzept. Das ist Realitätsverweigerung, findet Anna Wollner.

Die Berlinale ist mit einem blauen Auge davongekommen. 2020 im ersten Jahr der Pandemie. Der erste bestätigte Corona-Fall in der Stadt fiel mit dem Publikumstag zusammen. Das Pandemie-Gefühl war damals noch weit weg. Im vergangenen Jahr hat die Leitung um Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek rechtzeitig für die Branche im Frühjahr auf Online umgestellt und dem Berliner Publikum ein cineastisches Sommermärchen beschert. Im Freiluftkino.

Ein Präsenzfilmfestival ist grob fahrlässig

Aber das besagte blaue Auge – die Berlinale will in diesen Tagen nicht mit einem davonkommen. Das Beharren auf einer Präsenzveranstaltung auf dem Höhepunkt der Welle - mit einer hochansteckenden Variante, auch in Zeiten von Impfungen, Boostern, Abstandhalten und Masketragen - ist ein Schlag ins Gesicht derer, die sich die letzten zwei Jahre in Solidarität geübt und an die Regeln gehalten haben.

Ein Präsenz-Flmfestival in einer Stadt stattfinden zu lassen, die nicht nur deutschlandweit die höchsten Inzidenzen hat, sondern die sich auch darauf vorbereitet, dass in den nächsten Wochen die kritische Infrastruktur zusammenbricht, die eine Regierende Bürgermeisterin hat, die verlangt, dass auch asymptomatisch Infizierte in eben diesem Bereich weiter zur Arbeit gehen, um die Stadt am Laufen zu halten, ist grob fahrlässig. Kitas, die geschlossen sind – weil entweder alle in Quarantäne oder Isolation sind oder schlicht gesundes Personal fehlt, um die Kinder zu betreuen, Schulen ohne Präsenzpflicht, Eltern zwischen Care-Arbeit, Home-Schooling und Home-Office. Hauptsache der rote Teppich liegt.

Hollywoodstars reisen gar nicht erst an

Auf dem von Wissenschaftlern prognostizierten Peak der Welle wird der Potsdamer Platz zum Ort eines Präsenz-Filmfestivals. Ein Ort der Begegnung. Bei einem Filmfestival geht es nicht nur um das kollektive Erleben von Filmen auf der großen Leinwand, es geht um den Austausch miteinander. Ein Austausch, der in diesem Jahr nur einer sehr privilegierten Gruppe zustehen wird. Journalist:innen mit Kindern sind defacto ausgeschlossen. Internationale Journalist:innen sagen zahlreich ab - ob wegen eines täglich neuen Hygenie- und Testkonzeptes oder der Angst vor einer Isolation in einem Hotel und einem vorverlegten Ende der Berlinale-Berichterstattung. Nennenswerte Hollywood-Stars reisen gar nicht erst an.

Dabei geht es gar nicht nur um das Ansteckungsrisiko im Kino. Maske tragen - 50-prozentige Auslastung, Online-Ticketsystem mit Schachbrettmuster-Bestuhlung - das Kino an sich gilt als relativ sicher. Aber spätestens bei der Fahrt in der vollen U-Bahn, dem Anstehen an Teststationen und der Ausgabe von Bändchen, die über den Impf- und Teststatus auf einen schnellen Blick Auskunft geben sollen, beim Reingehen in den Berlinale-Palast oder dem Weg die gläserne Treppe nach oben oder nach dem Film wieder nach unten präsentiert die Berlinale der Virusvariante Omikron die nächsten potenziell zu Infizierenden auf dem Silbertablett.

Die Berlinale war und ist ein Publikums-Festival, lässt aber gerade mit diesem Alleinstellungsmerkmal eben dieses bewusst ins offene Messer laufen. Während zu Pressevorführungen die 2G-plus-Regel gilt, auch Geboosterte einen tagesaktuellen Test brauchen, ist der für öffentliche Veranstaltungen nicht von Nöten. Als würde Corona abends früh(er) in den Feierabend gehen und unterscheiden zwischen Branchen- und Publikumsveranstaltung.

