Filmstill Rückenwind von vorn © Von Oma gefördert
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Perspektive Deutsches Kino - Rückenwind von vorn

Zwei Berliner Lehrer haben Wochenende. Gerry liefert seine Kollegin Charlie zu Hause ab. Charlie steht vor einer Entscheidung: Ist es mit Ende 20 an der Zeit, bürgerlich zu werden - fester Freund, Kinder, elektrische Zahnbürste? Oder bleibt sie ganz unvernünftig beim Bier-Rausch? Ein Film voll echter Momente, lebensnah und unmittelbar. Das allermeiste in „Rückenwind von vorn“ ist improvisiert.

Bei Regisseur Philipp Eicholtz liegen zwischen Idee und erstem Drehtag manchmal nur wenige Wochen. So frei kann man nur drehen, wenn man auf Filmförderung verzichtet. Keiner, der reinquatscht, kein monatelanges Warten auf Entscheidungen. Aber eben auch kein Geld für opulente Ausstattung.

Doch so echt sie sich anfühlen, so überschwänglich das Feuilleton sie auch lobt – seine Filme haben an der Kinokasse keine Chance. Philipp Eichholtz fand woanders Geld: Er hat seine Filme an Netflix und Amazon verkauft.

Online-Streaming-Dienste jetzt als die Zukunft des Kinos auszurufen - so weit würde Philipp Eichholtz nicht gehen. Aber er ist stolz, dem System ein Schnippchen geschlagen und trotzdem die Ehre zu haben, auf der Berlinale zu laufen.

Eine Geschichte, wie das Leben: Lustig, traurig, schwer und schön.


Beitrag von Patricia Corniciuc

 

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