Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen ein Feuer im Restaurant Neu-Helgoland am 19.07.2017 in Berlin-Köpenick. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
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Video: RadioBerlin | 19.07.2017 | Raphael Knop | Bild: dpa/Jörg Carstensen

Berlin-Müggelheim - Ausflugslokal Neu-Helgoland durch Feuer stark beschädigt

Das beliebte Ausflugslokal Neu-Helgoland an der Müggelspree hat in der Nacht gebrannt. Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen die Flammen: Der Schaden ist groß, verletzt wurde aber niemand. Es war nicht der erste Brand in dem Hotel und Restaurant.

An der Müggelspree im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick hat in der Nacht zu Mittwoch das Hotel und Ausflugslokal Neu-Helgoland gebrannt. Das Feuer hat dabei erheblichen Schaden angerichtet.

Die Feuerwehr kämpfte mit etwa 100 Einsatzkräften stundenlang gegen die Flammen. Obwohl das Hotel und Restaurant direkt am Wasser liegen, war die Versorgung mit Löschwasser schwierig. "Das hat den Einsatz kompliziert gemacht", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Der Brand konnte erst in den frühen Morgenstunden gelöscht werden. Die Aufräumarbeiten dauerten bis zum Mittag an. Die Ursache für den Brand ist bisher unklar. Die Polizei schließt nicht aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde.

Fähre F23 ohne Halt in Neu Helgoland

Wegen des Großbrandes ist auch der Zugang zum Anlegesteg  aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die BVG teilte am Mittwoch mit, dass die Fähre F23 bis zur Freigabe durch die Feuerwehr nicht an der Station Neu Helgoland hält. An den übrigen Anlegestellen Müggelwerderweg, Müggelhort und Kruggasse verkehre die Fähre aber wie gewohnt.

Probleme mit den Zuwegen und keine Hydranten

Eine Angestellte des Lokals hatte am Dienstagabend um kurz vor 23 Uhr den Brand bemerkt. Als die alarmierte Feuerwehr eintraf, standen Teile des Gebäudes bereits in Flammen. Von einem Nebengebäude ging das Feuer auf das Dach des Hauptgebäudes über, erklärte Feuerwehrsprecher Björn Radünz dem rbb. "Wir hatten die Einsatzstelle bis 3.00 Uhr unter Kontrolle."

Allerdings konnten größere Löschfahrzeuge das Gebäude nur schwer erreichen, was den Einsatz zusätzlich verkomplizierte. "Wir hatten Probleme mit den Zuwegen. In dem Gebiet gibt es keine Hydranten. Wir mussten das Löschwasser aus dem See holen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Neben einem Löschboot der Feuerwehr kam auch ein Polizeiboot zum Einsatz.

Gaststätte war 2002 schon einmal abgebrannt

Den Angaben der Einsatzkräfte zufolge konnten alle Hotelgäste das Gebäude rechtzeitig verlassen, niemand wurde verletzt. Wie es zu dem Brand kam, war zunächst noch unklar. Auch genaue Angaben zur Schadenshöhe lagen noch nicht vor.

Es war nicht der erste Großbrand im Ausflugslokal Neu-Helgoland. Bereits in der Nacht zum 2. Januar 2002 stand das Gebäude in Flammen, damals handelte es sich um Brandstiftung. Im Schutt des zweistöckigen Fachwerkhauses hatte die Polizei seinerzeit Spuren von Brandbeschleuniger gefunden.

Das am Ausgang des 19. Jahrhunderts errichtete Lokal war bis Ende der vierziger Jahre nur vom Wasser aus für Bootsfahrer, Angler und Fischer zu erreichen. Bei der Berliner Bevölkerung war die Gaststätte stets beliebt.

Sendung: Inforadio, 19.07.2017, 6.00 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Unabhängig von der Brandursache bleibt es unverständlich, warum die Feuerwehr solche Probleme beim Löschen hat:
    - keine Hydranten, wo die ganze Spree zu Verfügung steht?
    - keine Zuwegung für große Feuerwehrfahrzeuge?
    Hat man aus dem Brand vor 15 Jahren nichts gelernt?
    Das ist sehr schade für so ein schönes Ausflugslokal!

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