Cottbus Innenstadt (Quelle: rbb/Brandenburg aktuell)
Bild: rbb

Tod ägyptischer Studentin in Cottbus - Unfallfahrer war laut Gutachten zu schnell unterwegs

Vor gut drei Monaten starb eine ägyptische Studentin, die in Cottbus von einem Auto angefahren worden war. Jetzt steht fest: Der Autofahrer war zu schnell unterwegs. Nun soll ein weiteres Gutachten klären, wie der Unfall bei erlaubter Geschwindigkeit ausgegangen wäre.

Drei Monate nach dem Verkehrsunfall mit einer ägyptischen Gaststudentin in Cottbus hat die Staatsanwaltschaft Cottbus dem rbb Details aus dem Unfallbericht der Prüfgesellschaft Dekra bekanntgegeben. Demnach sind die Experten zu dem Ergebnis gekommen, dass der Fahrer des Unfallwagens in der Tempo-30-Zone zu schnell unterwegs war. Doch auch, wenn er langsamer gefahren wäre, hätte ein Zusammenstoß mit der Studentin nicht vermieden werden können.

Weiteres Gutachten angefordert

Die Staatsanwaltschaft will nun ein weiteres Gutachten anfertigen lassen. Das soll klären, ob die Studentin auch lebensgefährlich verletzt worden wäre, wenn der Fahrer vorschriftsmäßig gefahren wäre. Die 22-jährige Studentin war in der Nacht zu Karsamstag vor der Cottbuser Stadthalle von einem Auto angefahren worden. Sie starb kurz darauf im Krankenhaus. Einer Augenzeugin zufolge soll das Opfer von Insassen des Fahrzeugs am Unfallort auch noch rassistisch beleidigt worden sein. Die Ermittlungen dazu laufen noch.

Ägyptische Studenten verlassen Cottbus

Die German University Cairo hatte nach dem Unfall die Kommilitonen des Unfallopfers aufgefordert, Cottbus als Wohnort zu verlassen und nach Berlin umzuziehen. Ihre Ausbildung an der BTU Cottbus-Senftenberg sollen sie wie geplant beenden. Die Cottbuser Uni zeigte sich empört über den Umzug der Studenten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 19.07.2017, 17:00 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Das ist krank-was Sie interpretieren! Die "Zeugin" spielt in einem "Flüchtlingsdrama" am Piccolo .... Objektivierbarkeit ???
    Kausalität beim "Unfall" ?? Wer bestätigt denn, dass die Studentin eigenständig vor das Auto "trat"?

  2. 5.

    "Verstehe ihre Anschuldigung im Zusammenhang mit dem Artikel nicht."

    Der Zusammenhang besteht darin, dass der Beifahrer neben der sterben Studentin stand und Äußerungen wie: "Bei euch gibt es vielleicht keine richtigen Straßen, aber hier muss man sich an Regeln halten"

    Mit solchen Aussagen könnte das zusätzliche Beschleunigen auch beabsichtigt nach Sichtung der Studentin erfolgt sein.

    Die Stelle vor der Stadthalle ist aber für viel Halbstarke und Aufmerksamkeitsbeminderte ein Beschleunigungsstreifen. Gerade wenn man Fußgänger beim überqueren in den nächtlichen Stunden sieht, geben hier viel mit Absicht Gas.

    Das Urteil kann nicht hart genug ausfallen, ...

  3. 3.

    Verstehe ihre Anschuldigung im Zusammenhang mit dem Artikel nicht. Denn hier geht es nicht um die mutmaßlichen Äußerungen der Autoinsassen, sondern um die Geschwindigkeit des Autos. Und die war wohl nachweislich zu hoch. Die techn. Ermittler diesbzgl. gaben keine Erklärungen zu gemachten oder nicht gemachten rassist. Äußerungen ab.

  4. 2.

    Wenn Sie richtig gelesen und die Geschichte verfolgt hätten, wären Sie zu dem Schluss gekommen, dass es hier - schon per Überschrift - um das Gutachten zur Fahrzeuggeschwindigkeit während des, bis jetzt, Unfalls geht. Das anhängige Verfahren wegen Volksverhetzung wird hier gar nicht diskutiert.

    Es ist schon eine auffällige Kombination aus Unfall bei überhöhter Geschwindigkeit und nachfolgenden rassistischen Beleidigungen und außerdem eine "überraschte Polizei und Staatsanwaltschaft" angesichts der Zeugenaussagen zu äußerst menschenverachtenden Entwürdigungen und Volksverhetzung. Die Anklage könnte theoretisch Mord lauten (s. Berliner Raserurteil) und das mit rassistischem Motiv.

    Das ist für Sie aber offenbar trotzdem Grund genug, Volksverhetzung zu verharmlosen und zu billigen. Bloß nicht "Nazi" etc. genannt werden wollen und sich sowie Gesinnungsverwandte in Schutz nehmen, das ist das Wichtigste - während es aber um Menschenleben geht. Für Sie kann man sich nur schämen.

  5. 1.

    Diese ersten Ergebnisse zeigen, dass man nicht schon mit irgendwelchen Anschuldigungen losballern sollte, ohne dass die Dinge überprüft worden sind.

    Hoffentlich lernen manche, die nur auf Gelegenheit zu warten scheinen, anderen Rechtsextremismus zu unterstellen, daraus.

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