Inkaufnahme einer Durchseuchung des eigenen Publikums

Die Berlinale verweist immer wieder darauf, dass es explizit keine Online-Sichtungsmöglichkeiten gibt. Auch nicht für während des Festivals erkrankte, berichterstattende Pressevertreter:innen. Die Macher:innen haben versäumt, auf ein Hybrid- beziehungsweise Online-Festival umzusteigen - die Filmfestivals in Sundance und Rotterdam haben es jüngst vorgemacht. Es wäre auch in Berlin gegangen, wenn man denn gewollt hätte. Aber man wollte wohl nicht.

Selbst jetzt winden sich Chatrian und Rissenbeek in Interviews, verweisen auf das Hygienekonzept. Das ist Realitätsverweigerung, die der der Regierung in nichts nachsteht. Die bewusste Inkaufnahme einer Durchseuchung des eigenen Publikums.

"Auf die Berlinale zu gehen, ist wie Russisch Roulette spielen"

Die Berlinale selbst kann wohl nicht mehr absagen, die Politik müsste es tun. Aber Claudia Roth (Grüne) scheint der erste Gang als Kulturstaatsministerin über den roten Teppich zu wichtig. "Wir wollen mit dem Festival ein Signal an die gesamte Filmbranche und die ganze Kultur setzen. Wir brauchen das Kino", sagte sie kürzlich.

Als Journalist:in auf die Berlinale zu gehen, ist wie Russisch Roulette spielen. Die Kolleg:innen, die am letzten Tag noch einen negativen Test vorweisen können, sollten mit einem Ehrenbären ausgezeichnet werden. Ja, das Kino und die Kultur brauchen starke Zeichen. Aber kein Film, vor allem kein Filmfestival der Welt ist es wert, die eigene Gesundheit und die der anderen leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Sollte die Berlinale zum Superspreader-Event werden, ist ihr Ruf – auch international – wohl endgültig ruiniert.

60 Kommentare

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  1. 60.

    Die Kritik an der Durchführung der Berlinale ist schon auf einem ganz schön hohem Niveau. Die Leute im Hintergrund geben sicherlich ihr bestes. Da hängen wahrscheinlich auch eine Menge Jobs dran. Geht halt nicht immer nur um die Festivalleiter etc. Vielleicht sollten wir dann auch einfach die vollen U-Bahn morgens im Berufsverkehr abschaffen oder den Einlass in den Supermarkt wieder regulieren. Ne ernsthaft, das wird sicherlich sehr kontrolliert durchgeführt werden. Die Berlinale will ja sicherlich auch nicht, dass das ein Superspreader Event wird. Ob man nun so ins Kino geht oder zur Berlinale. So viel Unterschied wird es da nicht geben.

  2. 59.

    Manch einer hat den Schuss noch nicht gehört und bleibt dem Lauterbachschen Inzidenzdenken verhaftet, auch wenn inzwischen Deutschland selbst das Spreader Event ist und die Hospitalisierung der Inzidenz nicht mehr folgt. Nachdem die Nachbarländern die Pandemie beenden, leidet Deutschland unter seiner Variante von Long Covid, beruhend auf Angst und Opportunismus. Es ist richtig, die Berlinale durchzuführen, es ist falsch, wenn Presse Meinung machen will. Russisch Roulette? So ein Quatsch!

  3. 58.

    Es geht ums Kino, nicht darum den 100. Film zuhause auf der Couch zu schauen. Journalist*innen denen das nicht gefällt sollen halt Netflix rezensieren. Das Publikum möchte Kino und die Berlinale ist immer noch ein Publikumsfestival. Nicht jede*r hat in den letzten zwei Jahren eine Angstneurose entwickelt. Und ja, tatsächlich: auch Eltern kleiner Kinder möchten gern mal wieder ins Kino.

