Straßenverkehr in Berlin bei Nacht (Quelle: imago/Rolf Kremming)
Bild: imago/Rolf Kremming

Berlin-Neukölln - Zwei Verletzte bei illegalem Autorennen

Zwei junge Männer haben die Silbersteinstraße in Berlin-Neukölln als Rennstrecke benutzt: Sie rasten mehrmals in beide Richtungen, bis es krachte. Die Polizei zog die Autos - einen Audi R8 und einen Lamborghini - ein. Beide sind als Firmenwagen gemeldet.  

Bei einem illegalen Autorennen zweier Sportwagen in Berlin-Neukölln sind einer der beiden Fahrer sowie sein Beifahrer leicht verletzt worden.

Augenzeugen berichteten der Polizei, die beiden Wagen hätten am Samstagnachmittag ein Wettrennen auf der zweispurigen Silbersteinstraße gefahren. Sie hätten die Straße demnach mehrfach und in beide Richtungen mit stark überhöhter Geschwindigkeit passiert. Einer der Fahrer habe dann die Kontrolle über sein Auto verloren, so der Polizeibericht vom Sonntag. Der Wagen sei von der Fahrbahn abgekommen und mit zwei abgestellten Autos kollidiert. Rettungskräfte versorgten den 24-Jährigen und seinen 20-jährigen Beifahrer mit leichten Verletzungen ambulant.

Führerscheine und Sportwagen beschlagnahmt

Die alarmierten Beamten stellten den zweiten Fahrer, 26 Jahre alt, nur wenige Meter vom Unfallort fest. Sie zogen von den beiden am Autorennen beteiligten Fahrern die Führerscheine ein und beschlagnahmte die Sportwagen.

Damit wurde ein schärferes Gesetz angewendet, das seit diesem Herbst gilt. Demnach gelten illegale Autorennen nicht mehr bloß als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Den beteiligten Fahrern drohen bis zu zwei Jahre Haft. Die Silbersteinstraße war wegen des Unfalls über anderthalb Stunden in beide Richtungen gesperrt.

Eine Polizeisprecherin sagte rbb|24 am Sonntag, bei den Autos handele es sich um Sportwagen vom Typ Audi A8 sowie Lamborghini. Die Fahrer seien nicht die Besitzer der Autos, die als Firmenfahrzeuge zugelassen seien - für eine Restaurantkette sowie für eine Gebäudefirma.

Sendung: Inforadio, 12.11.2017, 07.20 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereKommentar-Regeln und Hilfe zu Kommentaren zum Kommentieren von Beiträgen.

20 Kommentare

  1. 20.

    Ich hätte da einen Denkanstoß für den Gesetzgeber. Die Fahrzeuge grundsätzlich einziehen, ungeachtet der Eigentumsverhältnisse. Das hätte den Effekt, das Vermieter und Leasingfirmen die Fahrzeuge einem bestimmten Klientel nicht mehr so leichtfertig überlassen. Oder nur gegen Bankbürgschaften, oder andere Sicherheiten. Und auch der Dreh über die Firma der Verwandtschaft wird schwierig, da Vater oder Onkel Garantiert nicht für 100-200 tausend Euro gerade stehen werden.

  2. 18.

    Zur Info - aus Tagesspiegel 12.11.2017: Die beiden Fahrer sind türkischstämmig.

  3. 17.

    "als Firmenwagen gemeldet" Ob die Fahrzeuge auf irgendeinen Gemüsehandel oder eine Dönerbude angemeldet sind, ist doch völlig unerheblich.

  4. 16.

    Ob Firmenwagen hin oder her. Das ändert nichts an der Tat.
    Diese steuerlichen Tricks tun nichts zur Sache.
    Diese Leute sind zu verachten und einzusperren.
    Die öffentliche Gefährdung nehmen sie rücksichtslos in Kauf.

  5. 15.

    Ja, es waren beides Firmenwagen. Aber mal ganz ehrlich. Welche Firma kann sich so mir nichts, dir nichts nen Lamborghini leisten und überlässt diesen einem 25-Jährigen.

  6. 13.

