Bewohner der Dahlemer Flüchtlingsunterkunft aus Syrien (Quelle: Abendschau)
Video: Abendschau | 03.09.2017 | Heike Boldt-Schueler | Bild: Abendschau

An der Thielallee in Dahlem - Nach Schüssen auf Flüchtlingsheim noch keine Spur

Auch knapp zwei Tage nachdem vor einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Dahlem Schüsse fielen, sind die Hintergründe der Tat noch unklar. Die Polizei hat keine heiße Spur. Laut einem Zeugen wurden die Schüsse aus einem Auto heraus abgefeuert.

Die Polizei tappt weiter im Dunkeln: Nachdem Unbekannte am frühen Samstagabend vor einer Flüchtlingsunterkunft im Berliner Stadtteil Dahlem mehrere Schüsse abgegeben haben, liegen der Polizei noch keine weiteren Erkenntnisse vor.

Nach Angaben eines 52-jährigen Zeugen hatten die Unbekannten am Samstag gegen 18 Uhr an der Thielallee aus einem Auto heraus auf ein Wohnheim geschossen. Das Auto war in Richtung Dahlemer Weg unterwegs. Verletzt wurde niemand, das Auto mit den mutmaßlichen Tätern entkam.

Wie die Polizei am Sonntag berichtete, hatte sich der 52-Jährige, der derzeit in Berlin zu Besuch ist, mit Frau und Kind hinter einem geparkten Auto in Sicherheit gebracht. Durch die Schüsse habe der Familienvater einen Schock erlitten.

(Quelle: rbb/Abendschau)
Valeska Jakubowski (Polizeisprecherin) | Bild: rbb/Abendschau

Polizei findet am Tatort mehrere Schreckschusspatronen

Der Polizei hatte er gesagt, vier Menschen hätten in dem Fahrzeug gesessen, das vor der Unterkunft langsamer geworden sei. Die Schüsse wurden demnach aus zwei Waffen abgefeuert.

Die Polizei habe am Tatort mehrere Patronen-Hülsen gefunden, "die sich eindeutig Schreckschusswaffen zuordnen lassen", sagte Polizei-Sprecherin Valeska Jakubowski rbb|24 am Sonntagmittag. Ob sich die Schüsse gezielt gegen das Heim richteten, oder ob es der Zeuge nur so empfunden habe, müssten nun die weiteren Ermittlungen ergeben, sagte die Sprecherin.

Ermittlungen in enger Abstimmung mit dem Staatsschutz

Ob das Autokennzeichen des Wagens bekannt ist, wollte Jakubowski aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht sagen. Da die Tat möglicherweise konkret gegen das Flüchtlingsheim gerichtet war, würde die Kriminalpolizei "in enger Abstimmung mit dem Staatsschutz" ermitteln.

Wie Jakubowski weitere sagte, habe der Zeuge "Angst um seinen Leben gehabt". Weil er einen Schock erlitten habe, sei Anzeige wegen Körperverletzung gestellt worden. Eine weitere Strafanzeige sei erstattet worden, da das Abfeuern von Schreckschusswaffen, außer in Notwehr, eine Ordnungswidrigkeit darstelle.

Kommentar

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17 Kommentare

  1. 17.

    Glauben Sie auch an den Weihnachtsmann? Oder sind Sie ein Nachfahre der Gebrüder Grimm?
    Das es Leute gibt die Ausländer hassen, wissen Sie wohl nicht.

  2. 16.

    Beim selber denken ist aber noch Platz nach oben.
    " das waren Linke vor der Wahl" . Selten so einen Schwachsinn gelesen!
    Konfuzius sagt: hättest du geschwiegen, wärst du ein Weiser geblieben.

  3. 15.

    Tja, wenn die ganze Kraft für den rechten Arm gebraucht wird passiert es schonmal dass andere Körperregionen unterversorgt werden...

  4. 14.

    Und wieder jemand, der nicht weiß, dass der Rundfunk-Berlin-Brandenburg für - Überraschung: Berlin und Brandenburg sendet. Wenn Sie also Lokalnachrichten aus Hessen hören wollen, gehen Sie doch zur Nachrichtenseite von HR/ARD: www.hessenschau.de

    ... oh nein - gleich die dritte Meldung thematisiert eine Messerstecherei in einem Flüchtlingsheim.