  4. 56.

    "Ich hab es langsam satt von irgendwem erklärt zu bekommen, was "gefährlich" ist. Bis vor zwei Jahren durfte ich das noch weitgehend allein entscheiden und das möchte ich auch wieder. "

    Bestens auf den Punkt gebracht - vielen Dank!

  5. 55.

    Mag sein, dass in Dänemark ein paar Prozent mehr geimpft sind als bei uns - besonders in der relevanten Risikogruppe 60+.
    Nur: Wie lange sollen wir uns von diesen Herrschaften eigentlich noch in Geiselhaft nehmen lassen? Wenn die erkranken, sind sie eben selbst schuld.

    Und kommen Sie mir ja nicht mit irgendetwas von wegen "gesamtgesellschaftlicher Verantwortung" : Denn erstens wischen die Einschränkungsbefürworter die Folgen ihrer Massnahmen ja auch als Kollateralschäden vom Tisch und zweitens wäre es die Aufgabe der Politik iM LETZEN JAHR gewesen, mehr Menschen zu überzeugen und nötigenfalls eine Impflicht einzuführen (Wollte nur KEINE der maßgebenden Parteien, waren ja Wahlen...)
    Und angesichts eines solchen Versagens Einschränkungen und "Rücksichtnahme" bis zum St. Nimmerleinstag?
    Nein, irgendwann ist Schluss - für mich (fast) schon jetzt - und für das Land hoffentlich auch schon bald. Kontrollierte Öffnung und schrittweise Aufhebung aller Beschränkungen ab jetzt!

  6. 54.

    Z.b. In Dänemark ist auch eine höhere Impfquote. Das sieht in Deutschland ganz anders aus. Darum gibt es Unterschiede.

  7. 53.

    Geht mir genauso. Dieser Artikel ist bevormundend bis zum geht nicht mehr! Ich entscheide ja auch, ob ich ins Resaurant gehen möchte oder nicht. Da lässt mich auch keiner ins offene Messer laufen. Ich kenne das Risiko und entscheide, ob ich es eingehen möchte oder nicht. Das gleiche gilt für andere Kulturbetriebe oder z.B. das Fitnessstudio oder oder.... Abgsehen von den Kinovorstellungen findet die Berlinale ansonsten so gut wie gar nicht oder online statt. Ich weiß wirklich nicht, was dieser Artikel in Anbetracht der sinkenden Hospitalisierungsrate soll.

  8. 52.

    solang die kinder unter 5 jahre nicht geimpft und somit wenigstens grundimunisiert sind kann es kein normales Leben geben! Danach gerne

  9. 51.

    Letztes Jahr war die Berlinale kein Sommermärchen, sondern ein notgedrungener Albtraum. Freiluftkino ist für TIL SCHWEIGER geeignet, aber keineswegs der Rahmen für eine Rezeption von Filmen, bei denen es auf jede Nuance ankommt. Wie kann man so filmblind sein?

  10. 50.

    Wie wäre es, wenn jede(r)(s) selbst einschätzt, ob der Vorteil das Risiko übersteigt?

    Ich hab es langsam satt von irgendwem erklärt zu bekommen, was "gefährlich" ist. Bis vor zwei Jahren durfte ich das noch weitgehend allein entscheiden und das möchte ich auch wieder.

    Mir gehen diesen ganzen Kindergärtner*innen mächtig auf den Wecker, die mich vor allem Möglichen "schützen" möchten. Bei manchen fürchte ich ohnehin, daß sie selbst ohne Navigation kaum nach Hausse schaffen.

  11. 49.

    Ich auch nicht. Nobody is perfekt, aber sie müssen mich mal beim "als" und "wie" erleben ;-).

  12. 48.

