Zwei Morde, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, führen Berliner und Brandenburger Ermittler auf die Spur eines Tatverdächtigen. (Quelle: rbb)
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Taten in Berlin und Brandenburg - 34-Jähriger wegen zweier Raubmorde vor Gericht

Er soll zwei Männer ermordet haben – einen in Finsterwalde und zwei Tage später einen weiteren in Berlin-Neukölln. Das Opfer wurde in einer Parkanlage in Britz  gefunden. Zum Prozessbeginn in Cottbus legte der 34-jährige Angeklagte ein Teilgeständnis ab.

Vor dem Landgericht Cottbus hat der Prozess um zwei Raubmorde in Berlin und Brandenburg begonnen. Angeklagt ist ein 34-Jähriger, der Ende Januar in Finsterwalde (Elbe-Elster) und wenig später in Berlin zwei Männer ermordet und beraubt haben soll.

In Finsterwalde (Elbe-Elster) soll der Angeklagte einen 65-Jährigen erschlagen und ihm die Geldbörse und das Handy geraubt haben. Nur zwei Tage später soll er in einem Berliner Park einen 31-jährigen Syrer erstochen haben. Bei der Durchsuchung des Opfers habe er nichts Nennenswertes gefunden, heißt es.

Angeklagter gesteht Gewalt gegen Rentner

Der 34-Jährige räumte ein, dass er den Rentner in Finsterwalde zusammengeschlagen habe. Anschließend habe er dem Opfer einige Gegenstände abgenommen. Weitere Einzelheiten nannte der Mittdreißiger nach Angaben der Gerichtssprecherin nicht.

Der Angeklagte war in Berlin nach einem Ladendiebstahl festgenommen worden. Die Cottbuser Staatsanwaltschaft hatte bereits wegen des Mordes in Finsterwalde nach ihm gefahndet. Die weiteren Ermittlungen ergaben dann Hinweise auf mögliche Zusammenhänge mit dem Mord in Berlin.

Diese Tat bestritt der 34-Jährige vor Gericht jedoch vehement.

Der getötete Syrer hatte sich in Frankfurt (Oder) als Flüchtling registrieren lassen. Er soll drogenabhängig und laut den damaligen Ermittlungen als Kleindealer tätig gewesen sein. Er soll in der Drogenszene rund um den U-Bahnhof Grenzallee auf den Täter getroffen sein.

Sendung: Abendschau, 12.10.2017, 19:30 Uhr

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