Teilnehmer der ADFC-Sternfahrt in Berlin fahren am Großen Stern im Tiergarten vorbei. (Quelle: dpa/Sebastian Willnow)
Video: Abendschau | 11.06.2017 | Miguel Helm | Bild: dpa/Sebastian Willnow

Traditionelle ADFC-Sternfahrt in Berlin - Radfahrer demonstrieren für bessere Verkehrsbedingungen

Jedes Jahr demonstrieren Radfahrer bei der großen ADFC-Sternfahrt in Berlin für bessere Bedingungen im Straßenverkehr. In diesem Jahr stand das Berliner Radgesetz im Fokus. Rund 100.000 Radler waren dafür am Sonntag in der Hauptstadt unterwegs.

Mehrere zehntausend Radfahrer haben am Sonntag in Berlin bei strahlendem Sonnenschein für ihre Interessen im Straßenverkehr demonstriert. Sie waren dem Aufruf des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu seiner 41. Sternfahrt gefolgt. Der ADFC schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 100.000. Zahlreiche Straßen waren deshalb zeitweise für den Autoverkehr gesperrt.

Die Demonstrationsfahrt stand in diesem Jahr unter dem Motto "Fahrradland Deutschland. Jetzt!". Eine der Kernforderungen des ADFC: Das geplante Berliner Radgesetz soll noch in diesem Jahr beschlossen werden. Zudem warben die Radfahrer für mehr Radwege und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.  

Bundesweit erstes Radgesetz in Berlin in Arbeit

In Berlin wird seit Jahren über die Verbesserung der Bedingungen für Radfahrer gestritten. Mitte Mai stellte die Initiative Volksentscheid Fahrrad den aktuellen Entwurf zum bundesweit ersten Radgesetz ins Netz. Mit der Veröffentlichung des Entwurfes erhöhten die Initiatoren den Druck auf den Berliner Senat und die Justizverwaltung, die sich derzeit mit dem Gesetz beschäftigt.

Am Wochenende haben die Fahrradaktivisten erneut den Senat wegen des Radgesetzes angegriffen. Hintergrund ist die Ankündigung von Verkehrssenatorin Regine Günther, den geplanten Entwurf für ein Radgesetz nicht mehr in diesem Monat vorzulegen. Das bezeichnete die Initiative Volksentscheid Fahrrad als "Bankrotterklärung". Der ADFC forderte den Senat auf, einen plausiblen Zeitplan für das Gesetzesvorhaben vorzulegen.

Das neue Radgesetz soll das Fahrradfahren in der Hauptstadt sicherer und bequemer machen. Bereits Anfang April hatten Senat und Initiative die Eckpunkte der Öffentlichkeit vorgestellt. Demnach soll ein lückenloses Radwegenetz entstehen. An Hauptstraßen sollen die Radspuren verbreitert und wo möglich auch geschützt vom Autoverkehr angelegt werden. Auf besonders wichtigen Verbindungsstrecken sollen Rad-Schnellwege ausgewiesen werden. Außerdem sollen 100.000 Fahrradstellanlagen geschaffen werden.

Gruppe aus Stettin startete schon in der Nacht

Wie viele Fahrradfahrer genau am Sonntag an der Sternfahrt teilgenommen haben, konnte der ADFC nicht sagen, Genaue Angaben seien schwierig, da entlang der Routen immer wieder Radfahrer dazustießen oder sie verließen, sagte ein Sprecher am Nachmittag. Das Gros hatte sich am Morgen und Vormittag an verschiedenen Treffpunkten entlang mehrerer Strecken in Berlin und im Umland getroffen.

Diejenigen Radler, die am längsten unterwegs waren, kamen auch in diesem Jahr wieder aus Polen: Bereits in der Nacht machte sich eine Gruppe aus Stettin in Richtung Berlin auf den Weg. Auch vom Potsdamer Hauptbahnhof aus starteten zahlreiche Radfahrer. Gegen Mittag erreichten die verschiedenen Gruppen die Innenstadtbezirke. Auf dem Abschnitt der A100 auf dem Südring kam es wegen Problemen mit einer Schranke zu Verzögerungen.

