Kampagne gegen Ratten vom Quartiersmanagement in Berlin-Mitte (Quelle: imago/Olaf Wagner)
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Drei Spielplätze gesperrt - Es gibt keine Rattensperrgebiete in Berlin-Mitte

Berlin ist eine Rattenhochburg. Deswegen müssen auch immer wieder Spielplätze vorübergehend geschlossen werden. Von "Sperrgebieten" in Berlin-Mitte zu berichten, wie ganz aktuell, hält das Grünflächenamt allerdings für maßlos übertrieben.

Der Bezirk Berlin-Mitte hat aktuell drei Kinderspielplätze und einen großen Teil eines Parks wegen Ratten gesperrt. Das bestätigte Jürgen Götte vom Grünflächenamt des Bezirks rbb|24 und damit einen Bericht der B.Z.. Betroffen sind Am Zillepark Bergstraße, Stephanplatz in Moabit und der Kinderspielplatz Ottoplatz im Kleinen Tiergarten. Außerdem seien 2.000 Quadratmeter des "Immergrünen Gartens" am Engel-
und Bethaniendamm nicht zugänglich.

Von Sperrgebieten zu sprechen, wie es in dem Zeitungsbericht heißt, hält er jedoch für maßlos übertrieben. Wie Götte sagte, hat Mitte insgesamt 272 Spielplätze. Es sei völlig normal, dass einige von denen wegen Rattenbefalls gesperrt werden.

Spielplätze bleiben meist vier Wochen geschlossen

Wenn das Grünflächenamt aus der Bevölkerung Hinweise bekommt, dass Ratten auf Spielplätzen gesichtet worden sind, würden Kollegen losgeschickt, um das zu überprüfen. Auch das Gesundheitsamt informiere das Grünflächenamt über Rattenbefall, weil das Amt so genannte "Begeher" hat, die die Spielplätze regelmäßig überprüften, so Götte.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, beauftragt das Grünflächenamt dann eine Fachfirma, die die Spielplätze mit Ködern ausstattet und das Gelände sperrt. Diese Firma melde auch, wenn ihr Einsatz erfolgreich war und wann die Freigabe wieder möglich ist. In der Regel dauere das vier Wochen, sagte Götte weiter.

Kinder erleben eventuell einen Anflug von Übelkeit

Die Spielplätze werden aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil in den Köderboxen für die Ratten Gift ist. Damit soll verhindert werden, dass jemand die Boxen aufbricht und möglicherweise Kinder die Köder versehentlich in den Mund nehmen. Die Dosis werde aber anhand der Körpergröße von Ratten errechnet. "Wenn Kinder die in den Mund nehmen, erleben sie womöglich einen Anflug von Übelkeit, mehr nicht", sagte Götte weiter.

Wenn die Köder aus den Boxen auf den Spielplätzen nicht mehr entnommen werden, sei das für die Kontrolleure an untrügliches Zeichen, dass die Ratten verschwunden sind.

Keine Essensreste auf dem Spielplatz lassen

Sämtliche Kinderspielplätze in Berlin-Mitte werden nach Angaben des Bereichsleiters für Grünflächen jede Woche einmal auf die Sicherheit der Spielzeuge hin überprüft. Dabei würde auch ein Blick auf die Böden und in die Büsche geworfen, um eventuelle Rattenlöcher zu entdecken. Zusätzlich gebe es drei Mal die Woche "Pflegegänge", bei denen nach Scherben oder Spritzen geschaut werde und die Mülleimer entleert würden.

In Sachen Rattenbefahl appelliert Götte an alle Eltern oder Begleiter der Kinder auf Spielplätzen, keine Essensreste liegen zu lassen. Der Geruch ziehe die Tiere an. "Nehmt die Reste mit nach Hause oder esst sie auf!", so Götte wörtlich.  

Kommentar

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10 Kommentare

  1. 10.

    Wohl überall der gr.Experte( hippe Mitte Mütter u.s.w.)? Es gibt i.Berlin mehr Ratten als Einwohner u.ja es sind hochintelligente Tiere.

  2. 9.

