Ein Mückenschwarm im letzten Tageslicht (Quelle: dpa/Jochen Lübke)
Bild: dpa

Der frühe Herbst zieht die Viecher ins Haus - "Es ist die Hölle mit den Mücken"

Am Abend das Fenster aufmachen? Derzeit keine gute Idee. Denn im Anschluss hocken im Zweifelsfall Wolken von Stechmücken an den Wänden. Sie suchen angesichts des anhaltend kalten und regnerischen Wetters schon einen Ort zum Überwintern.

Warum ändern, was sich über Monate eingespielt hat: Das wechselhafte Wetter in Berlin und Brandenburg bleibt der Region erhalten. "Es bleibt ähnlich kalt und zeitweise auch regnerisch", so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Donnerstag und Freitag soll es bewölkt bleiben und maximal 19 Grad warm werden, am Freitagnachmittag wird dann wieder Regen erwartet.

Der Samstag verspricht bei bedeckten 21 Grad weitestgehend trocken zu bleiben. Erst am Sonntag könnte sich die Sonne bei ebenfalls rund 21 Grad wieder etwas mehr zeigen. Eine Rückkehr des Sommers ist aber auch zu Beginn der kommenden Woche nicht in Sicht. Im Gegenteil: Es werden weiter unbeständiges Wetter und Temperaturen von knapp unter 20 Grad erwartet.

Mücken kommen, stechen aber nicht mehr

Nicht nur die Menschen, auch die Stechmücken spüren, dass es Herbst wird. Wer derzeit in den Abendstunden auch nur für fünf Minuten das Fenster öffnet, bei dem sitzen im Zweifelsfall Wolken von Stechmücken an den Wänden. Doch immerhin, so die Biologin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) im brandenburgischen Müncheberg, hätten die meisten der Plagegeister - bei denen ohnehin nur die begatteten Weibchen stechen -  kein Interesse mehr an Blut. Die Weibchen wüssten, so Walther, angesichts der Witterung, dass es für die Ablage von Eiern ohnehin zu spät sei. "Die suchen keine Blutmahlzeit mehr." Doch die Tiere suchten jetzt einen Ort zum Überwintern. Die Männchen hingegen erleben den Winter nicht, sie sterben vorher.

Die verbliebenen Weibchen ziehen sich jetzt in Gebäude zurück, um in eine Art Winterruhe zu verfallen. Erst bei wärmeren Temperaturen im Frühjahr würden sie wieder aktiv und stellen den Grundstein der nächsten Generation. Als Verstecke würden kühle und geschützte Stellen bevorzugt, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Wildtierstiftung.

Die Mücken sind deutschlandweit unterwegs

Im August und Anfang September sei bei Hausmücken traditionell die maximale Population erreicht, so Biologin Walther. Und nach diesem regenreichen Sommer gibt es besonders viele Exemplare: "Es ist die Hölle", sagte die Mückenexpertin - aus eigener Erfahrung: Noch nie habe sie im eigenen Haus so viele Mücken gehabt. Nicht nur die Berliner und Brandenburger stöhnten: "Letztendlich tobt derzeit überall die Mücke."

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.09.2017, 11.20 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Bei allem Respekt vor der Expertin: Scheinbar wissen die Mücken noch nicht, dass Sie ab jetzt nicht mehr stechen sollen, ich jedenfalls bin nach wie vor ein beliebtes Opfer!
    Ich "freue" mich schon, wenn diese Unmengen an Mücken alle im nächsten Jahr Nachwuchs zeugen :-/

  2. 1.

    Aber hallo! Jeder der sich ein bisschen auskennt läßt am Tag Lüften u.nicht wenn es dunkel ist.Außerdem gibt es längst Netze welche in die Fensterrahmen eingehängt werden können. Die Mückenplage ( menschliche Bezeichnung )sorgt für andere Insekten,Fledermäuse zum herrlichen Gastmahl.

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