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Video: Abendschau | 10.10.2017 | Norbert Siegmund | Bild: rbb/Ulf Morling

Siebenjähriger unprofessionell beschnitten - Vater muss nach Beschneidung Geldauflage zahlen

Weil er seinen Sohn in Berlin illegal beschneiden ließ, muss ein Vater nun eine Geldauflage zahlen. Der 46-Jährige hatte keinen Arzt, sondern einen rituellen Beschneider beauftragt. Das Kind litt monatelang Schmerzen. Von Ulf Morling

2.500 Euro Geldauflage muss Bilal S. zahlen: 1.250 Euro hat der angeklagte Vater an seinen beschnittenen Sohn Ayman zu zahlen, dieselbe Summe noch einmal an den Kinderschutzbund, entschied am Dienstag das Amtsgericht Tiergarten. Der aus dem Libanon stammende 46-Jährige hatte eingeräumt, im Januar 2013 einen rituellen Beschneider beauftragt zu haben, den Eingriff an seinem Sohn vorzunehmen. Das Kind litt anschließend ein halbes Jahr lang an Schmerzen.

Das Verfahren gegen S. wurde mit der Geldauflage eingestellt. Die Vernehmung des Jungen habe er vermeiden wollen, sagte Richter Claas Bröning am Ende des knapp einstündigen Prozesses. Da auch die als Nebenklägerin auftretende Mutter Aymans und die Staatsanwaltschaft einverstanden waren, sei eine Einstellung des Verfahrens vertretbar.

Beschneidung ohne Betäubung

Am 11. Januar 2013 hat Akif Ö., ein ritueller Beschneider, an der Tür der Friedrichshainer Wohnung geklingelt, wo der siebenjährige Ayman mit seinen beiden älteren Brüdern und einer Schwester lebt. Der angeklagte Vater Aymans öffnete dem Türken. Am Dienstag erklärte Bilal S. dazu, Ö. habe einen guten Ruf unter den Muslimen Berlins: "Ich habe mich genau erkundigt, denn ich liebe meinen Sohn", so der Angeklagte.

Der rituelle Beschneider habe am Tattag einen Gehilfen mitgebracht, berichtete der angeklagte Vater weiter. Richter Bröning wollte es aber genauer wissen:
Richter: "Was war dann?"
Bilal S.: "Der Beschneider und mein Sohn haben gelacht. Mein Junge hatte keine Angst, zog sich selbst die Hosen herunter und legte sich auf die Decke auf den Tisch."
Richter: "Was haben Sie gemacht?"
Bilal S.: "Ich habe zugesehen, stand einen Meter entfernt."
Richter: "Wurde er betäubt?"
Bilal S.: "Nein, das hab ich nicht gesehen. Er wurde aber mit einem Desinfektionsspray eingesprüht, nachdem er gewaschen worden war."
Richter: "Womit wurde die Beschneidung dann durchgeführt?"
Bilal S.: "Es war so ein Gerät. Ich glaube, ein Laser."
Richter: "Wie lange hat es gedauert?"
Bilal S.: "So 20 bis 30 Minuten."
Richter: "Hatten sie eine Einwilligungserklärung erteilt?"
Bilal S.: "Nein, ich glaube nicht. 100 oder 200 Euro habe ich Akif danach in bar in die Hand gedrückt."
Richter: "Und wie ging es Ihrem Sohn danach?"
Bilal S.: "Ganz normal! Auf die Toilette gehen war vielleicht am ersten Tag schwierig. Aber er hat nicht geweint."
Richter: "Warum haben Sie Ihren Sohn überhaupt beschneiden lassen?"
Bilal S.: "Im Islam ist es Pflicht. Es muss jeder machen. Ich weiß nicht genau, warum. Die Juden machen es auch."

Anzeige von Berliner Staatsanwaltschaft eingestellt

Die Mutter des Siebenjährigen Ayhan lebte in Trennung von dem Angeklagten. Sie zeigte ihn wegen der Beschneidung des gemeinsamen Sohnes an. Die Berliner Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung allerdings ein, obwohl sich erst 15 Tage vor der Beschneidung die Gesetzeslage konkretisiert hatte: Seit 28. Dezember 2012 war dem Bürgerlichen Gesetzbuch im Paragraf 1631 zwei Absätze zur Beschneidung hinzugefügt worden:

§ 1631d Beschneidung des männlichen Kindes

(1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.

