Zwei Babys schlafen Hand in Hand (Quelle: imago/Westend61)
Bild: imago/Westend61

Marie, Alexander - und sonst so? - Das sind die beliebtesten Vornamen in den Berliner Bezirken

Marie und Alexander waren 2016 berlinweit die beliebtesten Vornamen für Neugeborene. Das war auch schon 2015 so. Eine Datenauswertung von rbb|24 zeigt, welche Bezirke mit dem Mainstream gehen - und wo andere Namen zum Zuge kommen. Zum Beispiel Gnat.

Alexander (467) und Marie (695)haben es wieder geschafft. Sie sind die beliebtesten Vornamen von Neugeborenen in Berlin im Jahr 2016. Auf dem zweiten und dritten Platz finden sich bei den Jungen Paul (383) und Elias (371) gegenüber Maximilian und Paul im Vorjahr. Bei den Mädchen bleibt alles wie schon im Jahr davor. Sophie (649) belegt einen sicheren zweiten Platz, Charlotte landet auf Platz drei (495). Dies zeigt eine Auswertung der Daten des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.

Alexander sechs Mal vorne

Beim Blick auf alle zwölf Berliner Bezirke zeigt sich, dass die Namenspräferenzen durchaus unterschiedlich sind. Besonders originell sind viele Berliner Eltern in ihrer Namenswahl allerdings nicht.

Sechs verschiedene Jungennamen haben es in den zwölf Verwaltungseinheiten auf den jeweils ersten Platz geschafft. Alexander führt in sechs Bezirken, wobei der Name in Tempelhof-Schöneberg am häufigsten vergeben wurde (73). Maximilian ist in zwei Bezirken auf dem Spitzenplatz: Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick. Paul, Anton, Emil und Elias führen jeweils in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Reinickendorf.

Nur drei Mädchennamen Top

Bei den Mädchennamen sind die Unterschiede zwischen den Bezirken noch geringer: Nur drei Namen haben es auf die Spitzenplätze der einzelnen Bezirke geschafft. Marie belegte sieben Mal den ersten Platz und wurde am häufigsten in Pankow vergeben (112), knapp gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf (111). Sophie ist in vier Bezirken Spitzenreiter. Am beliebtesten ist der Name in Lichtenberg (70), gefolgt von Mitte (69). Friedrichshain-Kreuzberg tanzt aus der Reihe. Hier wurde der Name Charlotte (69) bei den Mädchen am häufigsten vergeben.

Die meisten unterschiedlichen Namen vergaben Eltern in Mitte (3852), die wenigsten in Marzahn-Hellersdorf (1039). Diese beiden Stadtbezirke haben auch bei einem anderen Ranking den ersten beziehungsweise letzen Platz inne: In Mitte wurden 2769 Namen nur einmal vergeben, zum Beispiel Ulysses, Valdemar oder Thyra. In Marzahn-Hellersdorf gehört zum Beispiel Younis-Omar zu den 738 Kindern, deren Namen im Bezirk nur einmal vergeben wurde. Ebenso mit dabei: Gnat (Mädchenname), Piane und Melody.

Auch die Potsdamer lieben Marie und Alexander

In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam waren im Jahr 2016 die beliebtesten Vornamen ebenfalls Marie und Alexander. Bei den Mädchen folgen die Vornamen Sophie, Charlotte, Johanna und Emilia – bei den Jungen folgen auf Alexander die Namen Paul, Emil, Maximilian und Ben.

Die skurrilsten Namen Berlins 2016

Update/Anmerkung der Redaktion: Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) veröffentlichte am 12.April 2017 ebenfalls eine Liste mit den beliebtesten Vornamen in Berlin. Dort liegt bei den Mädchennamen Sophie vorn - und nicht wie in unserer Auswertung Marie. Das ist damit zu erklären, dass die GfdS bei ihrer Auswertung auch abweichende Schreibweisen berücksichtigte, etwa Sophi/Sofi/Sofie/Sophy/Sophie und Aleksander/Alexandar/Aleksandar/Alexander. Wir haben dies nicht getan.

Beitrag von Götz Gringmuth-Dallmer

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereKommentar-Regeln und Hilfe zu Kommentaren zum Kommentieren von Beiträgen.

2 Kommentare

  1. 2.

    Mir fällt auf, dass in der Namensliste nicht ein Kind moslemischer Eltern gelistet ist.
    Warum? Weltweit soll der Vorname Mohamed - in unterschiedlichen Schreibweisen-
    der häufigste Name weltweit sein. Das muss sich doch auch hier niederschlagen.

  2. 1.

    Diese Namensgebungen sind eigentlich eine ständige Fortsetzung des "Sich-Gegenseitig-Übertrumpfens" auf Kosten der Kinder:
    Schon vor Jahren gab die sich maßlos selbst überschätzende Wilmersdorfer Buchautorin Gerlinde Unverzagt ("Das Lehrerhasserbuch") ihrem Sohn den Namen Tulipan - ohne zu ahnen, was sie ihrem Kind damit antut.

Das könnte Sie auch interessieren

Rummelsburger Bucht (Quelle: dpa/Kitty Kleist-Heinrich)
dpa/Kitty Kleist-Heinrich

Video | Rummelsburger Bucht - Von der Industriebrache zum Stadtquartier

Die Rummelsburger Bucht hat sich seit der Wende massiv verändert. Zunächst kamen die Berliner Clubs auf die Industriebrachen, mittlerweile sind dort tausende Wohnungen entstanden. Der Bezirk Lichtenberg begrüßt die Entwicklung, denn damit wurden auch Altlasten beseitigt.