    Dem Bürger soll also gesagt werden: Wer am falschen Ort sucht, braucht sich nicht wundern, dass er nichts findet. (Wie peinlich!)

  5. 13.

    "Das wird wieder unter dem Teppich gehalten."

    Woher wissen sie dann davon?

    Das liegt an der Natur der Sache, dass uns Berliner mehr interessiert was in Berlin oder evt. noch in Brandenburg passiert und nicht in Hessen.

  6. 12.

    Der Staatsschutz ist eine Abteilung beim LKA (= Polizei). Das hat rein gar nichts mit irgendwelchen V-Männern beim Verfassungsschutz (= Geheimdienst) zu tun, auf den Sie anspielen.

  7. 10.

    Das darf Sir nicht beunruhigen... der Bürger ist Doch doof....

    "Die Bevölkerungen sind das Problem, nich diecEliten". Joachim Gauck

  8. 9.

    so eine Lappalie kommt gleich als Toppmeldung. Aber dass gestern in Hessen wieder Asylbewerber in einer Asylunterkunft mit Messern aufeinander los gingen und dabei 2 Männer schwer verletzt wurden, da hört man in den ÖR Medien gar nichts. Das wird wieder unter dem Teppich gehalten. Ich verstehe das ganze nicht mehr. Was soll uns Bürgern damit gesagt werden?

  9. 8.

    Ich nehme an dieser Kommentar wurde von einer Maschine erzeugt, wäre ja nicht das erste Mal. Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass Menschen so einen Unsinn denken können.

  10. 6.

    Wieso wird gleich ermittelt? Es waren Schüsse aus einem Auto aus einer Schreckschuss Pistole!
    Wird zu Silvester gegen jeden ermittelt, der in der Nähe von Flüchtlingsheimen mit Böllern hantiert?!
    Schon mal darüber gedacht, dass Linksextreme diese Sache getan haben?

  11. 5.

    Da haben Leute mit einer Schreckschußpistole aus dem Auto herraus "geschossen". Das knallt laut, aber mehr nicht. Da wurde niemand ermordet

    Und schon fallen hier Stichworte wie "NSU", "V.Männer", "BKA" und "Bundesinnenminister"

    Ich will hiernichts verharmlosen, aber es geht auch eine Nummer kleiner.

  12. 4.

    Ich nehme an es handelt sich um Linksextreme, die kurz vor der Wahl was aufbauschen wollen. Wäre ja nicht das erste Mal. Schon mehrfach haben die "Angriffe" auf sich selbst angezeigt, die nie sattgefunden haben.

  13. 3.

    @rbb-24-nutzer: warum muss die Tat rechtsextreme Hintergründe haben? Vielleicht sinds ja auch Streitigkeiten aus dem Drogenmileu? Niemand kann es wissen, bevor es nicht ordentlich aufgearbeitet wurde.

  14. 2.

    Dreimal darf man raten welcher politischen Zugehörigkeit man diese Täter zuordnen muss?

    Was Anderes ist auch klar, sollte man die Täter ermitteln, was kein Mensch glaubt, passiert denen ausser "DuDu, das macht man nicht" rein gar nichts.

    Ob unsere Justiz mit Polizei (in dem Fall muss BKA ermitteln), mit Ihrem obersten Bundesinnenminister überhaupt den Elan bei der Aufklärung zeigen wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Das mir wieder sagt das in Deutschland Gewalt gegen Andere immer zwei Seiten hat und zwei Arten der Verfolgung und Ahndung.

  15. 1.

    Das muss sicher ein Missverständnis sein. Die Herrschaften wollten sicher nur Eichhörnchen oder Tauben erschrecken. Oh Mann, alleine die Erwägung, der Zeuge könnte die öffentliche Bedrohung nur so wahrgenommen haben, spricht wieder Bände für die Berliner Polizei - Dein Freund und Helfer zur straflosen Umsetzung rechtsextremistischer Taten.

    Und mit dem "Staatsschutz" gemeinsam zu arbeiten, heißt doch angesichts "NSU" nur eins: Gibt es unter den Beteiligten eventuell V-Leute, die man decken möchte?

    Schlimm und unverständlich, wenn es mehr als ausreichend Daten, belegbare Informationen, wissenschaftlich Überprüfbares über Rechtsextreme und ihre Aktivitäten gibt, das größte Feindbild aber noch Linksextremisten bleiben.

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