(2) In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen Beschneidungen gemäß Absatz 1 durchführen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt sind.

Die Berliner Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung des Verfahrens damit, dass die Eltern als Sorgeberechtigte der Körperverletzung ihres Sohnes durch Beschneidung zugestimmt hätten. Außerdem stammte der angezeigte Vater Bilal aus einer Kultur, in der die Beschneidung von männlichen Kindern eine verbreitete Sitte sei.

Eine Zuhörerin empörte sich später vor dem Gerichtssaal, dass die Anklagebehörde mit dieser Begründung auch wegen der Beschneidung eines Mädchens das Verfahren einstellen könnte, wenn deren Eltern aus einem afrikanischen Land mit einer Kultur stammten, wo Beschneidungen von Mädchen üblich seien.

Ärztekammer protestierte

Erst als die Ärztekammer sich einschaltete, wurde im Fall Bilal S. weiter ermittelt. Plötzlich sah die Moabiter Staatsanwaltschaft in der Beschneidung des siebenjährigen Ayman doch eine strafbare Tat: Der Vater habe gewusst, dass seinem Kind bei der Operation eine Wunde erleiden würde. Er habe die monatelang anhaltenden Schmerzen seines Sohnes zumindest billigend in Kauf genommen.

Außerdem habe keine medizinische Notwendigkeit für die Beschneidung bestanden und Operateur Akif Ö. verfüge nicht über eine ärztliche Zulassung. Deshalb wurde Beschneider Ö. von der Staatsanwaltschaft mitangeklagt wegen gefährlicher Körperverletzung. Doch der 78-Jährige legte ein Attest vor, dass er krank sei.

Rechtsfrieden durch Einstellung des Verfahrens?

Richter Bröning hatte zwischen dem Recht der Eltern, der Religionsfreiheit und dem Recht von Ayman auf körperliche Unversehrtheit abzuwägen. Bevor er sich mit allen am Prozess Beteiligten beriet, wie weiter zu verfahren sei, verlas er Dokumente. So zitierte er aus einem medizinischen Diplom, dass Beschneider Ö. in Ankara 1958 ausgestellt worden war. Das türkische Gesundheitsministerium gestattete ihm danach, "kleine Operationen und Hilfe in Notfällen" vorzunehmen. Das Berliner Urban-Krankenhaus erlaubte ihm 1983, einer achtstündigen Nebentätigkeit nachzugehen. Freimütig hatte Ö. angegeben, Beschneidungen an Jungen durchführen zu wollen.

"Man kann trotzdem nicht einfach jemand anrufen und in seine Wohnung bestellen, um den Sohn beschneiden zu lassen", sagt Amtsrichter Bröning am Ende der Verhandlung. Bilal S. habe sich aus seiner Sicht strafbar gemacht. Obendrein sei nicht klar, ob die Mutter, die sich als aufgeklärte Muslimin bezeichnet und Gegnerin der Beschneidungen ist, der des Sohnes zugestimmt habe. Ebenso ungeklärt sei, ob die Qualifikation von Beschneider Ö. ausreichten, um den Eingriff nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchzuführen.

Da der Angeklagte nicht in "rechtsfeindlicher Gesinnung" gehandelt habe und in einer ausgedehnten Beweisaufnahme immer wieder der beschnittene Junge hätte vernommen werden müssen, sei eine Einstellung des Verfahrens vertretbar, entschied schließlich der Richter im Sinne aller Verfahrensbeteiligten: "Alle sind mit im Boot. Damit ist maximaler Rechtsfrieden eingekehrt."

Beitrag von Ulf Morling

Kommentar

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21 Kommentare

  1. 21.

    So richtig "Keine Beschneidung unter 18" auch ist, "10.000 bis 20.000 Nervenendigungen" ist übertrieben. Dazu Ken McGrath, Sen. Lecturer f. Pathologie u. Anatom i.R.:
    „ ... würde zumindest der empfindlichste Bereich der Vorhaut mindestens 3000 korpuskuläre Endungen haben. In Größenordnungen muss die Zahl mehr als 1000 und weniger als 10.000 sein. Einige Autoren haben diese Schätzung irrtümlich auf 20.000 oder mehr aufgebläht. Mehr Forschung ist erforderlich, um die tatsächliche Anzahl und Verbreitung zu klären.“ email an Autor 31.5.17
    „es für die Vorhaut unmöglich ist, eine so große Zahl zu behaupten: Es gibt nicht genügend Fläche, um so viele Rezeptoren zu fassen (sie würden fast die Epithelzellen übertreffen!) und die bekannte Zahl von Axonen, die in die Vorhaut reichen, lässt sich nicht mit dieser Zahl verbinden. Darüber hinaus ist eine so große Zahl völlig unnötig, um die bekannte hohe Empfindlichkeit der Vorhaut zu erreichen.“ Zit. n. McGraths Email v. 18.09.2017 a.d. Autor

  2. 20.