Viele Radler auch beim Umweltfest

Die 1.000 Kilometer Streckenlänge der Sternfahrt verteilten sich auf 19 Routen, die sich beim Großen Stern an der Siegessäule trafen. Dort versammelten sich bis zum Nachmittag nach und nach die Teilnehmer.

Auf der angrenzenden Straße des 17. Juni besuchten im Anschluss viele Radfahrer das Umweltfest, das traditionell mit der Sternfahrt zusammenfällt. Dort präsentierten sich 240 Aussteller zum Thema "Ökolandbau - gut für uns und gut für's Klima". Mit der Sternfahrt demonstrieren Radfahrer seit 1977 für fahrradfreundlichere Städte.

Im vergangenen Jahr hatten laut ADFC 140.000 Radfahrer an der Sternfahrt teilgenommen. Das Motto der Jubiläums-Ausgabe lautete schlicht "Fahr Rad!".

Routenverlauf 2017

Grafik: Route der ADFC Sternfahrt 2017 (Quelle: ADFC Berlin)

Kommentar

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79 Kommentare

  1. 79.

    Radfahrer schimpfen über Autofahrer, Autofahrer schimpfen über Radfahrer, daran wird sich nie etwas ändern!

    Mit eingeforderten Rechten, sollten aber auch Pflichten einher gehen.

    Ich finde es im Winter immer wieder gefährlich, wenn dunkle Fahrradfahrer, wie Schatten, ohne Licht, ohne Helm über Rot an mir vorbei flitzen.

    Auf der anderen Seite ist es gefährlich, wenn Autofahrer beim Tür öffnen und beim Parken keine Rücksicht nehmen.

    Klar bin ich auch für neue Fahrradwege, aber dann muss man diese bitte auch verpflichtend nutzen. Als Autofahrer muss ich auch verpflichtend auf der Straße fahren (auch wenn diese rissig ist, wie mancher Radweg).

    Ich bin auch für eine Helmpflicht und dafür, dass das Rad funktionstüchtig ist, dazu zählt auch das Licht und bremsen.

    Aber solange nichts gesetzlich geregelt ist, es keiner überprüft und jeder macht, wie er will, wird Radeln in Berlin weiterhin riskant sein und von Autofahrern nicht akzeptiert werden.

  2. 78.

    Oh man, Sie leben wirklich in Ihrer eigenen Welt. Alles was Ihnen nicht passt, nicht nur ein meinen Beiträgen, wird für falsch und unglaubwürdig erklärt. Das haben Ihnen andere hier auch schon geschrieben. Und wann ich was sage und wann nicht entscheide ich immer noch selbst ! Sie haben hier niemanden den Mund zu verbieten !

  3. 77.

    Das Fahren auf Bürgersteigen finde ich auch schrecklich! Ganz fürchterlich, weil es genau das ist, was die Autofahrer mit uns machen. Leider ist es m.M.n, eine Konsequenz der Politik vergangener Jahrzehnte. Erst wurden Teile der Gehwege in Radwege umgewandelt, um die Autolobby nicht zu verärgern, die aber zu schlecht und zu schmal waren. Deshalb entfiel die Benutztungspflicht. Wieder wurde kein Geld ausgegeben, um das Radfahren sicher zu machen. Da auch Kinder Radfahrer sind, durften sie auf den Bürgersteig. Dass diese Kinder mal Erwachsene werden, die nicht gelernt haben im Großstadtverkehr klarzukommen hat man verdrängt. Inzwischen dürfen auch die Eltern mit auf den Bürgersteig zu den Kindern und viele ältere Leute denken, die Kindererlaubnis beträfe auch sie, weil auch sie schutzbedürftig sind.
    Da hilft nur den Radentscheid für geschützte Radwege zu unterstützen, die dann gern benutzt werden, sich beim Bezirksbürgermeister beschweren, das Ordnungsamt einschalten, hartnäckig sein.

  4. 76.