    Und was sagt uns das jetzt ?
    Auf die dritte Impfung verzichten, weil man nur dann krank wird ?
    Irgendwie passt in Ihrer Argumentationskette was nicht ganz.

  13. 47.

    Es geht aber nicht nur um jeden einzelnen selbst.
    Das können Sie beim Fallschirmspringen behaupten, da gibt es meist keine Kollateralschäden wenn was schiefgeht. Hier schon..
    Immer noch nicht verstanden ?
    Sehr bedauerlich.....

  14. 46.

    Ich habe großes Verständnis für die Haltung von Anna Wollner - auch wenn ich ihre Bedenken nicht teile. Nach zwei Jahren Jahren Corona-Politik sind viele Menschen völlig verängstigt und können sich eine Rückkehr zur Normalität kaum mehr vorstellen. Als Gemeinschaft sollten wir MitbürgerInnen wie Anna Wollner sehr behutsam auf das nahende Ende der Pandemie einstimmen - um sie nicht zu überfordern.

  15. 45.

    Es sollte so langsam reichen!
    Wann wird in Deutschland endlich alles komplett geschlossen ?
    Impfen mit Booster scheinen ja nur ein gespielter Witz zu sein.
    Wofür, bitte die ganze Impforgie?
    Ich habe fertig, alles auch nach der vierten Impfung scheint wohl ein Witz an Öffnung zu sein.
    Zu ALDI kann ich auch ganz ohne alles.....

  16. 44.

    Die von Ihnen beschworene „Normalität“ ist so real wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase und so wahrscheinlich wie der Sankt Nimmerleinstag.

  17. 43.

    Ich nehme es mit Mehr- oder Minderheiten offenbar wesentlich genauer als Sie, denn ich bezog mich mit diesem Begriffen ausdrücklich auf die allgemeine Lage - und für die ist die Ausrichtung der Berlinale nur ein kleines, wenn auch positives Signal.

    Aber wenn Sie Mehr- und Minderheit ganz direkt auf die "Berlinale" beziehen wollen, bitteschön: Bei der riesigen Zahl von Infektionen, die sich täglich ganz woanders ereignen, sind ein paar hundert Leutchen im einigermassen durchlüfteten Kino eine quantite negiable. Es mag den Übervorsichtigen nicht schmecken aber seit und mit Omikron ist die Strategie "jede Infektion auf Teufel komm raus und um jeden Preis vermeiden" obsolet, was ganz langsam auch bei den politisch Verantwortlichen ankommt.

  18. 42.

    @heidekind Ob ich den Tag noch erlebe, an dem Sie das und dass richtig anwenden?
    Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

  19. 41.

    Die Briten haben einen Oberdeppen als Premierminister. Was sollte von dort Vernünftiges oder zur Nachahmung Empfohlenes schon kommen?

  20. 40.

    . . . wie wäre es. Sie würden anfangen, Ihre Rechtschreib-Defizite zu beheben? Dieser Anfang wäre mehr als dringlich

  21. 39.

    Ich finde es zwar ebenfalls fahrlässig, kann jedoch auch verstehen, dass die Berlinale nicht einsieht Kulturveranstaltungen abzusagen, während weiterhin nachweislich hauptverantwortliche Orte des Infektionsgeschehens nicht eingedämmt werden. Es besteht schließlich seit Beginn der Omikron-Welle keine definitive Homeoffice-Pflicht. Natürlich entsteht da eine Einstellung von "Wenn die anderen dürfen, dann dürfen wir aber auch!". Das ist zwar unverantwortlich, aber irgendwie auch verständlich...

  22. 37.

    Kosslick allein wäre schon Grund genug gewesen, diesen Quatsch dauerhaft zu beenden.

  23. 36.

    Mit Mehr- oder Minderheiten nehmen Sie es wohl nicht sonderlich genau. Für die paar Selbstdarsteller, die sich im „Glanz“ der Berlinale spreizen wollen, ist das Risiko für die Allgemeinheit zu gross.