    Auch das deutsche Grundgesetz kann, zum allgemeinen Glück, zwischen Mann und Frau oder zwischen Junge und Mächen nicht unterscheiden. Noch die geringst invasive Form der FGM muss, weltweit, verboten bleiben bzw. werden, etwa auch die milde Sunna (chitan al-inath, sunat perempuan).

    Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung empfindlichste Teil des intakten männlichen Geschlechtsorgans (Sorrells, Snyder, Reiss, Ede, Milos, Wilcox, Van Howe: Fine-touch pressure thresholds in the adult penis).

    Die Vorhaut ist sensibler als die menschlichen Lippen oder Fingerspitzen. Aufgrund ihrer sexuellen Empfindsamkeit spielt das Präputium eine bedeutende Rolle im Sexualleben unbeschnittener Männer und belastet jede Vorhautamputation Sexualität, Sexualpartner und Partnerschaft (Frisch, Lindholm, Grønbæk: Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark).

  3. 19.

    Bei jeder Beschneidung (Zirkumzision) entsteht dem Körper der Verlust von 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Meissner, Ruffini, Vater-Pacini, Merkel. Damit entspricht die Jungenbeschneidung der lebenslangen sensitiven Schädigung einer weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) vom Typ II (Verstümmelung der Labien) oder einer FGM Typ Ib, das ist die Exzision (nicht der Klitorisvorhaut, sondern) der Klitoris.

    Als irreversible Vernichtung der penilen Strukturen Gefurchtes Band (ridged band) und zumeist auch Frenulares Delta (frenular delta) bedeutet das Wegschneiden der Vorhaut des Penis die Zerstörung der männlichen sexuellen Lustquelle Nummer Eins.

    Völlig altersgemäß sind Kinder (Kind ist Mensch unter achtzehn Jahren) nicht fähig, die lebenslangen nachteiligen Folgen für Sexualität und Partnerschaft abzuschätzen, die sich aus einer Genitalbeschneidung ergeben.

    Ob Junge oder Mächen: Keine Beschneidung unter 18.

  4. 18.

    Aber dennoch dürfen Jungs beschnitten werden, es gibt für muslimische und jüdische Menschen Ausnahmen. Wir verlieren immer mehr unsere Werte weil wir uns allen anbiedern@

  5. 17.

    Es wurde nichts aus dem Grundgesetz gestrichen. Art. 2 Abs. 2 GG:
    "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit."

  6. 16.

    Lieber McCarthy,*

    es ist beruhigend zu wissen dass mich Ihr imaginärer Kumpel liebt. ;-)

    Es könnte aber genauso gut eine Teekanne, ein unsichtbares rosa Einhorn oder ein fliegendes Spaghettimonster sein oder?

    Ich hoffe doch sehr (da haben wir es wieder) dass Ihr nick von Melissa und nicht von dem unsäglichen Joseph inspiriert war.

  7. 15.

    Früher stand im Grundgesetz etwas über die Unversehrtheit des Kindes. Wurde gestrichen, weil bestimmte Religionen das Beschneiden von Jungs toll finden. Wann sind im Zuge der Gleichberechtigung die Mädchen dran?

  8. 14.

    Auch bei einer Phimose ist eine Beschneidung nur die letzte Möglichkeit. Salbentherapie oder Triple Incision sind dort eher angesagt. Außerdem kann sich eine natürlich Phimose bis weit ins Jugendlichenalter ziehen und sich dann von selber lösen. Solange der Junge von sich aus keine Probleme mit seiner Phimose hat gilt es schlicht abzuwarten.

  9. 13.

    Fimosen sind leider keine Seltenheit.Das kommt i.Deutschland häufiger vor als Sie glauben.Darum spricht aus hygienischer Hinsicht eine Beschneidung in nichts nach.Eine grundsätzliche Beschneidung wie i.d.USA durchgeführt wird halte i.für nicht angemessen.

  10. 12.

