Als Lichtstreifen zeichnen sich in Berlin bei der Langzeitbelichtung vorbeifahrende Autos vor der alten Zuschauertribüne an der Avus ab. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Audio: Inforadio | 03.07.2017 | Markus Streim | Bild: dpa

Sanierung ab September - Tribünen-Besitzer für Formel-E-Rennen auf der Avus

Der Besitzer der Avus-Tribüne hat sich für Autorennen auf der alten Rennstrecke ausgesprochen. "Es wäre schön, wenn dort wieder Rennen stattfinden könnten, gerade die Formel E würde auch zu der Zukunft passen", sagte Geschäftsführer Hamid Djadda am Montag dem rbb. "Es liegt aber nicht in unserer Macht, das zu entscheiden - das müssen andere Leute run. Aber wir würden dafür zur Verfügung stehen", so Djadda im Gespräch mit radioBerlin 88,8. Seit 1999 finden auf der Avus keine Rennsportveranstaltungen mehr statt.

Zuschauertribüne an der Avus (Quelle: rbb/Doris Anselm)
Bild: rbb/Doris Anselm

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass das Tribünendach ab September saniert werden soll. "Der Bauantrag ist schon genehmigt", sagte Djadda. In einer zweiten Bauphase solle dann die Rückseite saniert werden, in der dritten die Vorderseite. Finanziert werde das Bauvorhaben derzeit noch privat. "Ab dem Herbst bekommen wir eine Genehmigung, während der Messen auf der Rückseite Werbung zu machen. Davon kann ich einen Teil bezahlen, sagte Djadda weiter. "Die Zukunft hängt Konzept ab. Letzten Endes muss sich das Ganze auch ein bisschen rechnen."

Die Gesamtkosten der Sanierung bezifferte er mit circa 800.000 Euro.

Für die Zukunft plant Djadda in den Räumen unter der Tribüne ein Museum. "Die Idee ist, dass wir die Historie beibehalten und ein Avus-Museum bauen", sagte Djadda. Außerdem seien Büros und ein Café angedacht.

Zuschauertribüne an der Avus (Quelle: rbb/Doris Anselm)
Bild: rbb/Doris Anselm

Avus steht für Automobil-Verkehrs-und Übungs-Straße. Sie wurde 1913 bis 1921 als erste vierspurige kreuzungsfreie Autobahn Deutschlands errichtet, schon bald fanden hier Autorennen statt. 1936 wurde die 200 Meter lange Zuschauertribüne von Fritz Wilms und Walther Bettenstaedt errichtet. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Es wurde 2006/2007 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an einen privaten Eigentümer verkauft.

Sendung: radioBerlin 88,8, 03.07.2017, 08:20 Uhr. Serie: Die Bauzombies

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1 Kommentar

  1. 1.

    Das ist eine sehr gute Idee.

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