    Radwege und Radstreifen sind eben leider NICHT sicher. Jemandem der selten oder nie radfährt mag das so erscheinen, aber faktisch sind sie nicht sicher. Wenn ein Radstreifen rechts geparkte Autos hat, dann muss man als Radfahrer einen Mindestabstand von 1m halten, um dem sog. Dooring zu entgehen. Tut man das nicht, bekommt man Mitschuld, dazu gibt es leider Gerichtsurteile. Das bedeutet, man fährt an der Außenkante des Radstreifen. Leider denken Autofahrer die weiße Linie zeigt an, wo sie nicht fahren dürfen, also alles ist gut solange sie da nicht drüber fahren. In Wahrheit müssten sie trotzdem einen Mindestabstand von 1,50 m zum zu überholenden Radfahrer halten, tun sie dann aber nicht mehr und fahren gern mal mit 30 - 40 cm Seitenabstand vorbei. Wenn der Mindestabstand gehalten wird, muss der Autofahrer zwangsweise die Spur wechseln, achten Sie mal darauf, wie oft das passiert. Leider fast nie.

    Unsere Radwege bringen die gefürchteten Abbiegeunfälle mit sich.

  5. 75.

    Hut ab für Ihre Merkfähigkeit, Chapeau!! Leider haben Sie vergessen, zu erwähnen, wie viele Verstösse in der gleichen Zeit von Auto- und Motorradfahrern begangen wurden - wie konnte Ihnen DAS denn passieren?
    "Verkehrsführungsbedingt" wurde also die Radspur zur "Autospur"??? Ich habe das gelesen, hielt und halte das aber für unglaubwürdig und da ich mich nicht auf Ihr Niveau herabbegeben und beleidigend werden wollte, habe ich das unkommentiert gelassen. Fein, dass Sie nunmehr unsachlich und am Thema vorbei kommentieren ( getroffene Hunde beissen!). Wäre schön, wenn Sie Ihrem Nicknamen Ehre machen und schweigen würden!

  6. 74.

    Leider sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes überwiegend dort tätig wo viele "Knöllchen" in kurzer Zeit zu verteilen sind. In den Parkraumbewirtschaftungszonen. Behindernd verbotenes Parken und verbotenes Fahren mit dem Fahrzeug Fahrrad auf Fußwegen wird leider viel zu wenig geahndet.

  7. 73.

    Es ist sehr begrüßenswert wenn sich jemand so engagiert wie Sie. Vor allem mit Fakten und Quellennachweisen.
    Als Fußgängerin stören mich aber immer wieder Radlerinnen und Radler die in ruhigen Straßen in Wilmersdorf und Steglitz - zum erheblichen Teil trotz Radwegen und Radstreifen - wie selbstverständlich auf dem Gehweg auf einen zufahren. Aus Sorge vor dem "stärkeren" Auto fahren viele auf dem Bürgersteig, heißt es immer wieder. Das mag sein.
    Es wird aber sehr häufig ohne jeden Grund auf dem Fußweg und dem Radweg in entgegengesetzter Richtung gefahren. Aus Bequemlichkeit und rücksichtslosem Egoismus. Das kann jeder jeden Tag beobachten.
    Einer Ausweitung des Radverkehrs erweisen diese Falschfahrer einen Bärendienst.

  8. 72.

    Ihre Kommentare strotzen von verächtlichen Ausdrücken für Radfahrer, enthalten jedoch keine diskussionswürdigen Inhalte. Wer ernstgenommen werden und sich inhaltlich beteiligen möchte, muss mit Zahlen und Fakten unter Angabe der Quelle belegbare Argumente haben.

    Radfahrer sind Teil des Verkehrs, bekommen aber nicht die Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung gestellt, die ihrem prozentualen Anteil am Verkehr entspricht. Dieser beträgt hier im Winter ca. 11% im Sommer bis zu knapp 24%. HIngegen fallen nur ca . 3% der Verkehrsfläche auf den Radverkehr. Es ist also nicht verwunderlich, wenn dieser Teil der Bevölkerung versucht auf seine Lage aufmerksam zu machen und Änderungen fordert. Auch darf nicht vergessen werden, dass wir den gleichen finanziellen Beitrag zum Straßenbau leisten, wie die Autofahrer, deren Autos wir mitfinanzieren. https://rad-spannerei.de/2015/10/13/neue-daten-zum-mobilitaetsverhalten-in-berlin/ http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800915000907

  9. 71.