    Alles wie gehabt. Bei Genitalverstümmelung von Jungen sieht die Staatsanwaltschaft aus Gründen der Staatsräson gezielt beiseite. Was wäre hier los, wäre es um ein Mädchen gegangen? Man sieht an dem Fall aber auch, dass von §1631d BGB, anders als behauptet, ein fatales Signal ausgeht. Die Botschaft lautet nämlich: Beschneidung ist legal, ihr dürft das. Unter welchen Umständen lässt das Gesetz im Unklaren und so bleibt ein solcher Irrtum unvermeidlich und vermeidet die stets genannte "Hinterhofbeschneidung" eben nicht. Auch hier hat es das Gericht vermeiden können, endlich einmal Klarheit darüber zu schaffen, was die geforderte "ärztliche Kunst" beinhaltet. Über Dinge wie fehlenden Mundschutz schauen die Anklagebehörden ja einfach nur hinweg. Der Arztvorbehalt wäre vermutlich auch verfassungswidrig, weil der Altersgrenze von 6 Monate keinerlei sachliche Begründung entgegensteht. §1631d BGB ist und bleibt ein Schandmal des aufgeklärten Rechtsstaats.

  11. 9.

    Ach Gerd, die Kinderehe hat doch damit garnichts zu tun. Immer wieder diese billige Hetze auf unterstem Niveau von Dir. Wie unzufrieden muss man mit seinem eigenen Leben sein...

  12. 8.

    Ihr Kommentar entspricht wieder einmal welch Geistes Kind Sie sind.Sich auch noch daran ergötzen wenn Kindern solch ein Leid zugeführt wird.

  13. 7.

    dann kann ja die Kinderehe kommen .. und die 1000 Euro hat man doch sicher noch ..

    und Frau Göhring Eckart freut sich ja so, das sich unser Land verändern wird ...

  14. 6.

    Das sehe ich persönlich in den Grundzügen ähnlich. Nur Ziel der Erziehung ist ein selbstständiger, gesellschaftsfähiger Mensch. Das beginnt nicht erst mit der Vollendung des 18. Lebensjahres. In Abhängigkeit des Alters muss der Kindeswille immer stärker berücksichtigt werden. In Verfahren vor dem Familiengericht muss etwa ein Kind ab 12 Jahren angehört werden, ab 14 kann es z.B. religiösen Vorstellungen seiner Sorgeberechtigten widersprechen. Kommunion etc. gefällt mir auch nicht, aber wenn es Kindeswille ist, sollte man sich nicht dagegenstellen.

    In diesem Fall wäre zu klären, inwieweit das Sorgerecht bei beiden Elternteilen verteilt liegt. Denn es geht hier nicht um Kindeswohlgefährdung, sondern -verletzung. Wenn die Sorgeberechtigten nicht dazu in der Lage waren, die Personensorge in vollem Umfang zu gewährleisten, dann braucht es Einschnitte im Sorgerecht, evtl. Familienhelfer.

    Schuld tragen in erster Linie die Sorgeberechtigten, erst danach der Beschneider.

  15. 5.

    Gesundheitsvorsorge,Hygienevorsorge ist dann gegeben wenn beim Jungen eine dauerhafte Vimose i.Betracht gezogen wird.Beschneidungen aus religiösen Gründen müssen untersagt werden.Insbesonders bei Mädchen denn deren Leid ist noch viel schlimmer.

  16. 4.

    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter.

    Ich finde Kommunionen und Konfirmationen sollten bei unter 18-jährigen verboten werden, hier wird zwar nicht körperlich verstümmelt aber u.U. seelisch. Noch kritischer sehe ich Sekten wie z.B. die Zeugen Jehovas die noch konsequenter mit Beeinflussung bis hin zur Gehirnwäsche arbeiten.

    Es sollte keinem Kind eine Religion aufgezwungen werden.

    Geht es bei Religionen nicht eigentlich nur darum wer der tolleren imaginären Kumpel hat?

  17. 3.

    Ich lehne u.a. die Beschneidung aus religiösen Gründen vehement ab.

    Ob professionell und erst recht nicht von irgendwelchen selbsternannten "Beschneidern".

    Nur ihre Schlußfolgerung ist mal wieder dumpfe rechte Propaganda.

  18. 2.

    Das Recht auf körperliche Unversehrtheit muß über der Religionsfreiheit stehen.

    Wie schwach muß ein Gott sein, wenn er von seinen Untertanen eine derartige Verstümmelung als Loyalitätsbeweis verlangt.

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