ARCHIV - Das ehemalige Gebäude der Haasenburg-Heime am 11.09.2014 in Müncheberg in Brandenburg (Foto: dpa / Patrick Pleul)
Bild: dpa / Patrick Pleul

Vorwurf: Körperliche Misshandlung - Anklage gegen weiteren Haasenburg-Betreuer erhoben

Mehr als vier Jahre nach den Misshandlungsvorwürfen in den brandenburgischen Haasenburg-Erziehungsheimen ist Anklage gegen einen damaligen Betreuer erhoben worden.

Das Amtsgericht Strausberg bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur den Eingang der Anklage. Darin gehe es um Misshandlung von Schutzbefohlenen. Eine Entscheidung zur Eröffnung des Hauptverfahrens gebe es aber noch nicht.

Laut Staatsanwaltschaft Cottbus soll der Erzieher am Standort Müncheberg (Märkisch-Oderland) einen jugendlichen Heimbewohner körperlich misshandelt haben.

Zu dem Erziehungsheim-Skandal wurden bereits mehrere Gerichtsverfahren gegen Betreuer geführt. Zuletzt war im Juni 2016 ein Prozess gegen einen ehemaligen Betreuer der Heime wegen sexuellen Missbrauchs gegen die Zahlung einer Geldbuße eingestellt worden. Es handelte sich um das dritte Gerichtsverfahren nach dem Heimskandal.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.10.2017, 8:00 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Wie wäre es zur Abwechslung mal mit etwas Rationalem, statt sich immer nur emotional zu jedweden Berichten hier in den Kommentarspalten zu verewigen?

    Sie wollen also allen Ernstes, dass gegen sexuelle Gewalt mittels Gewalt vorgegangen wird, ja? Na dann haben Sie einfach nur ein Bedürfnis nach Rache und nicht nach Gerechtigkeit. Was hilft es den Opfern, potentiellen weiteren Opfern, den mutmaßlichen Tätern und der Gesellschaft insgesamt, wenn Sie gerne unrechtsstaatlliche Richtersprüche sehen wollen?

    Haben Sie Kenntnis von dem Fall, um den es geht? Haben Sie wenigstens den verlinkten Artikel gelesen? Dann wären Sie immerhin so weit gekommen, feststellen zu können, dass es um mutmaßliche Täterschaft ging. Wenn in so einem Prozess keine entsprechenden justiziablen Beweise erarbeitet oder vorgelegt werden können, gibt es auch keine Verurteilung. Das Verfahren wurde gegen Geldauflage eingestellt und nicht etwa eine Geldstrafe verhängt.

    Für Willkürjustiz ist hier kein Platz.

  2. 1.

    Gegen Zahlung einer Geldbuße wieder frei gelassen.Wenn i.das lese kommt es mir wirklich hoch.Solch Leute gehören in den Knast um selbst mal zu erleben wie es ist von Anderen herumgeschubst,geschlagen zu werden.Kein Pardon mit solch niederträchtigen Personen.

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