Umgekippte Bäume in einem Waldgebiert (Quelle: Ralf Hirschberger/dpa)
Audio: Inforadio, 11.10.2017, Dominik Lenz | Bild: dpa-Zentralbild

Erste Schadensbilanz der Regierung - Sturm "Xavier" fällte zwei Millionen Bäume in Brandenburg

Dass Sturm "Xavier" in Brandenburgs Wäldern große Schäden angerichtet hat, war schnell klar. Jetzt gibt es erste Schätzungen darüber, wie groß das Ausmaß der Zerstörung ist. Und das Wort Millionen taucht dabei häufiger auf.

Bis zu zwei Millionen Bäume hat der Sturm "Xavier" in Brandenburg umgeblasen. Das ist die erste Bilanz des Landwirtschafts- und Umweltministeriums. Viele Waldgebiete seien allerdings schwer zugänglich, so dass konkrete Angaben, beispielsweise über die betroffenen Baumarten, erst in zwei bis drei Wochen zur Verfügung stehen würden. Der Sturm habe lokal regelrechte Schneisen in die Wälder geschlagen.

Das Holz der umgestürzten Bäume - etwa eine Million Festmeter - entspreche in etwa einem Viertel der Menge, die ansonsten jedes Jahr geschlagen werde, so das Ministerium. Diese Holzmenge habe einen Wert von etwa 48 Millionen Euro.

Die Schäden seien regional sehr unterschiedlich. So hinterließ der Sturm die größte Verwüstung zwischen Altruppin, Belzig, Rathenow und Lübben.

Gefahren für Waldarbeiter

Das Holz müsse jetzt rasch geborgen und an die Holzindustrie geliefert werden - allerdings sei dabei äußerste Vorsicht geboten, da umgeworfene Bäume häufig unter Spannung stünden und herabfallende Äste die Waldarbeiter gefährden könnten.  

Derzeit arbeiteten die Waldarbeiter des Landes und andere forstwirtschaftliche Dienstleister daran, Waldwege freizuschneiden und Stämme und Ästen wegzuräumen. Die Zuständigkeit für die Beseitigung der Gefahr liege bei den jeweiligen Waldbesitzern.

Spaziergängern und Waldbesuchern wird geraten, den Wald nach wie vor zu meiden, bis die Aufräumarbeiten abgeschlossen seien: Der Boden sei von den vielen Regenfällen aufgeweicht, daher könnten weitere Bäume umstürzen. Das Ministerium empfiehlt Waldbesuchern  in den kommenden Wochen, sie sollten sich vergewissern, dass ihnen nicht herabhängende Äste oder hängende Bäume gefährlich werden könnten.

Sendung: Brandenburg aktuell, 11.10.2017, 19:30 Uhr

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