    Ach wissen Sie, ich muss keine Strichliste führen, ich kann mir das merken und immer hinzurechnen. Da bin ich nicht überfordert. Allerdings scheinen Sie schon beim Lesen meines Beitrages überfordert zu sein. Denn wenn Sie richtig gelesen hätten oder richtig lesen wollen, dann hätte Sie das Wort " verkehrsführungsbedingt " entdeckt. Alle Spuren mussten wegen einer Baustelle nach rechts rutschen und die rechte Spur führte dann über den gestrichelt abgeteilten Radstreifen. Die arme Frau hat also alles richtig gemacht, denn sie durfte und musste dort stehen. Außerdem darf man, wenn es nötig ist, eine gestrichelte Linie überfahren. Ihr Verständnis für den Radrowdie zeigt Ihr Unwissen der Verkehrsregeln und die ideologische Verblendung gegen alle Verkehrsteilnehmer, die nicht Rad fahren. Auch kein Wort dazu, dass er anschliessend über die rote Ampel fuhr. Radfahrer dürfen eben alles. Und Fußgänger und Autofahrer haben zu kuschen. Das ist ihre armselige Denkweise.

  10. 70.

    Aha. Das Ego zurückstecken. Wie genau geht das denn, wenn ein Motorradfahrer ohne auch nur zu gucken auf den Radweg knallt und mich fast überfährt, nur weil er bei Rot vorn an die Ampel und nicht hinter den Autos warten will? Das würde ich jetzt wirklich gern mal von Ihnen wissen?

    Ansonsten einfach mal das eigene Ego zurückstellen und lesen was da steht und nicht was man lesen möchte um dann zu schlaumeiern, nämlich: Ich fahre komplett nach der StVo, verstehe aber, wenn Radfahrer sich das nicht antun wollen.

  11. 69.

    Super Veranstaltung! Hat Spaß gemacht. Gerne mehr davon :)

  12. 68.

    Da man sich im Strassenverkehr mit Schildern und Lichtzeichen beschäftigt, kommt es auf Sprachkenntnisse nicht so an. Wozu so ein unproduktiver Kommentar?? Den können Sie kopieren und in JEDES Forum setzen!
    P.S. wenn Sie in meinem Text einen Fehler finden, dürfen Sie den behalten :~)

  13. 67.

    uups! das hab ich nicht gewusst, da fahre ich nächstes Jahr da mit! Aber: schöne Aktion.
    Danke und fröhliches Weiterradeln :~)

  14. 66.

    DOCH: dem ist hinzuzufügen, dass die Radspur keine Abbiegespur ist, der Unmut des Radfahrers ist verständlich, die Reaktion sicher übertrieben. Wie man beim Autofahren so eine Strichliste führen kann, ist mir ein Rätsel... Sie haben doch nicht etwa im Stau gestanden?? Heute war doch gar keine Sternfahrt!
    Immer schön auf die Fehler der anderen achten!!

  15. 65.

    Was ich hier lese deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen.
    In dieser Stadt gibt es zu viele Gesetzesbrecher auf zwei und vier Rädern. Es muss mehr Kontrollen geben.
    Gegen Gesetzesüberschreitungen und für mehr Kontrollen kann jeder selbst etwas tun!
    Für falsches Parken (besonders mit Behinderung) gibt es das Ordnungsamt. Jeder Bezirk hat eine eigene Nummer.
    Die Mitarbeiter kommen zeitnah vorbei.
    Über Radfahrer die einem auf dem Fußweg gefährlich nahe kommen kann man sich auch an das Ordnungsamt wenden.
    Sinnvoller ist aber die persönliche Vorsprache beim Zentralen Verkehrsdienst (ZVkD) der Berliner Polizei, Rudolstädter Str. 83/85, 10713 Berlin. Zwei Wochen nach meinen energischen Beschwerden wurden in Wilmersdorf Radfahrer auf Fußwegen an mehreren Tagen massiv kontrolliert.
    Also - selber aktiv werden gegen rücksichtslose Egoisten!

