Brand Reichenberger Straße
Video: Abendschau | 09.06.2017 | Kerstin Breinig | Bild: Brand Reichenberger Straße

Feuer in der Reichenberger Straße - Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Berlin-Kreuzberg

Ein Brand in einem Kreuzberger Mehrfamilienhaus endete für eine Anwohnerin tödlich. Zwar konnten die Rettungskräfte sie zunächst reanimieren, sie starb aber später. Der Mieter, in dessen Wohnung das Feuer ausgebrochen war, konnte sich verletzt auf ein Vordach retten.

Bei einem Wohnungsbrand in Berlin-Kreuzberg ist am Freitagmorgen eine Frau ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr dem rbb mitteilte, konnte die Frau zunächst noch reanimiert werden, sie starb aber später - vermutlich an einer Rauchgasvergiftung. Die Frau wurde bewusstlos in ihrer Wohnung im dritten Stock des Altbaus gefunden.

Sechs weitere Personen wurden bei dem Brand verletzt, ein Mann so schwer, dass er in Lebensgefahr schwebte. Ein 51-Jähriger konnte sich mit Verbrennungen auf das Dach eines Schuppens retten. Das Feuer war vermutlich in seiner Wohnung in der ersten Etage des Hinterhauses ausgebrochen.

   

Auch Nachbargebäude evakuiert

Die Feuerwehr war gegen 4.25 Uhr alarmiert worden, sie rückte mit etwa 70 Einsatzkräften an. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte griffen die Flammen bereits auf die darüber liegenden Stockwerke über. Anwohner berichteten von einem lauten Knall und hohen Stichflammen.

Zunächst war das Feuer im Hinterhaus lokalisiert worden. Da der Innenhof stark verraucht war, hatten die Feuerwehrleute anfangs Probleme, zum Hinterhaus zu gelangen. Die Brandursache ist noch unklar. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden außerdem die Nachbargebäude evakuiert.

Etwa 100 Feuerwehrleute waren vor Ort

Gegen 7.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle und das Haus evakuiert, allerdings musste die ausgebrannte Wohnung noch bis zum frühen Nachmittag auf eventuelle Glutnester kontrolliert werden. Um 13.45 Uhr beendete die Feuerwehr nach eigenen Angaben den Einsatz.

Insgesamt wurden etwa 25 Menschen aus dem Seitenflügel, dem Vorderhaus und dem Hinterhaus gerettet. Sechs Menschen mussten mit sogenannten Fluchthauben aus dem Gebäude gebracht werden: Die Masken filtern provisorisch die Umgebungsluft, damit Betroffene in verrauchten
Häusern besser atmen können. Insgesamt waren etwa 100 Feuerwehrleute mit 35 Fahrzeugen vor Ort.

Wegen des Einsatzes wurde die Reichenberger Straße zwischen dem Kottbusser Tor und der Manteuffelstraße voll gesperrt.

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