  24. 35.

    Ein völlig unnötiges Spektakel, das sich längst überholt hat. Ersatzlos abschaffen und nie wieder einführen. Eine Veranstaltung nur für die, die sie machen - reine Selbstdarstellung.

  25. 34.

    Als Kinomitarbeiter mit Berlinale Erfahrung habe ich auf diesen Artikel gewartet, seit feststeht, dass die Berlinale stattfinden soll. DANKE, dass er endlich kommt! Die Berlinale ist jedes Jahr ein großer Virusverteiler, nur wird es dieses Jahr kein einfacher Erkältungvirus sein, sondern Omikron. Wenn ich nicht arbeiten müsste, würde ich auf keinen Fall hingehe, so kann ich die Infektion gleich einplanen.

  26. 33.

    „ Und was für eine Arroganz gegenüber allen anderen Veranstaltungsanbietern.“
    Das ist für mich der entscheidende Satz!!!

  27. 32.

    Nein, ganz anders. So eine Berlinale ist eher für ein gutes Zeichen für die allmähliche Rückkehr zu einem normalen Leben.
    Zwei Jahre hat man uns gesagt, dass Solidarität darin besteht, dass alle auf die besonders gefähderte Minderheit Rücksicht zu nehmen haben. War ja eine zeitlang auch vernünftig.
    Mit der allgemeinen Verfügbarkeit von zumindest vor schweren Verläufen sehr zuverlässig schützenden Impfstoffen und einem (allmählich) endemischen Virus kehrt sich das nun aber um. Jetzt kann diese Minderheit sich selbst zurücknehmen, zu Hause bleiben und Solidarität üben, indem sie nicht mehr der ganzen Gesellschaft ihre Meinungen und Bedürfnisse aufzwingt.

  28. 31.

    Alles absagen und ein lockdown einrichten

  29. 30.

    Mimimi, sagt die Berlinale ab. Dann sollten alle, die das fordern, den Maßstab auch bei anderen Veranstaltungen anlegen. "Normales" Kino, Theater etc geht ja dann auch nicht. Oder schließt euch weitere zwanzig Jahre ein. Mir persönlich ist die Berlinale egal. Seit Kosslick weg ist, kann man das Event komplett vergessen - unabhängig von Corona.

  30. 29.

    Warum?! Wir sollten endlich mit dem Virus zu leben. Angst
    ist doch keine Lösung für die Ewigkeit.

  31. 27.

    Ich kenne übrigens NUR Infizierte und Kranke, die geboostert sind, und das erst vor einem Monat z. B.! Also wer hier faselt, man sei doch geimpft, kann doch nix passieren: jo, dann geh mal da hin und bitte jammere hinterher nicht, weil es K..e ist! Die, die es trotz 3facher Impfung überstanden haben, einen "erkältungsgleichen" Verlauf hatten, klagen jetzt noch über Luftnot und Leistungsschwäche. Klar, sowas ist egal, wenn man eh nix arbeitet und vom Cafe in den Club und vom Club aufs Sofa schwabbelt.

    Es soll aber Menschen geben, die noch irgendwie mehr machen (müssen) als Müßiggang!

  32. 26.

    Wenn diese unsere Bundesregierung und diese BürgermeisterInnen eine Durchseuchung WOLLEN (nicht: billigend in Kauf nehmen!), dann ist die Berlinale und offene Schulen und Kitas der richtige Weg. Weg mit den alten Wählern, die wählen eh nur CDU, wen kratzen die paar Gefährdeten! Den Jungen Festival-Besuchern, den Hipstern ohne festes Büro (und festen Wohnsitz) gehört die Zukunft, denen, die heute nach Mailand und morgen nach Madrid fliegen - Hautpsache Italien!

    Wenn den Dummen die Welt gehören soll, bitte, da, haste, ich will die eh so nich mehr.

