Tanzverbot in Außenbereichen aufgehoben - Berliner Clubcommission hofft auf weitere Lockerungen im Herbst

Archivbild: Menschen tanzen im Club der Visionaere in Berlin Kreuzberg. (Quelle: dpa/GTI)
Bild: dpa/GTI

Die Berliner Clubszene begrüßt die am Dienstag beschlossenen Lockerungen für ihre Außenbereiche. Ab Freitag (18. Juni) können hier wieder bis zu 250 Personen tanzen und feiern, es gilt Testpflicht. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, wir sind alle gut vorbereitet", sagte Lutz Leichsenring, Vorstand der Berliner Clubcommission am Mittwoch im Inforadio des rbb.

Es sei gut, dass nun auch wieder getanzt werden dürfe, "wir konnten die Leute zuletzt kaum auf ihren Stühlen halten", so Leichsenring. Die Berliner Clubs durften schon in den vergangenen Wochen ihre Außenbereiche bewirtschaften, Tanzen war jedoch verboten.

Leichsenring: "Wir wollen nicht mit Zeigefingern dastehen"

Dass in Brandenburger Clubs ab dem kommenden Wochenende deutlich mehr erlaubt sein wird, geht für Leichsenring in Ordnung. Hier dürfen außen 500 Menschen tanzen, sogar die Innenräume von Clubs und Diskotheken dürfen öffnen - für bis zu 200 Menschen. "Wir gönnen es den Brandenburgern", so Leichsenring. Dass in Berliner Clubs die Innenräume geschlossen bleiben, begrüßt er sogar: "Uns war es erstmal wichtig, die Außenbereiche öffnen zu können. Aerosolforscher sagen ja, dass wir draußen relativ safe sind. Wir wollen nicht mit den Zeigefingern dastehen und die Einhaltung aller Regeln kontrollieren. Auch in Brandenburg gelten hohe Auflagen für die Innenräume, und vor dem haben wir durchaus großen Bammel", so Leichsenring.

Der Chef der Berliner Clubcommission hofft in Richtung Herbst auf weitere Lockerungen für die Berliner Clubs und Diskotheken: "Die 250 Personen draußen können nur ein Anfang sein. Wir brauchen wissenschaftlich begleitete Testveranstaltungen, wie wir Richtung Herbst auch in Innenräumen wieder Veranstaltungen machen können", so Leichsenring. Er wünsche sich eine sukzessive Steigerung der Gästezahlen, eine Rücknahme der Restriktionen - und genügend Vorlaufzeit für die Veranstalter.

Sendung: Inforadio, 16. Juni 2021, 7:25 Uhr

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3 Kommentare

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  1. 3.

    Erinnert an die organisierte Freizeit in der DDR, war wohl doch nicht alles schlecht. Ironie...

  2. 2.

    Da kommt die vierte Welle!!!

  3. 1.

    „Wir brauchen wissenschaftlich begleitete Testveranstaltungen, „
    Das ist wichtig, weil das deutsche Virus ein anderes ist als in anderen Ländern.
    Wäre dem nicht so, könnte man sich einfach mal ansehen wie es sich in anderen Ländern verhält.
    Ironie off
    https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Corona-Daenemark-kippt-Maskenpflicht,daenemark1270.html

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