    Die beiden Wagen waren Firmenwagen.
    Wenn die beiden sich die Autos hätten leisten können, wüsste ich auch sofort woher die das Geld stammt. Nichtsdestrotrotz wette ich, das genau das bekannt wird, was ich vermute!

  7. 12.

    Und ab zum Haftrichter ! Unfassbar das die Typen noch frei rumlaufen dürfen.

    Illegale Autorennen sind eine klare Straftat und keine lapidare Ordnungswidrigkeit wie Falschparken.

  8. 11.

    Na ja, ich wohne direkt da gegenüber der Unfallstelle. Und es ist nicht das erste mal, dass hier in der Strasse, wp eigentlich nur 30 erlaubt ist, mehrere viel schneller fahren und richtig aufs Gas treten.
    Also ich bin dafür, dass die beiden NIE wieder einen Führerschein bekommen.

  9. 9.

    Mindestens fünf Jahre Knast, Entzug des Führerscheins auf Lebenszeit, 20000 Euro Geldstrafe.
    Wer sich in dem Alter solche Autos leisten kann, der kann auch blechen.
    Hört den dieser Irrsinn nie auf??
    Bin gespannt was die Justiz sich einfallen läßt.

  10. 8.

    die beiden Wagen im Wert von über 100.000 Euro
    Scheinen ja reiche Eltern zu haben?
    Ab in den Knast!

  11. 7.

    Neben dem Entzug der Faherlaubnsi für sehr lange Zeit gehören diese beiden Typen in den Knast, ohne Wenn und Aber. Denn diese rücksichtslose Raserei ist schlicht und einfach gemeingefährlich. Die Fahrzeuge sind einzuziehen sofern die beiden Eigentümer sind.

  12. 6.

    Wo kommt denn das Geld her??
    Da ist 30km/h ?
    Bauliche Gegebenheiten geben das kaum her
    Viele Kinder wohnen dort
    Entzug der Fahrerlaubnis hilft da nicht , da wird eben ohne weiter gefahren

    Härtere Strafen

  13. 5.

    Die Ecke ist mir nur zu gut bekannt. Man kann schon vermuten welchen ethnischen Hintergrund die Beteiligten haben. Und ja, das spielt eine Rolle. Man kann auch schon vermuten wie man an die teuren Autos rankommt, mit 20-26 Jahren. Führerscheinentzug lebenslänglich bringt nichts. Auto kann man auch ohne Führerschein fahren, Hauptsache man wird nicht erwischt. Und wenn schon, dann kommt die schwere Kindheit ins Spiel und gut ist es. Und "nur Sachschaden" ist auch nicht angebracht - ein Glück sind natürlich keine Unbeteiligten verletzt worden, aber denken Sie an die Besitzer der beschädigten Autos?? Unter Umständen sind das Familienautos deren KFZ-Versicherung jetzt in die Höhe schießen wird nur weil Halbstarke die Straße als Rennstrecke nutzen wollten. Langsam reicht es mit dieser deutschen Toleranz...

  14. 4.

    Mal wieder ein innerstädtisches Autorennen. Wenigstens wurden die Tatwaffen gleich beschlagnahmt. Es wäre wirklich zu fragen, welche Probleme solche unreifen Spinner im realen Leben haben. Was müssen sie mit solch einer gemeingefährlichen Straftat kompensieren, worauf gründet diese Rücksichtslosigkeit?

  15. 3.

    wo kommt denn auf einmal dieser kompensationzwang her? gab es inder masse die letzten jahre nicht

  16. 2.

    Führerscheinentzug lebenslänglich!!!

  17. 1.

    Ich kann nur dafür beten, dass der Staat diese leichtsinnigen Verbrecher mit voller Härte ins Gefängnis befördert.

    Auto Beschlagnahmen und Führerschein wegnehmen und am gleichen Abend wieder auf freien Fuß lassen, das kann nicht genug sein !

    Das wird sonst nur ne riesen juristische Lachnummer.

    Hier muss ein Umdenken her!

    Diesmal war es nur Sachschaden. Nächstes Mal sind es unbeteiligte Personen in der Stadt die die umkacheln, die dann eventuell ein Leben lang mit Behinderungen zu kämpfen haben.

    Pfui, das ist wahrhaft abscheulich

Das könnte Sie auch interessieren