Ein Schüler liest während des Unterrichts in seinem Aufgabenheft. (Quelle: imago/photothek)
Audio: Inforadio | 17.08.2017 | Alex Krämer | Bild: imago/photothek

Brandenburg leicht verbessert - Berlin erneut Schlusslicht beim Bildungsmonitor

Viele Schulabbrecher, geringes Kompetenzniveau: Berlins Bildungssystem hat argen Verbesserungsbedarf. Der aktuelle "Bildungsmonitor" sieht die Hauptstadt auf dem letzten Platz. Brandenburg hingegen konnte sich laut der bundesweiten Studie leicht verbessern.

Das Bildungssystem in Berlin landet bei einer Vergleichsstudie wieder auf dem letzten Platz. Wie aus dem "Bildungsmonitor" der wirtschaftsnahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervorgeht, erreicht ein relativ hoher Anteil der Schüler nicht die Mindeststandards. Vergleichsweise viele Schüler verließen die Schule ohne Abschluss. Gleichzeitig sei Berlin in der Forschung spitze, heißt es in der Studie.

An der Spitze der 16 Bundesländer stehen wieder Sachsen, Thüringen und Bayern. Brandenburg hat sich auf den 12. Rang verbessert. Im Vorjahr lag das Bundesland noch auf dem vorletzten Platz knapp vor Berlin. Positiv hervorgehoben wurde in der aktuellen Studie unter anderem, dass viele Berufsschüler Englisch lernen und dass das Kompetenzniveau der meisten Schüler gut ist.

Initiative sieht "Anlass zur Sorge"

Insgesamt zieht die Studie eine ernüchternde Bilanz. Die Bundesländer ließen in ihren Anstrengungen für ein besseres Bildungssystem nach, kritisierte die INSM bei der Vorstellung des Bildungsmonitors am Donnerstag. Bei wichtigen Indikatoren seien sogar Rückschritte zu verzeichnen, erklärte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. "Dies gibt Anlass zur Sorge."

Die Studie kritisiert unter anderem die vielen leseschwachen Schüler. Außerdem gebe es zu wenig Fremdsprachenunterricht in der Grundschule. Die Initiative fordert deshalb, 12 Milliarden zusätzlich für Bildung auszugeben. 

Im Bildungsmonitor wird untersucht, wie leistungsfähig die Bildungssysteme der einzelnen Bundesländer sind. Der "Bildungsmonitor 2017" wurde den Angaben zufolge nach auf Grundlage von 93 Indikatoren erstellt - darunter die Betreuungsrelation an Schulen, Schulabbrecherquoten und der Anteil der Schüler, die von Bildungsarmut betroffen sind.

Kommentar

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7 Kommentare

  1. 7.

    Wenn Schüler nach der 6.Klasse in Schulen abgeschoben werden,die eine Stunde Fahrweg entfernt sind, auf Schüler treffen,die dort auch gar nicht sein wollen, da dies nicht die Schule ist,die mühsam an “Tagen der offenen Tür“ erkundet, ausgesucht und für geeignet befunden wurde, können auch die zu wenigen Lehrkräfte dort kaum zu Leistung motivieren.

  2. 6.

    Da muss man sich überhaupt nicht mehr wundern.Bei den Zuständen.

  3. 5.

    Danke Frau Scheeres, Sie und Ihre Verwaltung sind einfach Spitze.
    Ich nehme an, dass Sie es schaffen auch dieses Mal alles schön zu reden.

  4. 4.

    Nachdem ich jetzt 4 Jahre die Grundschule unseres Kindes erlebt habe, welche noch zu den besseren zählt, wundert dieses Ergebnis mich überhaupt nicht. Krönung ist die jetzt bei laufendem Betrieb erfolgte Sanierung trotz Asbestverdacht ohne vorherige Beprobung. Aber das hat mit den Leistungen weniger zu tun. Rundet nur das Gesamtbild einer Stadt ab, die Bankgesellschaftsverbrecher nicht bestraft und im #BER Milliarden versenkt. Immer schön von unten nach oben verteilen.

  5. 3.

    Es ist doch so einfach: kleinere Klassen und Wertschätzung der Lehrer bringt am meisten!
    Nun will man in Brandenburg die zweite Fremdsprache zum Abitur als Pflichtfach abschaffen! Man wird über uns wohl weiter lachen.

  6. 2.

    Bingo,das passt zu Berlin.
    Außer Partys und Demos bekommen die nichts auf die Reihe.

  7. 1.

    Ist das ein Wunder?

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