Eine Frau mit einem roten Regenschirm steht am 16.08.2017 in Berlin bei Regen vor dem Bundeskanzleramt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Feuchtigkeitsrekord in Berlin - Dieser Sommer hat uns nass gemacht

Aktuell und doch historisch - das ist nur eins in Berlin: dieser Sommer. Seit Beginn der Niederschlagmessungen vor mehr als 130 Jahren gab es noch nie so einen nassen Sommer. Bei den Temperaturen aber täuscht das Gefühl vieler Berlinerinnnen und Berliner.

Dieser Sommer fiel ins Wasser. Er hat uns echt nass gemacht, denn er war eine sehr feuchte Angelegenheit und hat uns natürlich zurückgelassen wie die begossenen Pudel. Ein wenig weniger lyrisch formuliert: Der Sommer 2017 war in Berlin der nasseste seit Beginn der Messungen im Jahr 1881. In Berlin fielen in diesem Sommer knapp 420 Liter Regen pro Quadratmeter und damit mehr als doppelt so viel wie im langjährigen Durchschnitt, teilte der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch mit. Einen großen Anteil daran hatten demnach die starken Regenfälle des Tiefs Rasmund am 29. Juni. Allein in Tegel lud das Tief mit fast 197 Litern mehr Regen ab, als sonst in einem ganzen Sommer fällt.

Trotz der extremen Regenfälle lag die Durchschnittstemperatur - auch wenn es viele als viel kälter empfanden - mit 18,8 Grad 1,1 Grad über dem langjährigen Mittel. Allerdings war die Sonne dabei nicht so oft und lange zu sehen, wie in durchschnittlichen Jahren. Die Sonne schien knapp 660 Stunden und damit vier Stunden weniger als in einem durchschnittlichen Sommer.

Feucht aber durchschnittlich warm war es in Brandenburg

Ähnlich historisch vergleichbare Feuchtigkeitswerte meldet der Deutsche Wetterdienst für Brandenburg zwar nicht, doch auch für das Berliner Umland galt: Der Sommer dort war nasser, aber auch wärmer als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Mit knapp 320 Litern pro Quadratmeter seien rund 140 Liter mehr Regen gefallen als in einem normalen Sommer, teilte der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch mit. Einen großen Anteil an dem vielen Brandenburger Regen habe auch hier das Tief Rasmund gehabt. Die Durchschnittstemperatur für Brandenburg lag mit 18,3 Grad 1 Grad über dem langjährigen Mittel und war auch insgesamt ein wenig niedriger als die Berliner Sommerdurchschnittstemperatur.

Sendung: Abendschau, 30.08.2017, 19:30 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Wie war das? Man soll nur Statistiken glauben, die man selbst manipuliert hat?

    In München oder dem "üblichen Verdächtigen" Freiburg i. Br. gab es in den letzten drei Monaten reihenweise Tage mit Temperaturen um die dreißig Grad und deutlich darüber. Wie eigentlich in ganz Baden-Württemberg und Bayern. Wie viele heiße Tage gab es in Berlin in diesem Sommer? Aber laut RBB-Videotext (nicht -Website!) war Berlin "die wärmste Region Deutschlands". Ist klar.

  2. 5.

    Vom Juli mal abgesehen bin ich mit dem Sommer im laut Klima-Schwindel-Atlas sich zum Dürregebiet entwickelnden Brandenburg sehr zufrieden.
    Es ist immerhin der erste Sommer seit vielen Jahren.

  3. 4.

    Gab gerade eine Sendung im kulturradio STARKREGEN - mit Details zu den Wetterfolgen bei uns und wie sich die Stadt umbaut. Kulturtermin um 19,04 im kulturradio.

  4. 3.

    Ich auch. Schau sie mir mehrmal täglich an. Toll. Oh, im Moment sind in Frankfurt (Oder) und Cottbus kleine Blitze zu sehen – die mag ich besnders gern.

  5. 1.

    Ich fand den Sommer super.
    Aber Irgendwas ist neu hier ;-)
    Zum Layout: Bitte, bitte nicht die schöne Wetterkarte verändern. Das ist die schönste die ich kenne.

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