    Meine Konsequenz:
    Ich mach da nich mit. Ich geh halt nicht auf sog. "Veranstaltungen", ich trage Maske, lass mich impfen, fahre nicht Öffis und komme hoffentlich durch, ohne mir irgendwas wegzuholen, und damit meine ich nicht nur Corona. Leckt doch die Haltestangen im Bus, schiebt den Einkaufswagen mittem Mund, haltet dat Handy zwischene Zähne - mir doch egal!

    Und Berlinale auch.
    Im Sommer, draußen - fein. Jetzt, drinnen? No!

  33. 25.

    Genau so sehe ich es auch! Irgendwie, Irgewann bitte wieder leben und leben lassen...Viele Grüße aus Lichterfelde.

  34. 24.

    An alle Bedenkenträger: Die Pandemie kommt jetzt so oder so an Ihr Ende. Nicht auf einmal natürlich, aber sukzessive. Weil das Virus allmählich endemisch wird, weil die große Mehrheit durch Impfungen zumindest vor schweren Verläufen geschützt ist, weil die Leute genug haben und sie (über-)leben wollen - und das nicht nur finanziell.
    Die Berlinale ist da ein erstes willkommenes Signal für diese Rückkehr zur Normalität.
    Wer es anders sieht (und damit genauso einseitig agiert wie die Covidioten von der anderen Seite des Spektrums), der oder die möge sich eben zu Hause einschliessen, aber es bitte nicht mehr von der ganzen Bevölkerung verlangen.
    Das nennt sich Solidarität.

  35. 23.

    "... Aber spätestens bei der Fahrt in der vollen U-Bahn, dem Anstehen an Teststationen und der Ausgabe von Bändchen, die über den Impf- und Teststatus auf einen schnellen Blick Auskunft geben sollen, beim Reingehen in den Berlinale-Palast oder dem Weg die gläserne Treppe nach oben oder nach dem Film wieder nach unten präsentiert die Berlinale der Virusvariante Omikron die nächsten potentiell zu Infizierenden auf dem Silbertablett. ..." Mit dieser Einstellung dürften sich Berliner*innen schon seit 2 Monaten überhaupt nicht mehr bewegen. Oder betrifft die erhöhte Ansteckungsgefahr nur Celebrities?

  36. 22.

    Wie gedankenlos oder muss man schon sagen wie dumm kann man denn nur sein, diese Berlinale als Presänzveranstaltung überhaupt in Erwägung zu ziehen.
    Die meisten Leute versuchen so weit wie möglich Menschenmengen zu vermeiden angesichts der Ansteckungsmöglichkeiten und eine Berlinale ist ja nun wirklich nicht lebenswichtig.

  37. 21.

    So wahr!
    Auch die Inkaufnahme der Durchseuchung der bei der Berlinale arbeitenden ist unmöglich. Und die wenigen, die sich nicht anstecken müssen die Arbeit von zehn übernehmen.

  38. 20.

    Also auch wenn da keine Star:innen anreisen, die Veranstaltung nicht zum Superspreader:innen-Event wird, passt diese Veranstaltung einfach nicht zur aktuellen Situation. Nun sind die Politiker:innen vor der Fimbranche eingeknickt, wieder mal, und ob der im Berlinalezusammenhang stattfindende verkaufsoffene Sonntag sich wirklich rechnet ist auch noch fraglich.
    Ich wäre ja dafür, das man die Veranstaltung von innen nach außen verlegt.

    scnr

  39. 19.

    Dem Kommentar schließe ich mich ganz und gar an! Das Berlinale-Festival darf es so in der Präsens-Form unter diesen Bedingungen nicht geben!

  40. 18.