  16. 64.

    Ja, so ist der Alltag in Berlin für alle, die ihn sehen (wollen). Ich war gerade beim Bäcker um die Ecke - und ich war der einzige Depp, der an der roten Ampel stand und auf Grün gewartet hat - mal von den motorisierten Verkehrsteilnehmern abgesehen. 3 Fußgänger und 4 Radfahren haben mich fragend angesehen und wahscheinlich für beklo... gehalten und haben unbeirrt ihren Weg fortgesetzt.

  17. 63.

    Doch, auf der Kinderroute war eine Foodsharing Lastenradlerin mit ca. 100kg gratis Bio-Backwaren vom Samstag dabei mit Croissants ... Maiskeksen ... & Zuckerschnecken :) Auch dabei war http://www.berlin-nimmt-rücksicht.de/gefahrensituationen/ auf dem Umweltfest - da können viele noch was lernen - auch wenn die Kampagne nicht die schillernste ist ;)

  18. 62.

    Heute Morgen: Von Wannsee nach Friedenau, dann zum Brandenburger Tor, dann nach Wedding:
    87 Rote Ampeln von Radfahren überfahren, davon 2 Mütter mit Kinderanhänger mit Kindern drin, 2 Vollbremsungen von Autofahren provoziert weil die Radler die Vorfahrt nahmen. Unzählige auf den Bürgersteigen trotz Radspur und Radweg. Einer älteren Frau wurde brutal auf ihren Kleinwagen geschlagen, weil verkehrsleitungsbedingt auf der Radspur an einer roten Ampel stand. Der Radbrutalo beschimpfte sie dann noch, schlängelte sich vorbei und fuhr dann ebenfalls über eine rote Ampel. Die Frau zuckte sichtbar zusammen und konnte einem nur leid tun.
    Das ist die tag tägliche Realität und dem ist nichts hinzu zu fügen.

  19. 61.

    Geht mir ähnlich wie Ihnen mit den täglichen Nah-Unfall-Erfahrungen. Nur dass ich nicht auf dem Rad, sondern im Auto sitze, und meine "Gegner" andere unkonzentrierte oder sich bewusst falsch verhaltende Verkehrsteilnehmer sind - egal ob motorisiert oder nicht, auf Rädern oder Beinen unterwegs.
    Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber den §1 der StVo erschaffen - der eben dazu bestimmt ist, auch auf Fehler anderer zu achten (und auch mit diesen zu rechnen), auch mal vom eigenen Vorrang zurückzutreten und Fehler anderer nicht durch eigenes bewusstes Fehlverhalten zu kompensieren. Und soweit mir bekannt, gilt der §1 StVo auch für Radfahrer!
    Also einfach mal mit dem Fehlverhalten der anderen rechnen, sein eigenes Ego zurückstellen, dann klappt's auch an der Ampel, ohne bei Rot fahren zu müssen und den Querverkehr (inkl. Fußgänger) zu gefährden.

  20. 60.

    "Eine Demonstration (von lateinisch demonstrare, zeigen, hinweisen, nachweisen, Kurzform: Demo) im politischen Sinne ist eine in der Öffentlichkeit stattfindende Versammlung mehrerer Personen zum Zwecke der Meinungsäußerung"
    und damit es gaaaaanz viele sehen und hören demonstriert man gern dort, wo es ganz sicher auffällt: die Fluglotsen am Flughafen, die Krankenpfleger in der Klinik und die Radfahrenden auf der Autobahn :-) das weder kindisch noch trotzig, sondern gängige Praxis und dass es "angekommen" ist, beweisen die Kommentare hier.
    Nein, Kekse gab's keine, für die Verpflegung ist jeder selbst zuständig, auch DAS hat offenbar geklappt, es war nichts zu hören oder lesen über Teilnehmer, die unterwegs verhungert oder verdurstet sind!
    Fröhliches Weitergrummeln!

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