    Wieder interessante 'Expertenmeinungen' ..... Ratten gibt und gab es schon immer speziell in Städten genau in der Menge, wie ihnen der Mensch seine Abfälle zur willkommenen Nahrungsaufnahme zur Verfügung stellt. Lassen sie die Schädlingsbekämpfungsexperten mal auswerten, wieviele ihrer Boxen eine vergiftete Ratte enthalten. Eine, maximal zwei - das wars dann auch schon. Erstens können sich die meisten Menschen nicht vorstellen, wie intelligent die Tiere sind, sobald sie eine getötete Ratte in den Boxen wahrnehmen, wird keine andere mehr an die Köder gehen - und zweitens gibt es durch die Spielplatzsperrung einfach keinen Nahrungsnachschub durch die hippen Mitte-Mütter mehr ! Das wars auch schon, Ratten sind genau dort (sichtbar!), wo Mensch seinen Müll hinterlässt - ansonsten existieren zur Ratte genauso viel Märchen wie zum Wolf, sie hat nur das Glück, das sie kein Nahrungskonkurrent zum Jäger ist, dann hätte sie noch deutlich mehr Hetze zu befürchten!

  3. 8.

    Bin schon froh wenn bei der Dame diesmal 'die Koppulationen nicht führen tun' ..... inhaltlich wie immer sinnfrei, aber wenigstens belustigend ....

  4. 7.

    Leider sind die Mülleimer auf den Spielplätzen extrem unpraktisch um Ratten zu vermeiden. Z.B. der Spielplatz auf dem Leopoldplatz, dort stehen auch diese riesigen Müllkörbe mit großmaschigem Drahtgeflecht, ohne Deckel. Hier bedienen sich einerseits die Krähen und die Ratten kommen auch gut durch die Maschen um zu schmausen. Häufig sind noch nicht mal Mülltüten darin, daher fallen Essensreste automatisch durch und auf den Boden. Außerdem sind die Rattennester nicht nur auf den Spielplätzen sondern auch in der Umgebung umd die Bekämpfung wird häufig nur lokal und nicht flächendeckend durchgeführt. Dadurch sind kurz nach Öffnung der Plätze wieder Ratten zu entdecken. Zudem dauert es lange bis nach der Meldung eines Rattenbefalls auch dagegen vorgegangen wird.

  5. 5.

    Oh ja da haben Sie vollkommen recht.Es gibt tatsächlich verblendete Tierschützerinnen/Schützer die selbst die Ratten vor Kinder stellen.Die BSR hatte im Altem West Berlin noch die Gehwege und angrenzende Grünstreifen ganzjährlich sauber gehalten.Das gehört wohl längst der Vergangenheit an.Spielplätze werden sogar von liebevollen Hundebesitzern genutzt.Anschließend kommen Kleinkinder u.Spielen im Sand.Sagen Sie mal Hundeliebhabern das dies nicht geht,na denn is ja was los!

  6. 4.

    Sinnvoll wäre wohl eine berlinweite Übergabe der bisherigen sogenannten "Spielplatzpflege" (Reinigung!!) an die BSR oder Grünberlin mit der Maßgabe der täglichen (!!!) gründlichen Reinigung - nicht nur Leeren der Mülltonnen. Auf vielen Spielplätzen in der Innenstadt tauchen immer wieder Unmengen an Brot oder anderen Essensresten auf - als ob da jemand gezielt Ratten füttert bzw. anlockt.
    PS: Schon mal die Kinderrechtskonvention gelesen? Kinder haben das Recht zu spielen in einer gesunden (sauberen) Umwelt ;) Noch scheinen die Geschäftsstrassen wichtiger mit der mindestens täglichen Reinigung. Kinderfreundlichkeit wird in Berlin leider noch ganz klein geschrieben. Kinderrechte - was ist das?! Wahlrecht könnte das ändern ;)

  7. 3.

    Kopulation:
    Der Begriff Begattung (Kopulation, Kopula, Paarung) bezeichnet die geschlechtliche Vereinigung eines männlichen und eines weiblichen Menschen oder Tieres, die zur Befruchtung und somit zur Fortpflanzung führen kann.

  8. 1.

    Wenn ich solch selbstbeschönigende Sätze von Herrn Götte lese hat Berlin Mitte als einziges kein Rattenproblem.Zu recht wird immer wieder auf das Rattenproblem hier in der ganzen Stadt hingewiesen.Achtlos wegeworfener Müll,Essensreste und falsch verstandene Tierliebe( Taubenfüttern a.d.Straßen ) führen zu solch exzessiven Koppulationen.Da kommt auch der Kammerjäger nicht hinterher.Warte nun auf den nächsten Bericht ü.Kakerlaken.

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