    Sehr geehrte Frau Wollner, dass ist für mich mit Abstand der schlechteste Kommentar den ich hier seit Monaten gelesen habe! 1. Panikmache! Zitat: "Für Journalist:in auf die Berlinale zu gehen, ist wie Russisch Roulette spielen." 2. Völlig überzogen! Zitat: Dabei geht es gar nicht nur um das Ansteckungsrisiko im Kino. Maske tragen 50-prozentige Auslastung, ... das Kino an sich gilt als relativ sicher. Aber spätestens bei der Fahrt in der vollen U-Bahn,..." Also dürften die Berliner, wenn es nach Ihnen geht, auch nicht mehr auf ihre Arbeit fahren! Ich fahre täglichen mit vollen öffentlichen Verkehrsmitteln. Sollten wir Ihrer Meinung nach am Besten das Atmen und somit auch das LEBEN einstellen? Wir werden uns leider Gottes daran gewöhnen müssen, mit diesem Virus zu leben und dabei versuchen so viel Normalität wie möglich an den Tag zu legen. Und dazu gehört für mich auch, Veranstaltungen wie die Berlinale mit den entsprechenden Hygienekonzepten durchzuführen! Das LEBEN muss weiter gehen!

  41. 17.

    die Zeit der Solidarität nach 2 Jahren ist leider verbraucht. Fangt endlich an das kulturelle und soziale Leben wieder hoch zu fahren. Ein Großteil der Einwohner sind einfach Corona Müde. Andre europäische Länder machen es uns gerade vor. Sonst schauen wir doch auch immer auf Europa. Nur dabei machen wir die Augen ganz fest zu.

  42. 16.

    "Aber spätestens bei der Fahrt in der vollen U-Bahn, dem Anstehen an Teststationen und der Ausgabe von Bändchen, die über den Impf- und Teststatus auf einen schnellen Blick Auskunft geben sollen, beim Reingehen in den Berlinale-Palast oder dem Weg die gläserne Treppe nach oben oder nach dem Film wieder nach unten präsentiert die Berlinale der Virusvariante Omikron die nächsten potentiell zu Infizierenden auf dem Silbertablett."

    Geschehen all diese Aktivitäten nicht mit FFP2-Maske? Und würde nicht kürzlich deutlich wie gut diese gegen Ansteckungen schützen? Und inwiefern kann ein dezentrales Event mit jeweils maximal 200 Menschen die U-Bahn voll machen? Meines Erachtens allesamt leider ziemlich schwache Argumente für eine Absage.

  43. 15.

    Ja ich finde, die Berlinale sollte wie letztes Jahr auf den Sommer verschoben werden. Oder soll so die Durchseuchung der Gesellschaft beschleunigt werden?

  44. 14.

    Warum sollte man die Berlinale absagen? ÖPNV, arbeiten, einkaufen, Schule, geht doch alles auch. Wer nicht will, bleibt zu Hause.

  45. 13.

    Eine Berlinale für niemanden, höchstens fürs Ego. Warum hat man das Konzept aus dem letzten Jahr nicht beibehalten? Das kam gut an und brachte frischen Frühlings-/Sommerwind an die Leinwand.

  46. 12.

    Wie wär’s, wenn wir anfangen zu tolerieren, dass nicht alle Menschen nur überleben, sondern auch gerne wieder leben wollen. Jeder kann doch selbst das Risiko abwägen, dass er bereit ist einzugehen.

  47. 11.

    So ein Artikel war überfällig. Die Kommunikationskultur der Berlinale ist neuerdings, also in der Post-Kosslick-Zeit, unterirdisch. Ja, alle haben einen unbändigen Hunger nach normalen Kulturzeiten und ja, die Kulturschaffenden müssen mehr unterstützt werden und wollen wieder normal arbeiten. Aber für den Preis, viele Menschen auf einmal potenziell zu infizieren - die Berlinale als Corona-Party. Echt krass. Und was für eine Arroganz gegenüber allen anderen Veranstaltungsanbietern.

  48. 10.

