Archivbild: Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin am 18.02.2019. (Quelle: imago images/M. Popow)
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Corona-Krise - Lederer fordert Anstrengungen zum Erhalt der Kulturszene

Was Sie jetzt wissen müssen

Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) fordert für den Erhalt der Kulturszene über die Coronakrise hinweg ähnliche Anstrengungen wie bei der Bankenkrise. "2008 war es binnen weniger Tage möglich, mehrstellige Milliardenbeträge für die Rettung von Banken bereitzustellen. Wenn das damals möglich war, dann muss es jetzt möglich sein, diese existenzielle Kulturinfrastruktur zu sichern", sagte Lederer der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist das, worum wir hier kämpfen."

"Wir arbeiten dran, alles zu vermeiden, dass etwas wegbricht", sagte Lederer. "Die kulturelle Infrastruktur ist zentral für das Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft."

"Kultur und Kunst sind existenzielle Lebensmittel"

Gerade im Kulturbereich lebten Menschen in besonderer Weise in prekären Verhältnissen, sagte Lederer. Daraus resultierte eine besondere Verpflichtung der öffentlichen Hand von Bund und Ländern, sich um diese Menschen zu kümmern. Kultur und Kunst seien "existenzielle Lebensmittel", auf die viele Menschen nicht verzichten wollten. 

Lederer appellierte an die Solidarität jedes Einzelnen: "Karten, die man bezahlt hat, muss man nicht unbedingt eintauschen. Das Geld kann bei der Kultureinrichtung bleiben und damit ihre Liquidität sichern." Es gebe auch Möglichkeiten, bei vielen Online-Angeboten zu spenden und damit zu helfen. 

In Berlin liege der Anteil von Kunstschaffenden weit über dem Durchschnitt der Bundesrepublik. "Staatliche Hilfe soll so rasch wie möglich ankommen", versicherte Lederer. Aktuell werde versucht, Antragsformulare und Bedingungen so unbürokratisch wie möglich zu handhaben.

4 Kommentare

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  1. 4.

    Zoos sind die einzigen Gefängnisse, in denen sämtliche Insassen unschuldig sind.

  2. 3.

    Kultur ist Bildung!

  3. 2.

    Kultur rettet kein Leben, wir brauchen in Berlin nicht mehrer Opernhäuser. Das Geld sollte effektiv eingesetzt werden, Bildung, Gesundheit, Senioren und Sicherheit. Was übrig bleibt kann dann weiter verteilt werden. Wir sehen doch gerade in welchem Zustand Berlin ist.

  4. 1.

    Bitte nicht nur an die Kulturszene denken sondern auch an die vielen kleinen Tierparks und Zoos in Brandenburg, die jetzt völlig ohne Einnahmen dastehen, ihre Tiere aber weiterhin betreuuen und füttern müssen! Die haben jetzt wohl die größten Sorgen, weil das Wohl von vielen Lebewese von den Einnahmen abhängt.

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