    Das einzige Argument ist also Öffis? Lächerlich. Es gibt so viele Möglichkeiten für Kritik, zbsp mit den Öffis zur Arbeit täglich, Giffey & Busse, Kita ungeschützt usw.! Im Kino ist es sicherer als auf der Arbeit. Erwachsene können selbst entscheiden ob und wie sie das Risiko eingehen wollen, Eltern überlegen es sich ggf. 2x ob es das Wert ist.

  49. 9.

    Na dann bleiben Sie ganz einfach zuhause.

  50. 8.

    Ja alles absagen! Während man in England ab März mit Corona nicht Mal mehr in Quarantäne muss sollten wir hier wirklich mit der vollen Härte durchgreifen.

  51. 7.

    Ich finde den Weg nicht falsch. Die Berlinale macht es im Grunde richtig denn es wird wohl langsam Zeit dieses Virus als solches anzunehmen, wie es nunmal existiert.
    Das Argument mit geschlossenen Kitas kann ich übrigens auch nicht mehr hören. Kitas hatten nur einmal richtig geschlossen als die Pandemie losging. Danach hieß es stets improvisieren und Betrieb aufrecht erhalten und ja, ich bin Erzieher und ja, ich glaube an Corona und verleugne es auch nicht.

  52. 6.

    Dann gehen Sie als Journalist*in einfach nicht hin, wenn Ihnen das Risiko zu groß ist. Andere Menschen sehen es vielleicht anders.

  53. 5.

    Der Meinung von Frau Wollner kann ich uneingeschränkt zustimmen. Berlin zeigt sich wieder einmal von seiner völlig verantwortungslosen Seite. ich selbst war schon über 30 jahre lang immer bei der Berlinale akkreditiert und habe disemal darauf verzichtet. Ais Vater eines Babys wäre das bei Omikron russisch Roulett. Long-Covid und kognitive Spätschäden sind ja auch bei Omikron nicht ausgeschlossen und trotz Boosterung kann man die Seuche so nach Hause bringen.
    Wenn unsere Bürgermeisterin noch ein Rest Charakter hat, dann wäre ein Absagen der Berlinale Pflicht. Die Berlinale kann es selbst nicht, sonst wären wohl die Fördergerlder weg.
    p.s. das "gendern" in den Texten hier ist wirklich überflüssig. Eine Große Mehrheit der Leser braucht wirklich keine Belehrung - danke.

  54. 4.

    Das ist eine Frechheit ohne gleichen diese Veranstaltung stattfinden zu lassen.
    Wir Fußballfans dürfen nicht in's Stadion was ja bekanntlich im freien liegt, aber die Politik macht bzw. lässt so eine Veranstaltung in geschlossenen Räumen zu. Entweder man mach wie in Spanien, Dänemark, Großbritannien alles auf, oder alles zu. Aber so wie das hier in Deutschland durch die Politik gehandhabt wird ist alles nur sch... äh schlecht.

  55. 3.

    Claudia Roth will also ein Zeichen für die Filmbranche setzen. Ein löbliches Vorhaben, doch wenn es ein Superspreader-Event werden sollte dann ist das wohl kontraproduktiv und nützt auch der Filmbranche nichts. Ich jedenfalls werde solche Veranstaltungen nach Möglichkeit meiden auch wenn es schwer fällt.

  56. 2.

    Ich finde es super, dass die Berlinale stattfindet und ein Zeichen der Normalität setzt. Wer trotz dreifacher Impfung lieber Zuhause bleiben will, kann das doch gerne tun. Eine Normalisierung im Umgang mit dem Virus ist überfällig.

  57. 1.

    Wenn Sie geimpft sind, kann ihnen doch nichts passieren. So erklärt es uns doch jeden Tag die Regierung und auch ihr Arbeitgeber rbb. Allerdings kann die Veranstaltung wirklich abgesagt werden - ohne Stars und Sternchen und den gegebenen Einschränkungen kommt ohnehin kaum Freude auf.

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